Mo, 06:45 Uhr
18.09.2006
Teure Gesundheitskarte
Nordhausen (nnz). Nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" könnte die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte viel teurer als vorgesehen werden. nnz informiert über den Grund dieser Befürchtung.
Bislang ging es bei der neuen Gesundheitskarte vor allem um den Zeitpunkt der Einführung, der schon mehrmals hinausgeschoben werden musste. Nun aber geht es auch um deren Kosten, die sich möglicherweise beträchtlich über die bisher vorgesehene Summe hinaus erhöhen könnten. Statt der rund 1,4 Milliarden Euro, von denen das Gesundheitsministerium ausgegangen sei, würden es 3,9 Milliarden Euro sein, im ungünstigsten Fall sogar 7 Milliarden Euro. Das berichtete die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung unter Berufung auf eine Kosten-Nutzen-Analyse für die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (Gematik). Die etwa 585 Millionen Euro Anschaffungskosten für die Karten seien darin nicht enthalten.
Gesellschafter der Gematik, die die elektronische Gesundheitskarte einführen soll, sind die Spitzenorganisationen des Gesundheitswesens. Der Studie zufolge lägen die Kosten auch nach einer auf fünf Jahre gestreckten Einführungsphase mit 5,2 Milliarden Euro noch um 800 Millionen Euro über den erhofften Einsparungen. Nach zehn Jahren halten sich demnach Kosten und Nutzen mit insgesamt gut 14 Milliarden Euro die Waage. Das Bundesgesundheitsministerium wollte zu dem Bericht am Samstag keine Stellungnahme abgeben.
Auf der elektronischen Gesundheitskarte sollen Rezepte sowie Notfalldaten von Patienten, Blutgruppe oder Medikamentenallergien gespeichert werden. Ein Zeitpunkt für eine flächendeckende Einführung der elektronischen Karten, die Mehrfachuntersuchungen überflüssig machen und Zeit sparen sollen, steht noch nicht fest.
Autor: nnzBislang ging es bei der neuen Gesundheitskarte vor allem um den Zeitpunkt der Einführung, der schon mehrmals hinausgeschoben werden musste. Nun aber geht es auch um deren Kosten, die sich möglicherweise beträchtlich über die bisher vorgesehene Summe hinaus erhöhen könnten. Statt der rund 1,4 Milliarden Euro, von denen das Gesundheitsministerium ausgegangen sei, würden es 3,9 Milliarden Euro sein, im ungünstigsten Fall sogar 7 Milliarden Euro. Das berichtete die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung unter Berufung auf eine Kosten-Nutzen-Analyse für die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (Gematik). Die etwa 585 Millionen Euro Anschaffungskosten für die Karten seien darin nicht enthalten.
Gesellschafter der Gematik, die die elektronische Gesundheitskarte einführen soll, sind die Spitzenorganisationen des Gesundheitswesens. Der Studie zufolge lägen die Kosten auch nach einer auf fünf Jahre gestreckten Einführungsphase mit 5,2 Milliarden Euro noch um 800 Millionen Euro über den erhofften Einsparungen. Nach zehn Jahren halten sich demnach Kosten und Nutzen mit insgesamt gut 14 Milliarden Euro die Waage. Das Bundesgesundheitsministerium wollte zu dem Bericht am Samstag keine Stellungnahme abgeben.
Auf der elektronischen Gesundheitskarte sollen Rezepte sowie Notfalldaten von Patienten, Blutgruppe oder Medikamentenallergien gespeichert werden. Ein Zeitpunkt für eine flächendeckende Einführung der elektronischen Karten, die Mehrfachuntersuchungen überflüssig machen und Zeit sparen sollen, steht noch nicht fest.

