Mo, 19:11 Uhr
25.12.2006
nnz on tour: Alpen Spezial 2006 (3)
Nordhausen (nnz) Der Tag begann mit verhangenem Himmel und leichtem Nieselregen. Vereinzelt kam dann auch gleich die Frage auf, ob wir den Berg nicht lieber umfahren sollten. Unser Ziel für diesen Tag lag genau da, wo es besonders dunkel war...
Moos in Passeier – Stettiner Hütte
Nach kurzer Diskussion und einem Anruf in der Stettiner Hütte, dem Tagesziel, entschieden wir uns zum Weiterfahren. Gegen 11.30 Uhr erreichten wir die Lazins Alm. Die ersten 800 Höhenmeter lagen hinter uns und im Gegensatz zum Vortag konnten wir den weiteren Weg in der Bergwand erkennen.
Kurz nach 12 Uhr begann der schwere Teil des Tages, 1100 Höhenmeter auf einer Distanz von 6,5 Kilometern, hinauf zur Stettiner Hütte.
An Fahren war nicht zu denken und so schoben wir unsere Fahrräder fast vier Stunden die Steilwand hinauf: Schieben, Schieben, Schieben, unterbrochen von kurzen Tragepassagen, rechts bzw. links immer der Abhang. Aufgelockert wurde das Ganze durch kurze fahrbare Passagen in einer Wüste aus Steinen, etwas Nieselregen und eisiger Kälte. Die mit steigender Höhe immer dünner werdende Luft tat ihr übriges.
Aber auch andere hatte so ihren Spaß: Drei entgegenkommende Radfahrer beobachteten wir beim Reifenflicken (drei Reifen). Einige hatten schon so viele Durchschläge, dass ihr Flickzeug alle war und wir aushelfen mussten. Die Stettiner Hütte erreichten wir gegen 16 Uhr. Wenig Strom (geht so etwas?), keine Duschen, eiskaltes Wasser und unbeheizte Zimmer: »Hüttenluxus« pur mit einem Hauch von Pionierferienlager. Die Luft war dünn auf 2875 Metern Höhe. Versorgt wird die Hütte über ein langes Seil. Alle Dinge, die man so zum Leben braucht, werden aus dem Tal über dieses Seil geliefert. Eine Straße gibt es nicht.
Ganz ohne reinigen ging es dann aber doch nicht, so dass wir uns notdürftig am Handwaschbecken gesäubert haben. Den Rest des Tages verbrachten wir bei Cola und Bier in der Wirtsstube, dem einzig beheizten Raum. Die Hütte war sehr voll und so spielten wir »Mensch ärgere dich nicht« mit einem, an unserem Tisch sitzenden Bergsteiger. Eine Frage, die hierbei nicht beantwortet werden konnte, war »Wie hat Nürnberg gegen München gespielt«. Etwas grausig wurde es, als einige Hüttengäste anfingen zu singen.
Gegen 20 Uhr begann es leicht zu schneien und so bildete sich recht zügig eine dünne Schneedecke. Was allerdings immer noch sehr weit vom erhofften Schneefeld und den damit verbundenen spektakulären Bildern (Fahrräder im Schnee) entfernt war. Die Nacht schliefen wir zu fünft in unserem kleinen, engen Zimmer.
Distanz: 20,1 km
Höchster Punkt: 2875 m
Höhe
nach oben: 1905 m
nach unten: 86 m
Steigung
durchschnittlich: 11%
maximal: 46%
Gefälle
durchschnittlich: 8%
maximal: 13%
Autor: vgfMoos in Passeier – Stettiner Hütte
Nach kurzer Diskussion und einem Anruf in der Stettiner Hütte, dem Tagesziel, entschieden wir uns zum Weiterfahren. Gegen 11.30 Uhr erreichten wir die Lazins Alm. Die ersten 800 Höhenmeter lagen hinter uns und im Gegensatz zum Vortag konnten wir den weiteren Weg in der Bergwand erkennen.
Kurz nach 12 Uhr begann der schwere Teil des Tages, 1100 Höhenmeter auf einer Distanz von 6,5 Kilometern, hinauf zur Stettiner Hütte.
An Fahren war nicht zu denken und so schoben wir unsere Fahrräder fast vier Stunden die Steilwand hinauf: Schieben, Schieben, Schieben, unterbrochen von kurzen Tragepassagen, rechts bzw. links immer der Abhang. Aufgelockert wurde das Ganze durch kurze fahrbare Passagen in einer Wüste aus Steinen, etwas Nieselregen und eisiger Kälte. Die mit steigender Höhe immer dünner werdende Luft tat ihr übriges.
Aber auch andere hatte so ihren Spaß: Drei entgegenkommende Radfahrer beobachteten wir beim Reifenflicken (drei Reifen). Einige hatten schon so viele Durchschläge, dass ihr Flickzeug alle war und wir aushelfen mussten. Die Stettiner Hütte erreichten wir gegen 16 Uhr. Wenig Strom (geht so etwas?), keine Duschen, eiskaltes Wasser und unbeheizte Zimmer: »Hüttenluxus« pur mit einem Hauch von Pionierferienlager. Die Luft war dünn auf 2875 Metern Höhe. Versorgt wird die Hütte über ein langes Seil. Alle Dinge, die man so zum Leben braucht, werden aus dem Tal über dieses Seil geliefert. Eine Straße gibt es nicht.
Ganz ohne reinigen ging es dann aber doch nicht, so dass wir uns notdürftig am Handwaschbecken gesäubert haben. Den Rest des Tages verbrachten wir bei Cola und Bier in der Wirtsstube, dem einzig beheizten Raum. Die Hütte war sehr voll und so spielten wir »Mensch ärgere dich nicht« mit einem, an unserem Tisch sitzenden Bergsteiger. Eine Frage, die hierbei nicht beantwortet werden konnte, war »Wie hat Nürnberg gegen München gespielt«. Etwas grausig wurde es, als einige Hüttengäste anfingen zu singen.
Gegen 20 Uhr begann es leicht zu schneien und so bildete sich recht zügig eine dünne Schneedecke. Was allerdings immer noch sehr weit vom erhofften Schneefeld und den damit verbundenen spektakulären Bildern (Fahrräder im Schnee) entfernt war. Die Nacht schliefen wir zu fünft in unserem kleinen, engen Zimmer.
Distanz: 20,1 km
Höchster Punkt: 2875 m
Höhe
nach oben: 1905 m
nach unten: 86 m
Steigung
durchschnittlich: 11%
maximal: 46%
Gefälle
durchschnittlich: 8%
maximal: 13%













