eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
So, 12:19 Uhr
05.11.2006

Kein zweiter Fall Bruno

Nordhausen/Göttingen (nnz). Namhafte Wildtierfachleute aus ganz Europa, Bärenspezialisten, Luchsforscher und Wolfexperten sowie Vertreter von Naturschutzorganisationen haben heute an der internationalen Fachtagung in Göttingen eine Resolution verabschiedet. Diese soll Gerold Wucherpfennig, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten Thüringen, der Bundesregierung übergeben.


Im Jahr 2007 übernimmt die Bundesregierung den Vorsitz im Rat der Europäischen Union. Aufgrund dieser besonderen Verantwortung und dem dringenden Handlungsbedarf im Umgang mit wandernden Großraubtieren appellieren die Teilnehmer der Fachtagung auf eine rasche Umsetzung konkreter Schutzkonzepte.

Gefordert wird ein gesamteuropäisches Wildtiermanagement unter Beteiligung aller Staaten, die die Vorraussetzungen für die Wiedereinbürgerung von europäischen Großraubtieren bieten. Hierzu sollen schon vorhandene europaweit erarbeitete Aktionspläne genutzt und auf die jeweiligen Einzelstaaten angepasst werden. Als entscheidend für den Erfolg wird eine intensiv vorbereitete Öffentlichkeitsarbeit eingestuft. Diese und die nationalen Wildtiermanagementkonzepte sind mit allen betroffenen Flächenenutzern in Kooperation zu entwickeln.

Die europäischen Wildtierranger, die von den Kooperationspartnern Länder übergreifend ausgebildet, angestellt, ausgerüstet und eingesetzt werden, sollen einen professionellen Umgang mit den Wildtieren garantieren. Ebenso ist ein wissenschaftliches Monitoring-Programm notwendig. Diese Dokumentation ist Grundlage für zukünftige Planungen erforderlich.

Einen zweiten Fall Bruno darf es nicht mehr geben. Konzept- und Ratlosigkeit führten dazu, dass der erste Bär nach 170 Jahren in Deutschland abgeschossen wurde. Während es in anderen Ländern, wie z.B. Österreich und Schweiz, gescheite Konzepte zum Umgang mit Wildtieren gibt, „...ist nun das Engagement des Bundes ebenso erforderlich wie anspruchsvolle nationale und internationale Bemühungen zum Schutz von Bär, Wolf und Luchs. Schließlich sind sie so außergewöhnliche Flaggschiffe für den Naturschutz in Deutschland...“, so Bundesumweltminister und Schirmherr dieser zweitägigen Fachtagung, Sigmar Gabriel, in seinem Grußwort.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)