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Do, 10:49 Uhr
15.05.2025
AkzeptGips an der Hochschule

Recyclinggips kostenlos testen

Mit dem Forschungsprojekt AkzeptGips als Teil des Verbundprojektes „Gipsrecycling als Chance für den Südharz“ werden neue Ansätze für die Akzeptanz und nachhaltige Nutzung von Recyclinggips entwickelt...

Ziel ist es, sowohl das Umweltbewusstsein zu stärken als auch die sogenannte „Attitude Behavior Gap“ am Beispiel Gips zu überwinden und die Absatzchancen von Recyclingprodukten durch geeignete Kommunikationsstrategien zu verbessern.

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„Attitude Behavior Gap“ bedeutet im Kontext des Projektes, dass aus einem grundsätzlichen Interesse für zirkulierende Stoffströme selten konkretes Handeln entsteht. Der Umweltnutzen von Alternativen zu Naturgips-Produkten soll daher multisensorisch vermittelt und mit individuellen Handlungsimpulsen verbunden werden. Damit wird angestrebt, die Verwendung von Recyclinggips alltagstauglich und in seinen vielen Facetten verständlich zu machen.

Ein wesentlicher Schritt zum Abschluss der Forschungsarbeiten ist ein wissenschaftliches Experiment, das Aufschluss darüber geben soll, wie groß die tatsächliche Nachfrage nach Recyclinggips von privaten Nutzern ist. Wer mitmacht, erhält kostenloses Material – zu bezahlen ist nur der Versand. Die Bestellung des kostenlosen Recyclinggipses ist möglich unter: https://recycling-gips.shop/. Jeder ist eingeladen, den Gips auszuprobieren und dadurch das Forschungsprojekt zu unterstützen. Der Recyclinggips eignet sich beispielsweise für kleinere Reparaturen beim Heimwerken und künstlerische Modellierungsarbeiten.

Als Botschafterin des wissenschaftlichen Experiments dient „Gipsi“ – eine Gelbbauchunke, die auf Grund der auf menschliches Verhalten orientierten Fragestellung nicht vollständig naturgetreu nachgebildet wurde. Aus einer Perspektive des Social Marketings macht „Gipsi“ in einer positiven Art und Weise auf die Themen Ressourcenschonung und Gipsrecycling aufmerksam. Tatsächlich gehört die Gelbbauchunke zu den stark gefährdeten Arten in Deutschland. Sie lebt in offenen Tümpeln mit wenig Vegetation – in Lebensräumen, wie sie bei ehemaligen Gipsabbaugebieten entstehen können.

Das Projekt AkzeptGips wird bis zum 30.09.2025 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Durchgeführt wird das Projekt federführend vom IPMG (Institut für Public Management und Governance) der Hochschule Nordhausen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Projektpartnern.

Zur Erreichung der Projektziele sind bereits zwei wesentliche Ergebnisse entstanden:

Das komplexe Genehmigungsverfahren des Naturgipsabbaus wurde in Form eines interaktiven Zeitstrahls visualisiert. Die Grafik unter https://der-weg-zum-gips.recycling-gips.shop/ veranschaulicht, dass das Verfahren aus einer langen Kette von Entscheidungen besteht, die politisch und öffentlich-rechtlich legitimiert sind. Erst am Ende dieser Legitimationskette dürfen Unternehmen Gips abbauen. Bis dahin können 25 Jahre vergehen. Zudem wird gezeigt, an welchen Stellen des Verfahrens Beteiligungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger möglich sind.

Als zweites Ergebnis wurde ein Wanderwegkonzept für einen Gipserlebnispfad entwickelt, welches neben Social-Marketing- und Renaturierungsmaßnahmen auch Ansätze zur digitalen Unterstützung dieser Überlegungen enthält. Ein Gipserlebnispfad bietet eine niedrigschwellige Möglichkeit, um das Bewusstsein der Menschen für die Bedeutung von Gips, Umweltschutz und Gipsrecycling zu stärken. Das Wanderwegkonzept wurde dem Unternehmen Saint-Gobain Formula zur Verfügung gestellt, welches in Walkenried einen eigenen Gipserlebnispfad geplant und im September 2024 eröffnet hat.

Die Hochschule Nordhausen hat seit 2019 die organisatorische und strategische Leitung des Verbundprojektes „Gipsrecycling als Chance für den Südharz“ übernommen, welches auf eine Steigerung der Potentiale im Bereich Gipsrecycling ausgerichtet ist. Die größten und hochreinen Sulfatlagerstätten in Deutschland gibt es im Südharzer Zechstein, der sich wie ein schmales Band auf maximal 7 km Breite und etwa 60 km Länge von Osterode in Niedersachsen in Niedersachsen bis nach Sangerhausen in Sachsen-Anhalt erstreckt. Das Bündnis des Verbundprojektes besteht aktuell aus 11 Bündnispartnern und 15 assoziierten Partnern und Akteuren aus Gesellschaft und Politik.
Autor: red

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