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Fr, 12:39 Uhr
03.11.2006

Frauennetzwerk präsentiert Ausstellung

Nordhausen (nnz). Anlässlich des internationalen Gedenktages "NEIN zu Gewalt an Frauen!" am 25. November entwickelte TERRE DES FEMMES im Jahre 2001 die Fahnenaktion. Diese Aktion wurde von zahlreichen Frauenbeauftragten, Gemeinden und verschiedenen anderen Verbänden aufgegriffen und mit getragen. In Nordhausen wird zudem eine bedrückende Ausstellung gezeigt.


Mittlerweile zieht die Fahnenaktion weite Kreise. Es werden mehr als 3000 Fahnen und Banner in über 800 Gemeinden und Städten gehisst. Im Rahmen der Fahnenaktion rund um den 25. November finden im gesamten Bundesgebiet zahlreiche Veranstaltungen statt.

Dieses Jahr ist der 25. November 2006 der Auftakt zu der zweijährigen Kampagne "Nein zu Häuslicher Gewalt - Frauen schlägt mann nicht". Laut der Studie "Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland" vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erleben etwa 40% der in Deutschland lebenden Frauen körperliche und sexuelle Gewalt innerhalb von Familien- und Paarbeziehungen. Trotzdem handelt es sich bei Häuslicher Gewalt noch immer um ein gesellschaftliches Tabuthema. TERRE DES FEMMES tritt dafür ein, dass das Schweigen gebrochen wird und dass Häusliche Gewalt als gesellschaftliches Phänomen begriffen wird, das alle angeht.

Auch das Nordhäuser Frauennetzwerk beteiligte sich in den letzten Jahren neben der Fahnenaktion mit den unterschiedlichsten Veranstaltungen wie z. B. Diskussionsrunden zu regionalen Hilfeangeboten. In diesem Jahr braucht Frau aber auch Mann „Mut zum Hinsehen“. Im Tabakspeicher Nordhausen werden am 29.11.2006 von 13 bis 17.00 Uhr Teile der Ausstellung „Opfer“ präsentiert.

Opfer brauchen eine Lobby, brauchen Aufmerksamkeit und Solidarität von allen. Die Ausstellung vereint dies zu einem eindringlichen, unbequemen und vereinzelt auch bewusst provokanten Projekt, das Bewusstsein schaffen und vertiefen will.

Kriminalität und Gewalt haben viele Gesichter. Die Ausstellung „Opfer“ fordert Mut zum Hinsehen. Wegsehen lässt die Betroffenen im Stich und stärkt die Täter.
Autor: nnz

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