Fr, 08:35 Uhr
21.02.2025
nnz-Forumsbeitrag von Joachim Retzek
Die Welt ist im Wandel
Stimmt, das ist eigentlich nichts Neues. Der Fortschritt schreitet voran, die Menschen werden immer älter und alles wird besser. Echt super, dieser Wandel unserer Welt...
Höre ich da vielleicht leichte Zweifel? Hm, irgendwie ist hier etwas nicht so stimmig. Damals, als es noch keine Telefone für alle gab und wir als Kinder noch mit der Milchkanne zum Milchladen gehen mussten (mit eigenen Füßen, sozusagen) um Milch zu kaufen; war die Gemeinschaft eine völlig andere als sie es heute ist.
Da gab es noch Freundschaften, die noch hielten, auch wenn es manchmal Krisen gab. Da traf man sich noch nach Feierabend einfach so auf der Bank vor dem Haus, um Neuigkeiten auszutauschen oder sich einfach nur zu unterhalten. Treffen wurden vereinbart, Feste organisiert und über die Arbeit wurde gesprochen – und natürlich über das Wetter, was immer ein Thema war. Wollten wir, als Kinder, mit einem Freund reden, mussten wir zu ihm hinlaufen oder mit dem Fahrrad fahren (wer denn eines hatte) und klingeln.
Gemeinsam Wandern oder Schwimmen gehen, Sterne beobachten und in der Natur leben, auf echte Bäume klettern, im Winter bis zum Dunkelwerden Schlittenfahren auf dem nahegelegenen Schifner (auch wenn die Eltern uns damals immer wieder ermahnten, nach Hause zu kommen, wenn es dunkel wird); das war ein Teil des Lebens für uns Kinder früher. Auch mussten wir noch am Samstag in die Schule, was zwar nicht so toll für uns war, aber es war halt so.
Das freie und selbstständige Lernen, eigene Entscheidungen treffen und natürlich auch die Konsequenzen daraus tragen, das alles war für unsere Generation damals eine Lebensschule. Stimmt, die Sechziger Jahre sind längst vorbei und der Fortschritt hat überall Einzug gehalten. Handy, Computer, Internet, Online-Spiele, etc. sind heute aktuell und nicht mehr wegzudenken - und das alles ist wirklich eine super Sache, wenn man diese sinnvoll nutzt.
Und ja, die Welt hat sich wirklich verändert – leider aber nicht immer zum Guten (wir alle wissen, was das bedeutet).
Joachim Retzek
Foto: Joachim Retzek Ein Picknick 1963
Auch deshalb, liebe Leserschaft, müssen wir uns wieder mehr für ein Miteinander bemühen, um für unsere Kinder sowie auch für die nächsten Generationen das Leben lebenswert zu erhalten. In diesem Sinne, bleiben Sie gesund. Ihr Joachim Retzek aus Büttstedt.
Autor: redHöre ich da vielleicht leichte Zweifel? Hm, irgendwie ist hier etwas nicht so stimmig. Damals, als es noch keine Telefone für alle gab und wir als Kinder noch mit der Milchkanne zum Milchladen gehen mussten (mit eigenen Füßen, sozusagen) um Milch zu kaufen; war die Gemeinschaft eine völlig andere als sie es heute ist.
Da gab es noch Freundschaften, die noch hielten, auch wenn es manchmal Krisen gab. Da traf man sich noch nach Feierabend einfach so auf der Bank vor dem Haus, um Neuigkeiten auszutauschen oder sich einfach nur zu unterhalten. Treffen wurden vereinbart, Feste organisiert und über die Arbeit wurde gesprochen – und natürlich über das Wetter, was immer ein Thema war. Wollten wir, als Kinder, mit einem Freund reden, mussten wir zu ihm hinlaufen oder mit dem Fahrrad fahren (wer denn eines hatte) und klingeln.
Gemeinsam Wandern oder Schwimmen gehen, Sterne beobachten und in der Natur leben, auf echte Bäume klettern, im Winter bis zum Dunkelwerden Schlittenfahren auf dem nahegelegenen Schifner (auch wenn die Eltern uns damals immer wieder ermahnten, nach Hause zu kommen, wenn es dunkel wird); das war ein Teil des Lebens für uns Kinder früher. Auch mussten wir noch am Samstag in die Schule, was zwar nicht so toll für uns war, aber es war halt so.
Das freie und selbstständige Lernen, eigene Entscheidungen treffen und natürlich auch die Konsequenzen daraus tragen, das alles war für unsere Generation damals eine Lebensschule. Stimmt, die Sechziger Jahre sind längst vorbei und der Fortschritt hat überall Einzug gehalten. Handy, Computer, Internet, Online-Spiele, etc. sind heute aktuell und nicht mehr wegzudenken - und das alles ist wirklich eine super Sache, wenn man diese sinnvoll nutzt.
Und ja, die Welt hat sich wirklich verändert – leider aber nicht immer zum Guten (wir alle wissen, was das bedeutet).
Joachim Retzek
Foto: Joachim Retzek Ein Picknick 1963
Auch deshalb, liebe Leserschaft, müssen wir uns wieder mehr für ein Miteinander bemühen, um für unsere Kinder sowie auch für die nächsten Generationen das Leben lebenswert zu erhalten. In diesem Sinne, bleiben Sie gesund. Ihr Joachim Retzek aus Büttstedt.
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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