Di, 10:38 Uhr
19.12.2006
Manches müßte liegen bleiben
Nordhausen (nnz). Trotz alle Unkenrufe aus der Wirtschaft: Die so genannten Ein-Euro-Jobs sind auch bei den Kommunen sehr beliebt. Nordhausen macht da keine Ausnahme. Eine Bestandsaufnahme dazu in Ihrer nnz.
Theresa Geiseler, Enrico Wittig, Andy Hartmann und Claudia Scholz (v.l.n.r.) haben für ein ordentlic (Foto: psv)
Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, dem wird schnell klar, welchen Dienst am Gemeinwesen diese Menschen leisten. Vieles müsste liegen bleiben, auf manche Annehmlichkeit müssten die Bürger verzichten ohne die Arbeit der so genannten Ein-Euro-Jobber, sagte jetzt Walter Wille, Leiter der Abteilung Beschäftigungsförderung bei der Nordhäuser Stadtverwaltung.
148 Menschen hat die Stadtverwaltung in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft SGB II des Landkreises Nordhausen im Jahr 2006 in so genannten Arbeitsgelegenheiten beschäftigt. Ihre Aufgabe ist es, all jene Aufgaben zu erledigen, die sonst liegen bleiben müssten, sagte Wille. Und das waren allein im vergangenen Jahr rund 30 Vorhaben - angefangen beim Ordnungsdienst in der neu gestalteten Promenade, der Betreuung von Besuchern, die sich den Petri-Turm ansehen wollen oder die Instandsetzung der zahlreichen Gräber der Sowjetsoldaten auf dem Ehrenfriedhof - all dies hätte es nicht geben können ohne die fleißigen Hände der Ein-Euro-Jobber, so Wille weiter.
Hinzu kämen noch die zahlreichen Einsätze in Wald und Flur. So habe man unter anderem das Gehege samt Gehegeplatz von Gestrüpp und Unrat befreit sowie das Umfeld des sanierten Wallroth-Denkmals auf Vordermann gebracht; in der Gumpe seien Wanderwege wieder begehbar gemacht- und ein Verbindungsweg hoch nach Nordhausen-Nord angelegt worden. Hinzu kämen noch die Einsätze in den Ortsteilen der Stadt. Und dass im Herbst nicht wie in anderen Städte das Laub kiloweise durch die Stadt geflogen ist, haben wir auch den Ein-Euro-Jobbern zu verdanken. Der Großteil von ihnen ist hoch motiviert, fleißig und zuverlässig. Wir haben praktisch aus jedem Arbeitsgebiet Fachleute, deren Wissen und Können wertvoll ist. Es macht Spaß, mit ihnen zu arbeiten, so Wille weiter.
Auf sechs Monate ist eine Arbeitsgelegenheit in der Regel zeitlich befristet. In dieser Zeit finden sich die Arbeitsgruppen gut zusammen, die Leute sind gut eingespielt und die Arbeit geht gemeinsam gut von der Hand. Deshalb ist nach diesen 6 Monaten oft Wehmut im Spiel, wenn man dann wieder getrennte Wege gehen muss.
Jedes beantragte Projekt werde im Vorfeld streng geprüft. In vielen Fällen müssten deshalb sogar die Stellungnahmen von IHK und Handwerkskammer vorliegen. Das ist auch vernünftig so. Denn mit den Arbeitsgelegenheiten sollen die Menschen auf den Wiedereinstieg in einen regulären Arbeitsplatz vorbereitet werden. Und es wäre falsch, wenn damit genau jener Arbeitsplatz gefährdet werden würde, sagte Walter Wille.
Autor: nnz
Theresa Geiseler, Enrico Wittig, Andy Hartmann und Claudia Scholz (v.l.n.r.) haben für ein ordentlic (Foto: psv)
Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, dem wird schnell klar, welchen Dienst am Gemeinwesen diese Menschen leisten. Vieles müsste liegen bleiben, auf manche Annehmlichkeit müssten die Bürger verzichten ohne die Arbeit der so genannten Ein-Euro-Jobber, sagte jetzt Walter Wille, Leiter der Abteilung Beschäftigungsförderung bei der Nordhäuser Stadtverwaltung.
148 Menschen hat die Stadtverwaltung in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft SGB II des Landkreises Nordhausen im Jahr 2006 in so genannten Arbeitsgelegenheiten beschäftigt. Ihre Aufgabe ist es, all jene Aufgaben zu erledigen, die sonst liegen bleiben müssten, sagte Wille. Und das waren allein im vergangenen Jahr rund 30 Vorhaben - angefangen beim Ordnungsdienst in der neu gestalteten Promenade, der Betreuung von Besuchern, die sich den Petri-Turm ansehen wollen oder die Instandsetzung der zahlreichen Gräber der Sowjetsoldaten auf dem Ehrenfriedhof - all dies hätte es nicht geben können ohne die fleißigen Hände der Ein-Euro-Jobber, so Wille weiter.
Hinzu kämen noch die zahlreichen Einsätze in Wald und Flur. So habe man unter anderem das Gehege samt Gehegeplatz von Gestrüpp und Unrat befreit sowie das Umfeld des sanierten Wallroth-Denkmals auf Vordermann gebracht; in der Gumpe seien Wanderwege wieder begehbar gemacht- und ein Verbindungsweg hoch nach Nordhausen-Nord angelegt worden. Hinzu kämen noch die Einsätze in den Ortsteilen der Stadt. Und dass im Herbst nicht wie in anderen Städte das Laub kiloweise durch die Stadt geflogen ist, haben wir auch den Ein-Euro-Jobbern zu verdanken. Der Großteil von ihnen ist hoch motiviert, fleißig und zuverlässig. Wir haben praktisch aus jedem Arbeitsgebiet Fachleute, deren Wissen und Können wertvoll ist. Es macht Spaß, mit ihnen zu arbeiten, so Wille weiter.
Auf sechs Monate ist eine Arbeitsgelegenheit in der Regel zeitlich befristet. In dieser Zeit finden sich die Arbeitsgruppen gut zusammen, die Leute sind gut eingespielt und die Arbeit geht gemeinsam gut von der Hand. Deshalb ist nach diesen 6 Monaten oft Wehmut im Spiel, wenn man dann wieder getrennte Wege gehen muss.
Jedes beantragte Projekt werde im Vorfeld streng geprüft. In vielen Fällen müssten deshalb sogar die Stellungnahmen von IHK und Handwerkskammer vorliegen. Das ist auch vernünftig so. Denn mit den Arbeitsgelegenheiten sollen die Menschen auf den Wiedereinstieg in einen regulären Arbeitsplatz vorbereitet werden. Und es wäre falsch, wenn damit genau jener Arbeitsplatz gefährdet werden würde, sagte Walter Wille.

