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Fr, 11:51 Uhr
29.09.2006

Jetzt doch nicht

Nordhausen/Sollstedt (nnz). In Sollstedt sollte in den kommenden Jahren eine Seniorenresidenz entstehen. In dieser Woche gab es Informationen für die Mitglieder des Gemeinderates. Mit einem Klick sind auch nnz-Leser auf dem neuesten Stand.


Bürgermeister Jürgen Hohberg begrüßte während der Gemeinderatssitzung den Geschäftsführer des Jugendsozialwerkes Nordhausen, Andreas Weigel, und erläuterte, dass der Nordhäuser Verein die Investition „Errichtung einer Seniorenresidenz“ in Sollstedt geplant hatte.

Andreas Weigel erklärte, dass er Ende 2005 die aus dem Jahr 2002 zwischenzeitlich nicht mehr verfolgte Geschäftsidee seines Vorgängers, Thomas Pape, in Sollstedt eine stationäre Einrichtung zur Altenpflege zu errichten und zu betreiben, auf Grund der seinerzeit günstigen Marktumstände (niedriges Zinsniveau), wieder aufgegriffen hat.

Zunächst wurde der ursprüngliche Standort (westlich des KIndergartens), zu dem der Gemeinderat Sollstedt seinerzeit bereits Zustimmung erklärte, näher untersucht und eine Bauvoranfrage an das Bauordnungsamt gestellt. Trotz positiver Bauvoranfrage stellte sich heraus, dass die räumlichen Verhältnisse lediglich die Schaffung von 24 Plätzen erlaubt hätten, sich das Objekt städtebaulich schlecht eingeordnet hätte und keinerlei Freiflächen für die Senioren zur Verfügung gestanden hätten. So wurde nach einem alternativen Standort gesucht, der im westlichen Bereich des Neubaugebietes „Waldsiedlung“ gefunden wurde.

Vorgesehen war als innovative Idee, Pflegeheim und betreutes Wohnen in Kombination anzubieten und zwei Module vorzusehen, von denen zunächst eines errichtet werden sollte. Das mit der Planung beauftragte Architekturbüro legte im Mai 2006 erste Kostenermittlungen vor, nach denen Bau und Betrieb durchaus möglich erschienen. Die Heimaufsicht für Thüringen lehnte die Innovation ab, darüber hinaus mussten die Kostenermittlungen nach Gesprächen mit der Heimaufsicht und Veränderung der Kapitalmarktsituation mehrfach nach oben korrigiert werden.

So zeichnete sich bereits Anfang August 2006 ab, dass Errichtung und Betrieb wirtschaftlich nicht mehr vertretbare Größenordnungen aufwiesen, so dass mit diesem Planungsstand alle Aktivitäten eingestellt werden mussten, was sowohl seitens der Geschäftsführung und des Vorstandes des Jugendsozialwerkes als auch seitens des Bürgermeisters mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen werden musste.
Autor: nnz

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