Di, 16:06 Uhr
19.09.2006
Weitermachen als Ziel
Nordhausen (nnz). Am Ende dieses Jahres will die Kreisverwaltung alle Rechnungen bezahlt haben. Und es gilt der Schwur: Wir arbeiten wirklich nach den Prinzipien der vorläufigen Haushaltsführung. Aber war das nicht schon immer so in diesem Jahr?
Wir müssen in diesem Jahr noch Millionen Euro ausgleichen, formulierte es Jutta Krauth (SPD) den Mitgliedern des Kreisausschusses vor. Freilich, im öffentlichen Teil der Sitzung blieb sie der Öffentlichkeit den präzisen Schuldenbetrag schuldig. Auch jetzt und in Zukunft werde in der Kreisverwaltung auf der Suche nach den Millionen jeder Stein umgedreht und werden sämtliche Potentiale aktiviert. Das klingt dann etwa so, als wolle man das Eisberg-Loch der Titanic mit Putzwolle stopfen. Na klar, jetzt gibt es eine Arbeitsgruppe, weiß die Vizelandrätin zu berichten. Trotzdem, so rutscht ihr es raus: Es wird noch bitter werden.
Vermutlich ist es den Aufsehern im Weimarer Landesverwaltungsamt noch nicht bitter genug. Die haben ein brisantes Schreiben nach Nordhausen geschickt. Der Herr Stephan, der Herr Präsident höchstpersönlich hat es unterschrieben. In dem sind die allgemeinen Verhaltensregeln aufgeführt, die den Verwaltungsmitarbeitern in den kommenden Tagen in Form einer Dienstanweisung zu zelebrieren sind. Darin muß Landrat Claus (CDU) ausformulieren, was die Weimarer Aufsicht unter vorläufiger Haushaltsführung versteht. Groß umstellen müssen sich die Angestellten und Beamten jedoch nicht, glaubt man der Auffassung von Jutta Krauth, schließlich seien die auferlegten Regeln an der im Haus an der Behringstraße bisherigen Verfahrensweise angelehnt.
Zum Ausgang des Kreisumlageverfahrens wollten weder der Landrat noch seine Stellvertreterin genaueres sagen. Jutta Krauth, die gelernte Juristin, die ahnte etwas. In einigen Punkten würde das Pendel in Richtung Nordhausen ausschlagen, in vier Einzelverfahren jedoch nicht. Das könne man an den anteiligen Kostenregelungen ablesen. Da liegen zwischen vier Fünftel bis zwei Dritteln die Kosten auf der Seite der Stadtverwaltung Nordhausen. Will heißen – auf der Seite der Verlierer.
In punkto Geld wollte zum Beispiel Birgit Keller (Linkspartei.PDS) wissen, ob es denn schon eine Jahresrechnung für 2005 gebe? Nein, die gebe es nicht. Weitere Details und Begründungen würden aber im nicht öffentlichen Teil der Sitzung folgen. Wie interessant!!!
Autor: nnzWir müssen in diesem Jahr noch Millionen Euro ausgleichen, formulierte es Jutta Krauth (SPD) den Mitgliedern des Kreisausschusses vor. Freilich, im öffentlichen Teil der Sitzung blieb sie der Öffentlichkeit den präzisen Schuldenbetrag schuldig. Auch jetzt und in Zukunft werde in der Kreisverwaltung auf der Suche nach den Millionen jeder Stein umgedreht und werden sämtliche Potentiale aktiviert. Das klingt dann etwa so, als wolle man das Eisberg-Loch der Titanic mit Putzwolle stopfen. Na klar, jetzt gibt es eine Arbeitsgruppe, weiß die Vizelandrätin zu berichten. Trotzdem, so rutscht ihr es raus: Es wird noch bitter werden.
Vermutlich ist es den Aufsehern im Weimarer Landesverwaltungsamt noch nicht bitter genug. Die haben ein brisantes Schreiben nach Nordhausen geschickt. Der Herr Stephan, der Herr Präsident höchstpersönlich hat es unterschrieben. In dem sind die allgemeinen Verhaltensregeln aufgeführt, die den Verwaltungsmitarbeitern in den kommenden Tagen in Form einer Dienstanweisung zu zelebrieren sind. Darin muß Landrat Claus (CDU) ausformulieren, was die Weimarer Aufsicht unter vorläufiger Haushaltsführung versteht. Groß umstellen müssen sich die Angestellten und Beamten jedoch nicht, glaubt man der Auffassung von Jutta Krauth, schließlich seien die auferlegten Regeln an der im Haus an der Behringstraße bisherigen Verfahrensweise angelehnt.
Zum Ausgang des Kreisumlageverfahrens wollten weder der Landrat noch seine Stellvertreterin genaueres sagen. Jutta Krauth, die gelernte Juristin, die ahnte etwas. In einigen Punkten würde das Pendel in Richtung Nordhausen ausschlagen, in vier Einzelverfahren jedoch nicht. Das könne man an den anteiligen Kostenregelungen ablesen. Da liegen zwischen vier Fünftel bis zwei Dritteln die Kosten auf der Seite der Stadtverwaltung Nordhausen. Will heißen – auf der Seite der Verlierer.
In punkto Geld wollte zum Beispiel Birgit Keller (Linkspartei.PDS) wissen, ob es denn schon eine Jahresrechnung für 2005 gebe? Nein, die gebe es nicht. Weitere Details und Begründungen würden aber im nicht öffentlichen Teil der Sitzung folgen. Wie interessant!!!

