Mo, 07:13 Uhr
30.10.2006
Den Opfern gedenken
Nordhausen (nnz). Am 9. November gedenkt die Stadt Nordhausen der Opfer der antijüdischen Pogromnacht vom 9. zum 10. November 1938. Was für diesen Tag geplant ist, das hat die nnz erfahren.
Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) wird gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Kirchen und Gesellschaft einen Kranz am Gedenkstein für die ehemalige Synagoge am Pferdemarkt niederlegen. Alle Nordhäuserinnen und Nordhäuser sind dazu herzlich eingeladen.
In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 waren die Nationalsozialisten zur Synagoge am Pferdemarkt gekommen. Sie brachen die Tür auf und setzten alles in Flammen. Das Gotteshaus brannte in dieser Nacht vollständig aus. Dies war das Ende einer fast hundertjährigen Synagogentradition am Pferdemarkt. Am nächsten Tag wurden 82 Männer aus Nordhausen und Umgebung in das Konzentrationslager Buchenwald gebracht.
Unter ihnen auch Kantor Singer und sein Vater. Eduard Singer starb am 23. November 1938 an den Folgen einer besonders grausamen Folter durch die SS. Sein Sohn musste dies mit ansehen. Daraufhin nutzte er einen unbewachten Moment, sprang in die Latrinengrube und erstickte an den Fäkalien. Die Kantorfamilie Singer war unter 35.000 jüdischen Bürgern, die in der so genannten Reichskristallnacht verschleppt wurden. Die Nordhäuser Synagoge war eine von 191 im gesamten Reich, die zerstört wurden.
Autor: nnzBürgermeister Matthias Jendricke (SPD) wird gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Kirchen und Gesellschaft einen Kranz am Gedenkstein für die ehemalige Synagoge am Pferdemarkt niederlegen. Alle Nordhäuserinnen und Nordhäuser sind dazu herzlich eingeladen.
In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 waren die Nationalsozialisten zur Synagoge am Pferdemarkt gekommen. Sie brachen die Tür auf und setzten alles in Flammen. Das Gotteshaus brannte in dieser Nacht vollständig aus. Dies war das Ende einer fast hundertjährigen Synagogentradition am Pferdemarkt. Am nächsten Tag wurden 82 Männer aus Nordhausen und Umgebung in das Konzentrationslager Buchenwald gebracht.
Unter ihnen auch Kantor Singer und sein Vater. Eduard Singer starb am 23. November 1938 an den Folgen einer besonders grausamen Folter durch die SS. Sein Sohn musste dies mit ansehen. Daraufhin nutzte er einen unbewachten Moment, sprang in die Latrinengrube und erstickte an den Fäkalien. Die Kantorfamilie Singer war unter 35.000 jüdischen Bürgern, die in der so genannten Reichskristallnacht verschleppt wurden. Die Nordhäuser Synagoge war eine von 191 im gesamten Reich, die zerstört wurden.

