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Mo, 11:55 Uhr
14.01.2002

Zwischen Schein und Realität

Nordhausen/Berlin (nnz). Die „Grüne Woche“ in Berlin ist nicht nur für Landwirte ein Top-Event, sondern auch für Thüringer Politiker. Einer davon ist Egon Primas (CDU). nnz hat sich mit ihm über Eindrücke und Schussfolgerungen unterhalten.


Auf der diesjährigen „Grünen Woche“ in Berlin spiegeln sich für den Landtagsabgeordneten zwei Welten wider: Die reale Welt und die von Bundesministerin Renate Kühnast. Die hat nach Primas seinen Auffassungen nur wenig oder nichts mit dem Berufsstand des Landwirtes am Hut. Während Frau Kühnast lediglich in Begleitung der Medien in den Hallen des ökologischen Landbaus unterwegs war, vermied sie doch weitestgehend den Kontakt mit der realen Welt.

Nicht so die Besucher in Berlin. Die konnten sich vor allem an den Thüringer Ständen von der Leistungskraft der Landwirtschaft, aber auch über deren Probleme informieren. Für die Thüringer Landwirtschaftspolitik komme es auch in diesem Jahr darauf an, den derzeitigen Status Quo zu halten. „Fast immer wenn im Kühnast-Ministerium irgendetwas beschlossen und entschieden wird, dann muß die Landesregierung regulierend eingreifen und die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen“, bilanziert Primas.

Der Norden Thüringens wurde auf der diesjährigen Leistungsschau vorwiegend durch das Eichsfeld vertreten. Der Landkreis Nordhausen war vermutlich in Berlin nicht dabei. Ist eigentlich nicht verwunderlich, denn die Eichsfelder haben wenigstens einen Schlachthof in Heiligenstadt vorzuweisen. Die Probleme sind dort aber die gleichen wie in Nordhausen und Umgebung. Sollten sich die Rahmenbedingungen für verschiedene Bereiche der Landwirtschaft nicht ändern, dann würden zahlreiche Unternehmen „die Segel streichen“. Statt einer reglementierten Landwirtschaftspolitik die Stirn zu bieten, würden schnell Produkte aus den Ländern auf den Markt kommen, die mit Verordnungen, Gesetzen oder Durchführungsbestimmungen den bäuerlichen Stand stärken, statt das Gegenteil zu bewirken, so das Fazit von Egon Primas.
Autor: nnz

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