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So, 08:07 Uhr
12.11.2006

Zersetzte Partydroge Geldscheine?

Nordhausen (nnz). Seit Wochen rätseln die Ermittler über die Ursachen für den geheimnisvollen Zerfall mehrerer Euro-Scheine. Nun gibt es offenbar eine heiße Spur, über die nnz berichtet.


Anfang des Monats war bekannt geworden, dass in Deutschland seit dem Sommer etwa 1.500 Euro-Geldscheine aufgetaucht sind, die kurz nach ihrer Entnahme aus dem Geldautomaten zerfielen. Nachdem die Deutsche Bundesbank einen Herstellungsfehler ausgeschlossen hatte war vermutet worden, undichte Batterien in Geldscheinautomaten könnten zu der Zersetzung geführt haben. Auch über Erpressungsversuche wurde in den Medien spekuliert. Die zerfallenen Geldscheine waren in Berlin, Karlsruhe, Koblenz und zahlreichen weiteren deutschen Städten aufgetaucht

Das rheinland-pfälzische Landeskriminalamt und die Deutsche Bundesbank vermuten nun einem Medienbericht zufolge, dass Drogenkonsumenten die Geldscheine benutzt haben, um die Party-Droge "Crystal Speed" zu nehmen.

Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" berichtet, prüfen das Landeskriminalamt und die Bundesbank derzeit diese Möglichkeit. Es gilt die Frage zu klären, ob Sulfate aus der Droge in Verbindung mit Körperschweiß eine aggressive Säure bilden können. Die Geldscheine würden auf Drogenhaftung untersucht, wird ein Abteilungsleiter des rheinland-pfälzischen Landeskriminalamtes zitiert. Allerdings wollten weder das LKA in Mainz noch die Bundesbank den Bericht bestätigen.

Chrystal Speed wird in der Szene zunächst auf Geldscheinen zerkleinert, ausgestrichen und dann durch den gerollten Schein über die Nase eingezogen. Die jetzt vor allem in Osteuropa hergestellte Droge könnte mit Sulfaten verunreinigt sein, die in Verbindung mit Körperschweiß zur Zersetzung der Geldscheine geführt haben.

Nach Bundesbankangaben sind inzwischen rund 1700 zerfallene Banknoten registriert worden. Spezialisten der Landeskriminalämter (LKA) in Berlin und in Rheinland-Pfalz hatten bislang festgestellt, dass die "Brüchigkeit" durch das Einwirken von Chemikalien, wie sie in Industriereinigern vorkommen, entstanden sei. Die ersten Scheine waren nach Polizeiangaben im Juni in Berlin und Potsdam aufgetaucht.
Autor: js

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