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Fr, 08:35 Uhr
21.02.2025
nnz-Forumsbeitrag von Joachim Retzek

Die Welt ist im Wandel

Stimmt, das ist eigentlich nichts Neues. Der „Fortschritt“ schreitet voran, die Menschen werden immer älter und alles wird besser. Echt super, dieser Wandel unserer Welt...

Picknick im Jahre 1963 (Foto: J.Retzek) Picknick im Jahre 1963 (Foto: J.Retzek)


„Höre ich da vielleicht leichte Zweifel?“ Hm, irgendwie ist hier etwas nicht so stimmig. Damals, als es noch keine Telefone für alle gab und wir als Kinder noch mit der Milchkanne zum „Milchladen“ gehen mussten (mit eigenen Füßen, sozusagen) um Milch zu kaufen; war die Gemeinschaft eine völlig andere als sie es heute ist.

Da gab es noch Freundschaften, die noch hielten, auch wenn es manchmal Krisen gab. Da traf „man“ sich noch nach Feierabend einfach so auf der Bank vor dem Haus, um Neuigkeiten auszutauschen oder sich einfach nur zu unterhalten. Treffen wurden vereinbart, Feste organisiert und über die Arbeit wurde gesprochen – und natürlich über das Wetter, was immer ein Thema war. Wollten wir, als Kinder, mit einem Freund reden, mussten wir zu ihm hinlaufen oder mit dem Fahrrad fahren (wer denn eines hatte) und klingeln.

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Gemeinsam Wandern oder Schwimmen gehen, Sterne beobachten und in der Natur leben, auf echte Bäume klettern, im Winter bis zum Dunkelwerden Schlittenfahren auf dem nahegelegenen „Schifner“ (auch wenn die Eltern uns damals immer wieder ermahnten, nach Hause zu kommen, wenn es dunkel wird); das war ein Teil des Lebens für uns Kinder früher. Auch mussten wir noch am Samstag in die Schule, was zwar nicht so toll für uns war, aber es war halt so.

Das freie und selbstständige Lernen, eigene Entscheidungen treffen und natürlich auch die Konsequenzen daraus tragen, das alles war für unsere Generation damals eine Lebensschule. Stimmt, die Sechziger Jahre sind längst vorbei und der „Fortschritt“ hat überall Einzug gehalten. Handy, Computer, Internet, Online-Spiele, etc. sind heute aktuell und nicht mehr wegzudenken - und das alles ist wirklich eine super Sache, wenn „man“ diese sinnvoll nutzt.

Und ja, die Welt hat sich wirklich verändert – leider aber nicht immer zum Guten (wir alle wissen, was das bedeutet).

Joachim Retzek












Foto: Joachim Retzek „Ein Picknick 1963“

Auch deshalb, liebe Leserschaft, müssen wir uns wieder mehr für ein Miteinander bemühen, um für unsere Kinder sowie auch für die nächsten Generationen das Leben lebenswert zu erhalten. In diesem Sinne, bleiben Sie gesund. Ihr Joachim Retzek aus Büttstedt.
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
KeinKreisverkehr
21.02.2025, 08:56 Uhr
Die Dualität
Einerseits beklagt die ältere Generation, dass man ja nicht mehr nach draußen geht, zu den Freunden im Nachbardorf mit dem Rad fährt oder läuft. Oder sich Mal vor die Haustüre setzt und quatscht.

Andererseits ist es auch diese Generation die gegen Rad und Fußwegen zwischen Dörfern wettert... und damit die Rahmenbedingungen für dieses "Miteinander" verhindert.

Ich setze mich nicht gerne an die Durchgangsstraße am Nachmittag und Versuche mich zu unterhalten. Viel zu laut!
Schon lustig
Jäger53
21.02.2025, 09:38 Uhr
Wandel
Die Welt wurde und wird weiter zerstört und das nennt man Wandel. Man lernt eben immer dazu.
Kuller2022
21.02.2025, 10:13 Uhr
Im Rückblick
verklärt es sich fast immer ins Schöne . Aus den Zeilen des Autors entnehme ich (80)daß er doch schon etwas betagter sein muss. Auch ich habe die Milch noch eigenfüßig mit der Kanne geholt Jetzt jedoch ,man kommt z.Z.ja nicht daran vorbei wenn man in die Zukunft blickt,daß mich eine tiefe Sorge umtreibt.Angst -nein. Habe mein Leben doch gelebt.
Sorge um Kinder und Enkel.Der mächtigste Mann der Welt ist ein nur auf sich bezogener Irrer der versucht die Welt ins Chaos zu stürzen .Werde nicht näher auf dieses Dilemma eingehen .Habe dieses als Kommentar schon anderweitig kundgetan.Ich wünsche mir daß die Menschen wieder mehr Empathie in ihre Gene bekommen und man künftig Konflikte friedlicher löst..Wird es nur ein frommer Wunsch bleiben oder....
P.Burkhardt
21.02.2025, 12:15 Uhr
schöne Nostalgie...
...und ich bin sicher, dass es in 50 Jahren auch Menschen geben wird, die nostalgisch verklärt mit Tränen der Sehnsucht in den Augen auf die heutige Zeit zurück blicken werden.

Es liegt in der Natur der Sache, dass Negativa im Laufe der Jahre weniger präsent sind, wie erlebte Positiva.
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