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Fr, 10:30 Uhr
03.11.2000

Sehenswerte Exposition von Karin Kisker - eine Betrachtung von Christine Lincke

Nordhausen (nnz). Zu Beginn dieser Woche wurde in der Kreissparkasse Nordhausen ein Ausstellung der Nordhäuser Künstlerin Karin Kisker eröffnet. Ihre Sicht auf die Exposition schildert für nnz Christine Lincke aus Nordhausen:
"Der Galerieraum in der Kreissparkasse Nordhausen beweist erneut, dass er sich gut zur Präsentation von Kunst eignet. Die Ausstellung der Künstlerin Karin Kisker ist eine Augenweide, denn auch die Hängung von Kunstwerken ist eine Herausforderung und soll selbst ein Beispiel ästhetischen Genusses sein. Hier ist das gelungen. Kiskers Ausstellung besteht aus Teilen des Werkes "Zeitenlauf Tausendsprung - Bildergeschichten aus 1001 Tag", dem Werkteil "Robinsonade" und Graphiken zum Thema "Metamorphosen".
Nach der Begrüßung durch Wolfgang Asche, Leiter des Vorstandssekretariates der Kreissparkasse, der über den Titel der Ausstellung philosophierte, konnten sich die zahlreichen Kunstinteressierten und Neugierigen mit den Werken von Karin Kisker vertraut machen.
Dazu las die Künstlerin ausgewählte Prosatexte aus ihren sehr persönlichen Büchern, die während der Arbeit am Zeitenlauf entstanden. Einige davon sind ebenfalls ausgestellt. Heidelore Kneffel zitierte aus lyrischen Teilen, welche die intensive geistige und sprachliche Auseinandersetzung mit den Themen des Zeitenlaufes verdeutlichen. Dieser selbst, der insgesamt aus tausendundeiner Bildkomposition besteht, ist in einer Auswahl in 15 Rahmen zu einer "Bilderwand" zusammengefügt. Angefügt ist auch die sogenannte Jokerkarte, die, hätte die Künstlerin die knapp drei Jahre währende Herstellung des Zeitenlaufes nicht überlebt, den Abschluss des Werkes bilden sollte. Aber alles ging gut und so wird sie im letzten Rahmen als letzte Karte im Querformat gezeigt.
Den zweiten Teil nimmt der große Themenbereich der Robinsonade ein. Dort wird die Insel als Metapher gesehen. Und wenn sich der Blick des Betrachters, durch die dunkle Tönung in das Bild hineingesaugt, in den imaginären Weiten verliert, kann man fast körperlich nachvollziehen, wie sich aus der wilden Natur einer unzivilisierten Insel der Geist zu ungeahnten Höhen emporschwingt. Hinein in die grüne See, hinauf zum "flüsternden Mond", hinweg mit dem Traumboot ... auf die eigene innere Insel.
Der dritte Teil der Ausstellung umfaßt mehrere Graphiken zum Themenkreis Metamorphosen. Entblößte Torsi, die sich aus dem Papier herauszuwinden scheinen, Insekten, die sich aus dem Papier einen Kokon gebaut haben, Schmetterlingsflügel ... also Dinge und Begriffe, die sich selbst wandeln oder als Metapher für die Veränderung stehen.
Die Ausstellung ist eine Ode der Ästhetik und Phantasie, ein Jubelschrei der Sinnlichkeit. Kisker beherrscht die leise, zartfühlende Tonart ebenso wie die kräftigen Töne. Beides vereint sie zu Bildern von großer Eindringlichkeit."

Christine Lincke,
Nordhausen
Autor: nnz

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