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Fr, 12:50 Uhr
05.01.2007

„Mike Tyson“ rettet Vermissten

Nordhausen (nnz). Einen besonders großen Hundekuchen hat sich der Hannoversche Schweißhund „Mike Tyson“ gleich zu Beginn des neuen Jahres wohl wahrlich verdient. Seine Nase rettete einem 66Jährigen in Nordhausen das Leben. Die nnz mit allen tierisch-menschlichen Einzelheiten.


"MIke Tyson" und Mario Söllner (Foto: PD) "MIke Tyson" und Mario Söllner (Foto: PD) Der zeitweilig desorientierte Mann wurde am 2. Januar.2007 aus dem Krankenhaus in Nordhausen als vermisst gemeldet. Aufgrund der kühlen Außentemperaturen und dem schlechten Gesundheitszustand des 66 Jährigen bestand Lebensgefahr. Polizeibeamte und Hubschrauber suchten fieberhaft. Gegen 21:00 Uhr kam dann der Personenspürhund der Nordhäuser Polizeidirektion zum Einsatz.

„Mike“ durchkämmte mit seinem Diensthundeführer Polizeiobermeister Mario Söllner mehrere Etagen des Krankenhauses. Immer wieder verlor er die Spur des Vermissten. Sogar mit dem Fahrstuhl wurde der Vierbeiner von Station zu Station gefahren, um den „Trail“ (Spur) zu finden. Im Außenbereich des Krankenhauses dann warf sich „Mike“ wieder ins Geschirr. Nach ca. 30 Minuten Suchzeit zeigte der Hund in einer Buschreihe, unweit des Rosenweges an. Hier lag der 66 Jährige stark unterkühlt. Er musste sofort ärztlich versorgt werden.

„Mike Tyson“ ist neben Bloodhound „Dandy“ bereits der zweite erfolgreich ausgebildete „Mantrailer“ der Polizeidirektion Nordhausen. Seine erste Prüfung hatte er im November 2006 abgelegt. Danach absolvierte der Hund mit seinem Hundeführer im Bereich Thüringen bereits 5 Einsätze. Der 6. dürfte eine extra Portion Futter eingebracht haben.

Die sogenannten „Mantrailer“ suchen nach dem Individualgeruch eines Menschen und das nicht nur entlang einer Fährte. Sie brauchen im Gegensatz zum Fährtenhund nicht die typische Bodenverletzung einer Trittspur. Die Mantrailer sind ausgebildet den Individualgeruch aus der Umgebungsluft zu filtern. Das heißt, ein ausgebildeter Personensuchhund kann den Trail eines Menschen in Gebäuden, auf der Straße, sogar in einer belebten Innenstadt riechen. Diese Fähigkeit hat dem 66 Jährigen wahrscheinlich das Leben gerettet.
Autor: nnz

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