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Mi, 11:22 Uhr
08.11.2006

SPIELRÄUME NUTZEN

Nordhausen (nnz). Zum 1. Januar 2007 werden die Sparer-Freibeträge erheblich reduziert. Doch kein Anleger muss dieser Entwicklung tatenlos zusehen: Durch eine geschickte und rechtzeitige Umstrukturierung des Portfolios lässt sich viel Geld sparen, wie Jan Oberbüchler, Leiter Privatkundengeschäft bei der Kreissparkasse Nordhausen, in einem nnz-Interview erläutert.


nnz: Herr Oberbüchler, zum Jahresbeginn werden die Sparer-Freibeträge gesenkt. Worauf müssen sich die Anleger einstellen?

Oberbüchler: Ab 2007 wird sich der jährliche Sparer-Freibetrag nahezu halbieren. Konnten Alleinstehende bislang 1.370 Euro und Verheiratete 2.740 Euro als Freibetrag veranschlagen, so sind es ab Januar nur noch 750 Euro beziehungsweise 1.500 Euro. Jeweils zuzüglich des Pauschbetrages in Höhe von 51 Euro bzw. 102 Euro. Der Fiskus zieht die Daumenschrauben also deutlich an. Die Sparkasse hatte bereits frühzeitig auf die Senkung reagiert und viele Kunden zu dieser Problematik umfassend beraten.

nnz: Lässt sich beziffern, ab welcher Vermögenshöhe die Änderungen greifen?

Oberbüchler: Schon bei Investoren mit mittlerem Anlagevermögen steigt die steuerliche Belastung von Kapitaleinkünften spürbar. Beträgt beispielsweise der steuerpflichtige Ertrag einer Anlage im Durchschnitt 3 Prozent pro Jahr, ist der Freistellungsauftrag nur noch bis zu einem Anlagebetrag von 26.700 Euro bei Alleinstehenden und 53.400 Euro bei Verheirateten ausreichend.

nnz: Wie können Investoren auf die Kürzung reagieren?

Oberbüchler: Anleger sollten die vorhandenen Spielräume nutzen und prüfen, ob eine Umschichtung ihrer Geldanlagen die Nachsteuerrendite erhöht. So entsteht eine Steuerersparnis in der Regel bei einem Wechsel von Zinspapieren zu Aktienanlagen. Denn anders als Dividenden, die nach dem Halbeinkünfteverfahren derzeit zu 50 Prozent steuerfrei sind, werden die Zinsen - etwa von Staatsanleihen oder Tagesgeldkonten - bei der Berechnung der Steuer voll berücksichtigt. Anleger, die ihre Freibeträge im Jahr 2006 noch nicht ausgeschöpft haben, sollten ihre Zinsanlagen daher eingehend unter die Lupe nehmen, um eventuell noch in diesem Jahr frei werdende Mittel steuerorientiert neu anzulegen.

nnz: Und welche Anlageformen bieten sich dafür an?

Oberbüchler: Grundsätzlich sind speziell solche Fonds und strukturierte Anlagen interessant, die zumindest einen Teil des Kapitals in den Aktienmarkt investieren. Die Dachfonds der Serie DekaStruktur: 4 – und hier insbesondere die Varianten „Wachstum“, „Chance“ und „ChancePlus“ – bieten eine systematische Anlage mit individuellem Chance-/Risiko-Profil. Ein Beispiel: DekaStruktur:4 ChancePlus mit 100 Prozent Aktienfonds-Anteil hatte zum Ausschüttungstermin im April 2006 einen steuerfreien Ertragsanteil von 98 Prozent bei einem Wertzuwachs innerhalb von 12 Monaten von gut 44 Prozent. Zur Beimischung bieten sich darüber hinaus Einzelfonds an, denn mit ihrer Hilfe lassen sich gezielt eigene Schwerpunkte im Depot setzen.

nnz: Können Sie einige Beispiele nennen?

Oberbüchler: Wer gezielt Chancen am deutschen Aktienmarkt sucht, liegt mit DekaFonds richtig: Dieser Fonds startete bereits vor 50 Jahren und sein Investmentkonzept hat sich seitdem über alle Börsenphasen hinweg bewährt, wie die Wertentwicklung zeigt: Im Durchschnitt erwirtschaftete DekaFonds seit 1956 pro Jahr eine Rendite von gut 9 Prozent.

nnz: Was würden Sie Sparern empfehlen, die sich für eine Anlage ohne Verlustrisiko interessieren?

Oberbüchler: Zum einen bietet die Sparkasse die Möglichkeit, mit ihren eigenen Inhaberschuldverschreibungen sichere und garantierte Zinszahlungen sowie steuerfreie Kursgewinne zu kombinieren. Wer sich eher am Aktienmarkt engagieren möchte und dabei das Risiko möglichst stark einschränken will, ist mit dem Deka-Best of Garant 10/2013 gut beraten. Dessen Konstruktion besteht aus sieben Deka Investmentfonds verschiedener Assetklassen, wie Aktien, Renten und alternativen Investments. Durch diesen Risiko-Mix können Sie von unterschiedlichen Marktphasen profitieren. Welche Anlage für den Einzelnen empfehlenswert ist, hängt allerdings stark vom individuellen Chance-/Risikoprofil ab. Das lässt sich ganz konkret in einem persönlichen Gespräch mit den Beraterinnen und Beratern der Kreissparkasse Nordhausen ermitteln, die dann auch die jeweils am besten geeigneten Anlageformen vorschlagen.

nnz: Vielen Dank für das Gespräch
Autor: nnz

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