Mo, 10:25 Uhr
07.01.2002
Ins Neue Jahr mit Zwangsversteigerung
Nordhausen (nnz). Die Horror-Nachrichten des neuen Jahres reißen nicht ab. Eine Nordhäuser Institution kommt jetzt unter den Hammer.
Seit 68 Jahren befindet sich das Hotel Zur Sonne im Besitz der Familie Triebel. Jetzt ist Schluß. Mit Beginn des Jahres 2002 ist das Haus in der Halleschen Straße geschlossen. Wirtschaftlich war die Einrichtung nicht mehr zu halten, beschreibt Gabriele Triebel die derzeitige Situation für die nnz. Lange Zeit schwebte bereits das Damoklesschwert der Insolvenz über das Haus, jetzt wird es zwangsversteigert.
Dabei starteten die Triebels recht hoffnungsfroh in die Zeit nach der Wende. Die Auslastung des Hauses war vielversprechend. Die Aufbauhelfer aus dem Westen logierten an der Halleschen Straße. Doch die wanderten entweder weiter oder ließen sich häuslich in und um Nordhausen nieder. Die Wirtschaft brach ein, Neues entstand nicht, Vertreter wurden immer rarer, der Fremdenverkehr in der Stadt Nordhausen legte nicht zu. Hinzu kommt, dass die Triebels - wie viele andere Gewerbetreibende - mit Beginn des neuen Zeitalters den falschen Beratern aufsaßen. Solche Verträge würde heute keiner mehr abschließen, blickt die letzte Chefin des Hauses bitter zurück. Obwohl die DEHOGA dem Haus eine recht gute und vor allem solide Auslastung bescheinigte, konnten die 1,2 Millionen Mark, die letztlich eine Gläubigerbank verlangte, nicht aufgebracht werden. Dafür reicht der Umsatz einfach nicht aus. Noch vor einem Jahr wurde dem Hotel das Prädikat Thüringer Gastlichkeit verliehen.
Ende des Monats soll das Haus an der Halleschen Straße am Nordhäuser Amtsgericht zwangsversteigert werden. Eine Weiterbetreibung als Hotel ist auch danach höchstwahrscheinlich ausgeschlossen. Eine weitere Nordhäuser Instanz ist damit Geschichte.
Autor: nnzSeit 68 Jahren befindet sich das Hotel Zur Sonne im Besitz der Familie Triebel. Jetzt ist Schluß. Mit Beginn des Jahres 2002 ist das Haus in der Halleschen Straße geschlossen. Wirtschaftlich war die Einrichtung nicht mehr zu halten, beschreibt Gabriele Triebel die derzeitige Situation für die nnz. Lange Zeit schwebte bereits das Damoklesschwert der Insolvenz über das Haus, jetzt wird es zwangsversteigert.
Dabei starteten die Triebels recht hoffnungsfroh in die Zeit nach der Wende. Die Auslastung des Hauses war vielversprechend. Die Aufbauhelfer aus dem Westen logierten an der Halleschen Straße. Doch die wanderten entweder weiter oder ließen sich häuslich in und um Nordhausen nieder. Die Wirtschaft brach ein, Neues entstand nicht, Vertreter wurden immer rarer, der Fremdenverkehr in der Stadt Nordhausen legte nicht zu. Hinzu kommt, dass die Triebels - wie viele andere Gewerbetreibende - mit Beginn des neuen Zeitalters den falschen Beratern aufsaßen. Solche Verträge würde heute keiner mehr abschließen, blickt die letzte Chefin des Hauses bitter zurück. Obwohl die DEHOGA dem Haus eine recht gute und vor allem solide Auslastung bescheinigte, konnten die 1,2 Millionen Mark, die letztlich eine Gläubigerbank verlangte, nicht aufgebracht werden. Dafür reicht der Umsatz einfach nicht aus. Noch vor einem Jahr wurde dem Hotel das Prädikat Thüringer Gastlichkeit verliehen.
Ende des Monats soll das Haus an der Halleschen Straße am Nordhäuser Amtsgericht zwangsversteigert werden. Eine Weiterbetreibung als Hotel ist auch danach höchstwahrscheinlich ausgeschlossen. Eine weitere Nordhäuser Instanz ist damit Geschichte.

