Fr, 14:31 Uhr
10.11.2006
Aufbruch zu neuen Etagen
Nordhausen (nnz). Ein im letzten Jahr noch unvorstellbares Einvernehmen herrschte heute im Europazimmer des Nordhäuser Rathauses zwischen Stadt, Landkreis, Sportorganisationen, Fußballverband und dem Thüringenligisten Wacker 90. Dem Verein in der Parkallee soll bei seinen ehrgeizigen Rekonstruktionsplänen geholfen werden.
Bürgermeister Matthias Jendricke hatte sich demonstrativ an die Spitze der Initiative gestellt und in Absprache mit dem Wacker-Präsidium zu einem ersten konkreten Gespräch eingeladen. Neben dem Landrat Joachim Claus, KSB-Chef Siegfried Janiszewski und dem KFA-Vertreter Kurt Trost war auch der Vorsitzende des Thüringer Fußballverbandes Rainer Milkoreit aus Bad Blankenburg angereist. Allein diese Tatsache zeigt schon, wie ernst der TFV die Entwicklung in Nordhausen nimmt.
Präsident Zeitler umriss in seinem Eingangsstatement die drei wichtigsten Punkte:
1. Fußballfelder müssen dringend erneuert werden. Das Sozialgebäude soll ein zusätzliches Stockwerk erhalten.
2. ein Kunstrasenplatz wird dringend benötigt
3. die Lichtanlage im AKS reicht nicht aus.
Bürgermeister Jendricke betonte die Notwendigkeit der Rekonstruktionsmaßnahmen und unterstrich die Leuchtturmfunktion der Wacker-Fußballer mit ihrem Aufstiegsziel Oberliga. Dafür, so Jendricke, lohne es sich, alle Kräfte zu bündeln. Er schätzte auch ein, dass die Sympathiewerte des Vereins im gesamten Landkreis wieder deutlich gestiegen seien, was nicht zuletzt ein Verdienst der engagierten Arbeit des neuen Präsidiums wäre.
Der Vorsitzende des Kreissportbundes Siegfried Janiszewski schloss sich dieser Auffassung an, betonte aber auch, die Interessen aller Sportvereine wahren zu müssen.
Der Thüringer Fußballverbandsvorsitzende Rainer Milkoreit forderte die Anwesenden auf, eindeutige Prioritäten zu setzen. Er verwies auf die langjährige und sehr erfolgreiche Tradition des FSV Wacker 90, versprach seine Möglichkeiten bei der Vorbereitung auszuschöpfen und bot seine Hilfe bei informativen Kontakten mit antragserfahrenen Vereinen in Thüringen an.
Landrat Joachim Claus versprach, das in seiner Macht Stehende zu tun, um den Fußballern zu einem Kunstrasenplatz zu verhelfen und bot sich an, die Kontakte auf ministerieller Ebene herzustellen.
Für das Kultur- und Sportamt der Stadt lobte Frank Olech die gute Zusammenarbeit mit den Wacker-Verantwortlichen im letzten Jahr. Gemeinsam mit Bauamtsleiter Jens Kohlhause und Wacker-Präsident Zeitler wird er bis Ende November einen ersten konkreten Aufgabenplan erstellen. Bis Mitte nächsten Jahres sollen die einzelnen Projektpunkte auf den behördlichen Weg gebracht werden.

