Sa, 09:43 Uhr
05.01.2002
nnz-Rückspiegel: 5. Januar 2001
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.
Wacker-Präsident im nnz-Gespräch: Wir fühlen uns im Stich gelassen
Am Nachmittag könnte John Ebikurogha in Nordhausen ankommen. Der 22-jährige Nigerianer soll in den kommenden 18 Monaten in Nordhausen für Wacker an den Ball treten und für neuen Schwung im Mittelfeld des Oberligisten sorgen. Wacker-Präsident Wolfgang Lutze rechnet damit, daß der Neuzugang bereits am Sonntag beim 3. Internationalen Hallenfußballturnier in der Wiedigsburghalle (Beginn: 13.30 Uhr) dabei sein kann. Derzeit plagen den Verein jedoch wieder Sorgen. So konnte der avisierte Partner für Trainer Dirk Fuhrmann immer noch nicht gebunden werden. Dessen Stelle nimmt derzeit Mittelfeldspieler Marco Große ein. Große wird als erfahrener Spieler und ausgebildeter Physiotherapeut auch im Trainingslager ab Dienstag der Mannschaft zur Verfügung stehen.
Enttäuscht zeigte sich Lutze jedoch von den Partnern, die noch vor Monaten ihre Zusage zur Zusammenarbeit bekundet hatten. Jetzt, da Hilfe vor allem in finanzieller Hinsicht notwendig ist, bleiben die Unterstützer aus. Vielmehr würden sich einige Sponsoren aus den alten Bundesländern von Nordhausen abwenden und vor allem im Raum Bad Sachsa etablieren. Als ein Beispiel führte der Präsident das (Nicht)Engagement der Firma SAKRET an, weitere Unternehmen könnten genannt werden. Noch seien die Hintergründe des Rückzugs nicht zu erkennen, vor allem beim Vergleich der sportlichen Stärke beider Mannschaften. Auch von vielen Mitgliedern des Vereins ist Wolfgang Lutz maßlos enttäuscht. Man bekenne sich nicht zum Verein, auch nicht in der jetzigen Situation, in der die wirtschaftliche Talfahrt beendet ist. Ein Beispiel hierfür sei die Nachwuchsarbeit. Hintere Tabellenplätze sind der Ausdruck dafür, daß es auch an engagierten Übungsleitern mangele. Die stünden, so Lutze zur nnz, eher am Spielfeldrand und lächelten, wenn der Wacker-Nachwuchs von Mannschaften wie Görsbach oder Heringen als Verlierer nach Hause geschickt wird.
Gipsabbau: Becker verlangt von Landesregierung Aufklärung
Mit einer mündlichen Anfrage an den Thüringer Landtag hat die SPD-Abgeordnete Dagmar Becker auf den geplanten Gipsabbau in der Rüdigsdorfer Schweiz aufmerksam gemacht. In einem Brief an den damaligen Chef der Treuhandanstalt, Detlev Rohwedder, habe der ehemalige Thüringer Umweltminister Hartmut Sieckmann zum Verkauf von Bergwerkseigentum im Bereich des Südharzer Zechsteingürtels Stellung genommen. Darin soll er dem Verkauf zugestimmt haben, trotz Vorbehalte aus Sicht des Naturschutzes. Dagmar Becker verlangt nun von der Landesregierung Aufklärung zu diesem Brief. Vor allem will sie wissen, wie die jetzige Landesregierung die im Brief getroffenen Aussagen zur Vereinbarkeit von Naturschutz und Gipsabbau bewertet? Weiterhin verlangt sie Aufklärung darüber, was die Landesregierung unternehmen will, um die Belange des Naturschutzes bei der Zulassung der Betriebspläne zu berücksichtigen.
IHK bewertet Herausgabe von Existenzgründerpaß als Erfolg
Im Jahr 2000 wurden durch die regionalen Service-Center der IHK in Nordhausen, Artern und Heiligenstadt 108 Pässe für Existenzgründer ausgegeben. Der Paß beinhaltet einen individuellen Betreuungsplan mit Gutscheinen für verschiedene Elemente der Begleitung von Existenzgründungen. Ziel der Herausgabe des Passes ist es, Interessenten entsprechend ihren Voraussetzungen und den künftigen Anforderungen der Branche zu begleiten, die Qualität der Konzepte zu erhöhen sowie die Zahl der langfristig erfolgreichen Unternehmensgründungen zu steigern, erläutert der Geschäftsführer des Nordhäuser IHK-Centers, Udo Rockmann gegenüber nnz. Der Existenzgründerpaß wird seit 1998 von der IHK in Zusammenarbeit mit dem Nordhäuser Arbeitsamt ausgegeben.
