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Mi, 11:38 Uhr
01.11.2006

Vergessene Vergangenheit

Nordhausen (nnz). Das Heft 4/2006 der „Nordhäuser Nachrichten - Südharzer Heimatblätter“ ist erschienen und ist ab sofort in der Stadtinformation am Rathaus sowie in der Buchhandlung Rose erhältlich. Was nicht nur die Historiker-Freund in der letzten Ausgabe dieses Jahres erwartet, das hat die nnz erfahren.


NN (Foto: psv) NN (Foto: psv) In der aktuellen Ausgabe wird an einen fast vergessenen Nordhäuser Naturwissenschaftler erinnert. Der Vater von Leonhard Volkmar Baltzer (geb. 1847, gest. 1885) war der bekannte Prediger der „Freien protestantischen Gemeinde“ in Nordhausen, Eduard Baltzer. Der Sohn Leonhard Volkmar war ein zu seiner Zeit bekannter Buchautor und Naturwissenschaftler. Da er mit seinem Vater bald nach Grötzingen ging und in Nordhausen nur wenige Jahre wirkte, geriet er bald in Vergessenheit. Im vorliegenden Beitrag möchte Klaus Jörg Bartel an diese Nordhäuser Persönlichkeit erinnern.

Der Beitrag von Dr. Peter Kuhlbrodt ist ein Zwischenbericht zu seinen Recherchen, die er in Abstimmung mit der Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung zur Problematik der Beziehungen des Rates der Reichsstadt Nordhausen und seiner Bürger zu den Grafen von Stolberg untersucht hat. Bei seinen Nachforschungen, vor allem in Wernigerode, fand er zahlreiche Hinweise auf die Beziehungen der Stadt zu den Stolberger Grafenhäusern. Anhand von ausgewählten Beispielen gibt er einen Überblick über die Vielfalt dieser Beziehungen.

An ein, in der letzten Zeit oft diskutiertem Kapitel der Nordhäuser Geschichte, knüpft der Beitrag von Ralf Junge – „Vergessene Vergangenheit – Zwangsarbeiter in Nordhausen“ an. Beim Besuch von Frau Sinaida Isossimowa in Nordhausen kam er mit ihr ins Gespräch und erfuhr dabei viel Wissenswertes aus dieser Zeit. Sie war als 15jährige zusammen mit ihrer Mutter und Schwester im September 1942 von Sewastopol nach Deutschland gebracht worden, wo sie im Lager am Van-der-Foehr-Damm untergebracht waren, und bei der Firma Schmidt, Kranz & Co. bis zur Zerstörung der Stadt arbeiteten.

Mit der Geschichte der Villa Lindenhof und ihrem Park beschäftigte sich Heidelore Kneffel in ihrem Beitrag. Ihr Vater war am Institut für Lehrerbildung im Gebäude tätig, und so kam es, dass sie oft das Haus und den Park besuchte. Ihre Gedanken über diese Zeit fließen ein in einer Rückschau auf die Geschichte des Hauses als Villa von Moritz Riemann, als Lindenhof-Museum der Stadt, und als Gebäude des Instituts für Lehrerbildung (IfL) und dem Staatlichen Studienseminar für das Lehramt an Grund- und Regelschulen bis 1996. 1998 erwarb die „Südharz-Krankenhaus gGmbH“ das Grundstück.

Das Stadtarchiv dankt auf den letzten Seiten des Heftes für die vielen Spenden aus der Bevölkerung. So erhielt das Archiv in diesem Jahr wieder sehr wertvolle Dokumente zur Industrie-, Stadt- und Vereinsgeschichte von Horst Kieber. Fritz Reinboth übergab dem Archiv den Nachlass von Dr. Friedrich Stolberg. Darunter sind auch die Tagebücher bzw. Grundrisse von Höhlen des Südharzes. Gedankt sei auch allen Spendern, die dem Stadtarchiv Geldspenden zukommen ließen.
Autor: nnz

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