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Mi, 13:23 Uhr
16.10.2024
Gips-Recycling für die Bauindustrie in der Hochschule

Neues Projekt entwickelt nachhaltige Lösungen

Mit dem offiziellen Start des Forschungsprojekts RCPoroGipsWandPutz setzt das WIR!-Bündnis „Gipsrecycling als Chance für den Südharz“ seine Arbeit fort. Ziel des Projekts ist die Entwicklung nachhaltiger Bauprodukte aus Porenbeton-Brechsand und Gips...

Projekttreffen am Thüringer Innovationszentrum für Wertstoffe (ThIWert) in Nordhausen  (Foto: HSN) Projekttreffen am Thüringer Innovationszentrum für Wertstoffe (ThIWert) in Nordhausen (Foto: HSN)


Diese innovative Kombination soll den Einsatz von Primärgips in der Bauwirtschaft minimieren und Porenbetonabbruch sinnvoll verwerten.
Der Großteil des in der Bauindustrie verwendeten Gipses stammt bisher aus Rauchgasentschwefelungsanlagen (REA-Gips), einem Nebenprodukt der fossilen Energiegewinnung. Doch mit der Energiewende und dem Ausstieg aus fossilen Brennstoffen wird diese Quelle künftig stark eingeschränkt. Ohne Alternativen müsste der Abbau von Naturgips erhöht werden.. Um dies zu verhindern, hat das WIR!-Bündnis das Ziel, ein ganzheitliches Recyclingkonzept für calciumsulfathaltige Stoffströme zu entwickeln.

Das Verbundprojekt RCPoroGipsWandPutz zielt darauf ab, innovative Bauprodukte zu entwickeln, die aus Porenbeton-Brechsand und Gips bestehen. Dabei werden zwei konkrete Anwendungen im Fokus stehen: eine Wandausfachung, die von einem Stahlrahmen getragen wird, und ein Gips-Leichtputz. Beide Produkte basieren auf gipsgebundenen Porenbeton-Brechsanden. Das Projekt strebt an, den Gipsanteil auf ein Minimum zu reduzieren und gleichzeitig den Anteil des Porenbeton-Brechsands zu maximieren. Dies trägt nicht nur zur Schonung der Primärrohstoffe bei, sondern gibt dem Abbruchmaterial eine neue, wertschöpfende Verwendung.

Die technische Herausforderung liegt dabei in der Anpassung der Aufbereitung des Porenbetonbruchs an die spezifischen Anforderungen der Bauprodukte sowie der Erzielung geeigneter Frischmörteleigenschaften. Während für die Wandausfachung eine weiche Konsistenz benötigt wird, muss der Leichtputz plastisch, haftfähig und über einen ausreichend langen Zeitraum verarbeitbar sein.

Am 20. August 2024 fand ein Projekttreffen am Thüringer Innovationszentrum für Wertstoffe (ThIWert) in Nordhausen statt. Neben den beiden Hauptprojektpartnern – der Hochschule Nordhausen und dem Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien - IWT – waren auch der assoziierte Partner TodaySystems GmbH aus Viersen sowie der Unterauftragnehmer BAC Entsorgungswirtschaft GmbH aus Bad Tennstedt vor Ort. In einer produktiven Atmosphäre wurden die bisherigen Fortschritte vorgestellt und weitere Arbeitsschritte abgestimmt. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einer Führung durch die Labore und Anlagen des ThIWert.
Mit dem Start des Projekts RCPoroGipsWandPutz ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Bauwirtschaft erreicht. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen, Industrie und regionalen Akteuren wird die Region Südharz nicht nur zur Modellregion für nachhaltiges Gipsrecycling, sondern trägt auch dazu bei, wertvolle Naturgipsvorkommen zu schonen.Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“.

Autor: red

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Kommentare
ArreeTim
16.10.2024, 14:38 Uhr
Forschungsgeld und eine Frage zu dem Versprechen im Artikel-
Zitat aus dem Artikel: "Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen, Industrie und regionalen Akteuren wird die Region Südharz nicht nur zur Modellregion für nachhaltiges Gipsrecycling, sondern trägt auch dazu bei, wertvolle Naturgipsvorkommen zu schonen."
Das ist wohl als ambitionierte Zielstellung zu beschreiben, aufgrund eines Forschungsprojektes mit Steuergeld ist das wohl nicht .. zu erreichen, im Grunde trotz einer an sich auf der Hand liegenden Anwendung nicht. Ja und offen bleibt, warum die hiesigen Premiumhersteller nicht im Projekt das Material austesten, um eine Innovation vorzubereiten? Weil das Ergebnis des Projektes bereits bekannt ist, ja?
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