DAAD spendiert 5.000 Mark für Nordhäuser Studenten-Projekt
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert eine Initiative von Studenten der Nordhäuser Fachhochschule (FHN) mit 5.000 Mark. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, ausländische Studenten und Mitglieder des Studienkollegs während ihres Aufenthaltes in Nordhausen zu integrieren. Das soll durch gemeinsame Aktivitäten in den Bereichen Kultur, Sport und Lernen geschehen. Weiterhin sollen Patenschaften zwischen deutschen und internationalen Studenten vorbereitet und übernommen werden, teilt die FHN heute mit. Der Betrag von 5.000 Mark gebe den Studenten die Möglichkeit, viele der angedachten Projekte zu realisieren. Zunächst soll das geplante integrierte Wohnen in einem neu zu beziehenden Wohnheim auf dem Campus Weinberghof verwirklicht werden. In den jeweiligen Wohneinheiten werden deutsche und ausländischen Studenten gemeinsam wohnen, um so die Einbeziehung der Kollegen aus dem Ausland in alle Facetten des studentischen Alltags auszuweiten. Insgesamt hat der DAAD 100.000 Mark für derartige Hochschulprojekte vergeben.
Falsch deklariertes Ziegenmilchpulver im Landkreis gefunden
Thüringer Lebensmittelkontrolleure haben im Landkreis Nordhausen Ziegenmilchpulver der Firma SERAMO Naturprodukte GmbH aus Ganderkesee gefunden. In dem Produkt wurde unzulässiges Kuhmilchkasein nachgewiesen. Das Unternehmen soll nach nnz-Informationen bereits einen Rückruf der beanstandeten Produkte eingeleitet haben. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, daß sich noch Ware im Einzelhandel befindet, teilte das Landesverwaltungsamt auf Anfrage mit. Das Produkt mit der Bezeichnung Ziegenmilchpulver, pasteurisiert, sprühgetrocknet wurde in Dosen á 250 Gramm und in Kunststoffbeuteln á 750 Gramm mit der Zusatzbezeichnung Ziegenmilch ist ein idealer Ersatz für alle Fälle, in denen Unverträglichkeit mit Kuhmilch gegeben ist in den Verkehr gebracht. Auf Grund des nachgewiesenen Kuhmilchkaseins ist das Lebensmittel bei Kuhmilch-Allergikern je nach Empfindlichkeit geeignet, allergische Reaktionen bzw. Unverträglichkeiten auszulösen. Das Thüringer Landesverwaltungsamt empfiehlt deshalb Personen, die auf Kuhmilch allergisch reagieren, dieses Produkt nicht zu verzehren. Für nicht allergische Personen ist der Verzehr jedoch unbedenklich.
Autor: nnzWacker-Präsident im nnz-Gespräch: Wir fühlen uns im Stich gelassen
Am Nachmittag könnte John Ebikurogha in Nordhausen ankommen. Der 22-jährige Nigerianer soll in den kommenden 18 Monaten in Nordhausen für Wacker an den Ball treten und für neuen Schwung im Mittelfeld des Oberligisten sorgen. Wacker-Präsident Wolfgang Lutze rechnet damit, daß der Neuzugang bereits am Sonntag beim 3. Internationalen Hallenfußballturnier in der Wiedigsburghalle (Beginn: 13.30 Uhr) dabei sein kann. Derzeit plagen den Verein jedoch wieder Sorgen. So konnte der avisierte Partner für Trainer Dirk Fuhrmann immer noch nicht gebunden werden. Dessen Stelle nimmt derzeit Mittelfeldspieler Marco Große ein. Große wird als erfahrener Spieler und ausgebildeter Physiotherapeut auch im Trainingslager ab Dienstag der Mannschaft zur Verfügung stehen.
Enttäuscht zeigte sich Lutze jedoch von den Partnern, die noch vor Monaten ihre Zusage zur Zusammenarbeit bekundet hatten. Jetzt, da Hilfe vor allem in finanzieller Hinsicht notwendig ist, bleiben die Unterstützer aus. Vielmehr würden sich einige Sponsoren aus den alten Bundesländern von Nordhausen abwenden und vor allem im Raum Bad Sachsa etablieren. Als ein Beispiel führte der Präsident das (Nicht)Engagement der Firma SAKRET an, weitere Unternehmen könnten genannt werden. Noch seien die Hintergründe des Rückzugs nicht zu erkennen, vor allem beim Vergleich der sportlichen Stärke beider Mannschaften. Auch von vielen Mitgliedern des Vereins ist Wolfgang Lutz maßlos enttäuscht. Man bekenne sich nicht zum Verein, auch nicht in der jetzigen Situation, in der die wirtschaftliche Talfahrt beendet ist. Ein Beispiel hierfür sei die Nachwuchsarbeit. Hintere Tabellenplätze sind der Ausdruck dafür, daß es auch an engagierten Übungsleitern mangele. Die stünden, so Lutze zur nnz, eher am Spielfeldrand und lächelten, wenn der Wacker-Nachwuchs von Mannschaften wie Görsbach oder Heringen als Verlierer nach Hause geschickt wird.
