eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Di, 16:24 Uhr
19.09.2006

„Stopp Deine Faust“

Nordhausen (nnz). „Stopp Deine Faust“ - unter diesem Motto stand jetzt eine internationale Konferenz in Nordhausens polnischer Partnerstadt Ostrow-Wielkopolski zum Thema häusliche Gewalt und sexueller Missbrauch.

„Stopp Deine Faust“ (Foto: nnz) „Stopp Deine Faust“ (Foto: nnz)

Die Referenten kamen aus Ostrows deutschen Partnerstädten Nordhausen und Delitzsch, die dritte Delegation reiste aus dem italienischen Lecce an - mit dieser Stadt ist Ostrow erst vor einigen Tagen die jüngste Partnerschaft eingegangen.

„Gesetzliche Regelungen zur Bekämpfung und Bestrafung der häuslichen Gewalt in Deutschland“ war das Thema des 1. Nordhäuser Referates, das die Vertreterin des Nordhäuser Kinderschutzbundes im voll besetzten Ostrower Kino hielt. Die Referentin verwies u.a. darauf, dass noch bis ins 20. Jahrhundert hinein in der Bundesrepublik die auf entsprechende Gesetze gestützte Rechtsauffassung galt, dass der Ehemann ein vollkommenes Recht auf Beischlaf hat und sich deshalb auch nicht der Notzucht schuldig macht, wenn er diesen Beischlaf erzwingt.

Diese Regelung sei erst mit der Änderung des Strafrechtes im Jahr 1997 revidiert worden. Die Referentin verwies auch auf die Regelung „Wer schlägt, der geht“ bei der Ahndung von häuslicher Gewalt. Schätzungsweise jede dritte bis fünfte Frau in Deutschland werde Opfer dieser häuslicher Gewalt.

Der 2. Nordhäuser Vortrag widmete sich der Arbeit mit den Opfern häuslicher Gewalt und wurde von Petra Dienemann (siehe Foto) vom Familienzentrum des JugendSozialwerk Nordhausen e.V. gehalten. Am dritten Tag stellte eine Vertreterin des „Weißen Ringes“ in Nordhausen die Arbeit der Selbsthilfevereinigung für Kriminalitätsopfer vor. Die Nordhäuser Jugendamtsleiterin und Stadträtin Christine Wagner vertrat die Nordhäuser bei der abschließenden Podiumsdiskussion zum Thema der Konferenz.

Am Treffen, das von der Europäischen Union finanziert wurde, nahmen darüber hinaus die Gleichstellungsbeauftragten von Stadt und Landkreis Nordhausen teil, eine Expertin der Nordhäuser Kriminalpolizei, eine Sozialarbeiterin der Stadtverwaltung und die Leiterin des Kinderkellers „Katzmaus.“
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)