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Mo, 09:14 Uhr
14.07.2025
ifo Institut:

Überflüssige Kopfnoten kosten über 200 Millionen Euro

Noten zum Schülerverhalten, sogenannte „Kopfnoten”, kosten Deutschland etwa 206 Millionen Euro pro Schuljahr. Das geht aus einer aktuellen Studie des ifo Instituts hervor...

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Laut Studie haben diese Kopfnoten allerdings keinen Einfluss auf den Bildungserfolg und den späteren Berufseinstieg der Kinder und Jugendlichen. „Lehrkräfte brauchen im Schnitt 30 Minuten pro Schulkind und Schuljahr, um Noten zu vergeben, die für die Zukunft der Kinder bedeutungslos sind“, sagt ifo Forscherin Vera Freundl. „Diese Zeit und die dadurch entstehenden Kosten könnten effizienter genutzt werden – gerade in Zeiten des Lehrkräftemangels.”

Die Berechnung stützt sich auf eine Befragung von 246 Lehrkräften. 92 Prozent von ihnen sagen, dass mehr als eine Lehrkraft bei der Vergabe von Verhaltensnoten involviert ist. Bis zu elf Lehrkräfte können in den Vergabeprozess eingebunden sein – und das pro Schulkind. Dies kostet Kapazitäten, auch weil die Noten in der Regel halbjährlich gemacht werden müssen. Aus dem Durchschnittsgehalt für Lehrpersonal in Deutschland, verrechnet mit einer 40-Stunden-Arbeitswoche und einem Zeitaufwand von 30 Minuten pro Schulkind im gesamten Schuljahr lassen sich die jährlichen Gesamtkosten von etwa 206 Millionen Euro ableiten, die in die Kopfnoten fließen.

„Die Analyse verschiedener Datensätze zeigt, dass Kopfnoten jedoch keinen merklichen Einfluss auf Lesekompetenzen und soziale Kompetenzen haben”, so Studienautor Florian Schoner. „Auch den Einstieg in das Berufsleben beeinflusst die Verhaltensbenotung nicht.” Dies kann unter anderem daran liegen, dass fachliche Schulnoten das Verhalten im Klassenzimmer bereits teilweise berücksichtigen.
Autor: red

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Kommentare
Marino50
14.07.2025, 09:59 Uhr
200 Mio
Die Kopfnoten sind nicht überflüssig! Sie sind wichtig für das Verhalten der Kinder und auch für die Eltern.
Aber vielleicht sollte man die überflüssigen Kosten für die Studie einsparen. Die kostet sicherlich auch nicht wenig. Für so eine Entscheidung ist keine Studie nötig. Einfach mal in der Vergangenheit nachschauen bzw. im Archiv von Schulen.
Bodo Schwarzberg
14.07.2025, 10:05 Uhr
Kopfnoten? Wir brauchen keine Disziplin!
Nachdem man im Nachwendedeutschland erst die in DDR vorzüglich gesteuerte Lehrerausbildung und die gesteuerte Besetzung von Lehrerstellen gekanzelt und eingespart hat, werden bestimmt auch bald die Kopfnoten eingespart.

Dass diese Noten nicht wirksam sind, ist Quatsch. Sie haben in DDR jedoch nur gewirkt, weil die Disziplin über das enge Zussammenwirken von Lehrern, Elternhaus und auch Betrieben sowie Mitschülern erfolgte.

Aber auch dieses ausgeklügelte Wirksystem sparte man nach 1989 ein. Dadurch kann man nun auch noch auf die Kopfnoten verzichten. Tolles Bildungssystem.
Peri
14.07.2025, 12:44 Uhr
Kosten sind unlogisch
Unabhängig davon, ob man für oder gegen Kopfnoten ist (Ich bin dafür.), sind die Berechnungen der Kosten rein fiktiv und fallen nicht wirklich an. Da Lehrkräfte besoldet (Beamte) werden oder Gehalt bekommen, gibt es keinen Stundensatz. Die Lehrer würden also die Kopfnoten im Rahmen ihrer Arbeitszeit vergeben.
Nur wenn weitere Kapazitäten, also zusätzliche Arbeitskräfte oder Erhöhung von Arbeitszeiten, erforderlich wären, könnte man diesen Zusatzaufwand tatsächlich kostenmäßig ansetzen. Ich bezweifele aber stark, ob Schulen extra neues Personal für die Bewertung der Kopfnoten einstellen oder die Arbeitsverträge um Mehrstunden beim Lehrerstamm dafür erhöhen würden. Insofern ist die Studie nur der armselige Versuch, die Einführung von Kopfnoten durch fadenscheinige Kosten zu verhindern.
Betrachter
14.07.2025, 19:11 Uhr
So ein
Schwachsinn! Zumindest in der Schulzeit sind Kopfnoten nicht verkehrt. Sie dienen Lehrern, Schülern und auch Eltern zur Orientierung. Kann mir auch nicht vorstellen, das es so ein immenser Zeitaufwand sein soll und dadurch andere Arbeiten nicht erledigt werden können.
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