Gipsabbau: Becker verlangt von Landesregierung Aufklärung
Mit einer mündlichen Anfrage an den Thüringer Landtag hat die SPD-Abgeordnete Dagmar Becker auf den geplanten Gipsabbau in der Rüdigsdorfer Schweiz aufmerksam gemacht. In einem Brief an den damaligen Chef der Treuhandanstalt, Detlev Rohwedder, habe der ehemalige Thüringer Umweltminister Hartmut Sieckmann zum Verkauf von Bergwerkseigentum im Bereich des Südharzer Zechsteingürtels Stellung genommen. Darin soll er dem Verkauf zugestimmt haben, trotz Vorbehalte aus Sicht des Naturschutzes. Dagmar Becker verlangt nun von der Landesregierung Aufklärung zu diesem Brief. Vor allem will sie wissen, wie die jetzige Landesregierung die im Brief getroffenen Aussagen zur Vereinbarkeit von Naturschutz und Gipsabbau bewertet? Weiterhin verlangt sie Aufklärung darüber, was die Landesregierung unternehmen will, um die Belange des Naturschutzes bei der Zulassung der Betriebspläne zu berücksichtigen.
IHK bewertet Herausgabe von Existenzgründerpaß als Erfolg
Im Jahr 2000 wurden durch die regionalen Service-Center der IHK in Nordhausen, Artern und Heiligenstadt 108 Pässe für Existenzgründer ausgegeben. Der Paß beinhaltet einen individuellen Betreuungsplan mit Gutscheinen für verschiedene Elemente der Begleitung von Existenzgründungen. Ziel der Herausgabe des Passes ist es, Interessenten entsprechend ihren Voraussetzungen und den künftigen Anforderungen der Branche zu begleiten, die Qualität der Konzepte zu erhöhen sowie die Zahl der langfristig erfolgreichen Unternehmensgründungen zu steigern, erläutert der Geschäftsführer des Nordhäuser IHK-Centers, Udo Rockmann gegenüber nnz. Der Existenzgründerpaß wird seit 1998 von der IHK in Zusammenarbeit mit dem Nordhäuser Arbeitsamt ausgegeben.
DAAD spendiert 5.000 Mark für Nordhäuser Studenten-Projekt
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert eine Initiative von Studenten der Nordhäuser Fachhochschule (FHN) mit 5.000 Mark. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, ausländische Studenten und Mitglieder des Studienkollegs während ihres Aufenthaltes in Nordhausen zu integrieren. Das soll durch gemeinsame Aktivitäten in den Bereichen Kultur, Sport und Lernen geschehen. Weiterhin sollen Patenschaften zwischen deutschen und internationalen Studenten vorbereitet und übernommen werden, teilt die FHN heute mit. Der Betrag von 5.000 Mark gebe den Studenten die Möglichkeit, viele der angedachten Projekte zu realisieren. Zunächst soll das geplante integrierte Wohnen in einem neu zu beziehenden Wohnheim auf dem Campus Weinberghof verwirklicht werden. In den jeweiligen Wohneinheiten werden deutsche und ausländischen Studenten gemeinsam wohnen, um so die Einbeziehung der Kollegen aus dem Ausland in alle Facetten des studentischen Alltags auszuweiten. Insgesamt hat der DAAD 100.000 Mark für derartige Hochschulprojekte vergeben.
Falsch deklariertes Ziegenmilchpulver im Landkreis gefunden
Thüringer Lebensmittelkontrolleure haben im Landkreis Nordhausen Ziegenmilchpulver der Firma SERAMO Naturprodukte GmbH aus Ganderkesee gefunden. In dem Produkt wurde unzulässiges Kuhmilchkasein nachgewiesen. Das Unternehmen soll nach nnz-Informationen bereits einen Rückruf der beanstandeten Produkte eingeleitet haben. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, daß sich noch Ware im Einzelhandel befindet, teilte das Landesverwaltungsamt auf Anfrage mit. Das Produkt mit der Bezeichnung Ziegenmilchpulver, pasteurisiert, sprühgetrocknet wurde in Dosen á 250 Gramm und in Kunststoffbeuteln á 750 Gramm mit der Zusatzbezeichnung Ziegenmilch ist ein idealer Ersatz für alle Fälle, in denen Unverträglichkeit mit Kuhmilch gegeben ist in den Verkehr gebracht. Auf Grund des nachgewiesenen Kuhmilchkaseins ist das Lebensmittel bei Kuhmilch-Allergikern je nach Empfindlichkeit geeignet, allergische Reaktionen bzw. Unverträglichkeiten auszulösen. Das Thüringer Landesverwaltungsamt empfiehlt deshalb Personen, die auf Kuhmilch allergisch reagieren, dieses Produkt nicht zu verzehren. Für nicht allergische Personen ist der Verzehr jedoch unbedenklich.

