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Mo, 17:29 Uhr
18.09.2006

Nicht enttäuscht

Nordhausen (nnz). Bei den Handballern ist der Pokalwettbewerb im allgemeinen nicht der beliebteste. Schon vor dem eigentlichen Saisonstart müssen die Teams aus dem vollen Trainingsprogramm die Spiele bestreiten, für den Nordhäuser SV sollte es eine Art Generalprobe werden.



Nach dem spieltechnischen Umbruch und dem Einbau neuer Spieler, konnte man gespannt sein welches Leistungsvermögen das Team besitzt. Mit der SG Werratal kam zudem ein potenzieller Titelanwärter in die Ballspielhalle. Der NSV konnte bis auf Tormaschine vom Dienst, Stefan Fuhrmann die beste Formation aufbieten. Zum Punktspielstart gegen Sömmerda wird Fuhrmann rechtzeitig wieder zur Mannschaft stoßen.

Das Trainergespann um Andreas Meyer verordnete der Mannschaft vor der Begegnung noch einmal 3 Trainingseinheiten, „um aus der vollen Belastung hinaus das Spiel zu bestreiten“ so der Trainer. Schlechte Nachrichten gab es jedoch nach dem Freitagtraining. Neuzugang Jendrich Kulhavy hatte einen Todesfall in der Familie zu beklagen und musste das Training abbrechen. Obwohl vom Spiel freigestellt traf dieser am Sonntag wieder rechtzeitig bei der Mannschaft ein.

Die Begegnung begann ohne große taktische Beschränkungen. Dadurch entwickelte sich über die gesamte Spielzeit ein temporeicher Pokalkrimi. Die Gastgeber versuchten mit einer offensiven Deckungsvariante das schnelle Angriffsspiel zu unterbinden. Das war stellenweise eine Einladung für die stark aufspielenden Werrataler.

In dieser Phase merkte man dem NSV den Umbau deutlich an. Abstimmungsprobleme in Angriff und Abwehr nutzten die Gäste eiskalt aus und gingen mit 4:1 in Führung. Erst danach stabilisierte sich das NSV Spiel und plötzlich waren beide Mannschaften gleichwertig. Dennoch dauerte bis zur 15. Spielminute ehe die Platzherren durch einen Strafwurf von Tino Beßin den verdienten Ausgleich warfen.

Der offene Schlagabtausch auf dem Parkett ging weiter. Der NSV kam immer besser ins Spiel. In der Abwehr stand man nun kompakt und zwang Werratal immer wieder zu eigenen Fehlern. Durch einen herrlicher Schlagwurf von Christian Flötling erzielten sie die erstmalige Führung (11:10). Die Gäste waren davon keineswegs geschockt, im Gegenteil. Sie erzielten postwendend den Ausgleich und gingen mit dem 12:11 wiederum die Führung. Nach dem 15:15 durch Michael Spieß konnte die SG 30 Sekunden vor der Halbzeit wiederum die Führung erzielen. Der NSV kämpfte und erzielte durch den an diesem Tag stark aufspielenden Andre Elster den 16:16 Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel kam die stärkste Phase der Platzherren. Bis auf 19:17 enteilten sie der SG. Das temporeiche Spiel zeigte jedoch Spuren auf beiden Seiten. Folgen waren, ungenaue Abspiele und Abwehrfehler. Das kümmerte scheinbar keinen, denn das Tempo wurde weiterhin von beiden auf hohem Niveau gehalten. Scheinbar nutzten beide Vereine die Begegnung als letzte Standortbestimmung vor der Saison.

Nachdem 19:19 Ausgleich zog der NSV bis zum 23:20 wieder mit drei Treffern in Front. Danach war erst einmal Schluss mit lustig. Die tropischen Temperaturen in der Ballspielhalle forderten ihren Tribut. Im weiteren Spielverlauf wurde auf Nordhäuser Seite viel probiert. Nicht alle Varianten brachten den gewünschten Erfolg aber mit Sicherheit neue Erkenntnisse. Als dann der bis dahin gut haltende Sören Alert keinen Ball mehr zu fassen bekam, zog Werratal auf 28:24 davon. Zwar kämpfte sich der NSV immer wieder heran aber der ehemalige Bundesligist ließ nichts mehr anbrennen.

Das Spielergebnis war für die Zuschauer in der um diese Jahreszeit ungewöhnlich gut gefüllten Ballspielhalle am Ende zweitranig. Sie sahen ein tolles und abwechslungsreiches Spiel von zwei Mannschaften die man in der Meisterschaft ganz oben erwarten darf. Am Ende siegte die SG Werratal mit 32:29 verdient. Trotz der Niederlage enttäuschte der NSV nicht. Die neue Spielanlage, ausgerichtet auf Tempohandball setzt die Mannschaft schon gut um. Einzig einige Abstimmungsprobleme gilt es noch zu überwinden. Bestnoten verdienten sich neben Neuzugang Jindrich Kulhavy auch Tino Beßin, Andre Ester und Christian Gehr.

Mit dem HSV Sömmerda stellt sich nächsten Samstag zum Saisonauftakt ab 18:00 Uhr ein Oberligaabsteiger in der Ballspielhalle vor. Keine leichte Aufgabe aber mit dem Pokalschwung lösbar.

Alert Sören/Scholz Karsten/Spieß Michael 1/Gehr Christian 4/ Flötling Christian 1/ Eichentopf Pascal/Elster Andre 4/Kühne Holger 1/Kreutz Sebastian 4/Beßin Tino 6/Bialkowski Marco 1/
Stritzel Martin 1/Kulhavy Jindrich 6
Autor: nnz

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