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Mo, 15:32 Uhr
21.01.2002

"Prickelnde Sitzung" im kleinen Saal

Nordhausen (nnz). Die Tagesordnung der heutigen Kreistagssitzung verhieß keine Aufregung. Sie schloß sich damit nahtlos an ihre „Vorgänger“ im zurückliegenden Jahr an und gleicht sich damit dem Niveau des städtischen Finanzausschusses an.


Von einigem Interesse war da lediglich die Neufassung des Gesellschaftervertrages der Südharz-Krankenhaus Nordhausen gGmbH. Das Interesse der Öffentlichkeit wurde jedoch auf Vorschlag des Verwaltungstrios (Claus, Grünwald, Jendricke) nicht so hoch bewertet und dieser Tagesordnungspunkt wurde in die „Nichtöffentlichkeit“ verabschiedet. Dafür wurden die künftigen Besetzungen der Aufsichtsräte der Harzer Schmalspurbahnen (HSB), des BIC-Nordthüringen, der Theater GmbH oder der Entwicklungsgesellschaft Südharz-Kyffhäuser (ESK) zelebriert. So soll Matthias Jendricke im Aufsichtsrat der HSB sitzen, der Landrat wird sich dem krisengeschüttelten BIC annehmen, Grünwald solle die Kreisverwaltung im Krankenhaus und im Theater repräsentieren.

Gründe für dieses Bäumchen-Wechsle-Dich-Spiel wurden auch genannt. Das Otto-Normal-Kreistagsmitglied habe schließlich keine Zeit, um an HSB-Aufsichtsratssitzungen in Wernigerode teilzunehmen. Die finden in der Regel am Vormittag statt. Und außerdem sei mit den Neubesetzungen die Rückkopplung zur Verwaltung gegeben.

Brav, wie sie nach den Querelen der zurückliegenden Monate geworden sind, versprachen denn auch die drei Fraktionsvorsitzenden gleich, diese Vorschläge in ihre Gremien zu tragen. Lediglich Egon Primas (CDU) bemerkte, dass man eigentlich erst den Kreistags stärken wollte, nun aber wieder die Verwaltung stärke. Ob der Christdemokrat das allerdings ernst meinte, konnte nicht geklärt werden. Zumindest nicht im kurzen und „prickelnden“ öffentlichen Teil des wichtigsten Kreistagsausschusses.
Autor: nnz

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