Do, 09:35 Uhr
14.09.2006
Am Ende der Statistik
Nordhausen (nnz). Nicht immer ist in Statistiken ein hinterer Platz erstrebenswert. Bei Drogen ist das jedoch anders. Die nnz hat bei der Nordhäuser Polizeidirektion nachgefragt...
Gestern schockierte eine Meldung ein Leinefelde/Worbis die Nordthüringer Welt, vor allem die im Eichsfeld. Eine 15jährige Schülerin war zugedröhnt zum Unterricht erschienen und wurde vom herbeigerufenen Notarzt ins Krankenhaus gebracht. Ist Nordthüringen nun ein Drogenschwerpunkt im Freistaat? Auf keinen Fall, meint der Sprecher der Nordhäuser Polizeidirektion, Thomas Soszynski zur nnz.
Im vergangenen Jahr waren in der Stadt Nordhausen 303 Drogendelikte registriert worden, das entspricht einer Quote von 0,7 Prozent. In Leinefelde/Worbis liegt die Quote zum Beispiel bei 0,45 Prozent. Auch im Bereich von Heroin als Droge fallen die Zahlen der Polizeidirektion moderat aus, hier konnten in den vier Nordthüringer Landkreisen 15 Tatverdächtigen ermittelt werden. Allerdings bedenklich ist der Umstand, dass sechs Tatverdächtige allein aus der Altersgruppe der 18 bis 21jährigen kommen.
Auch ein Blick in den Drogenjahresbericht 2005 ist aufschlussreich. Bei den harten Drogen (Heroin) ist der Anteil der Delikte in Nordthüringen, bezogen auf den gesamten Freistaat mit 5,7 Prozent sehr gering. Der Schwerpunkt liegt nach nnz-Informationen eindeutig im Bereich der Polizeidirektion Erfurt. Hier wurden knapp 36,4 Prozent aller Heroindelikte registriert. In absoluten Zahlen: In Thüringen zählte die Polizei im vergangenen Jahr 349 Delikte, davon 135 in der Stadt Erfurt (38,7 %), als einzige Nordthüringer Stadt taucht da Leinefelde/Worbis mit sieben Delikten (2 %) auf, Nordhausen wird überhaupt nicht erwähnt.
Autor: nnzGestern schockierte eine Meldung ein Leinefelde/Worbis die Nordthüringer Welt, vor allem die im Eichsfeld. Eine 15jährige Schülerin war zugedröhnt zum Unterricht erschienen und wurde vom herbeigerufenen Notarzt ins Krankenhaus gebracht. Ist Nordthüringen nun ein Drogenschwerpunkt im Freistaat? Auf keinen Fall, meint der Sprecher der Nordhäuser Polizeidirektion, Thomas Soszynski zur nnz.
Im vergangenen Jahr waren in der Stadt Nordhausen 303 Drogendelikte registriert worden, das entspricht einer Quote von 0,7 Prozent. In Leinefelde/Worbis liegt die Quote zum Beispiel bei 0,45 Prozent. Auch im Bereich von Heroin als Droge fallen die Zahlen der Polizeidirektion moderat aus, hier konnten in den vier Nordthüringer Landkreisen 15 Tatverdächtigen ermittelt werden. Allerdings bedenklich ist der Umstand, dass sechs Tatverdächtige allein aus der Altersgruppe der 18 bis 21jährigen kommen.
Auch ein Blick in den Drogenjahresbericht 2005 ist aufschlussreich. Bei den harten Drogen (Heroin) ist der Anteil der Delikte in Nordthüringen, bezogen auf den gesamten Freistaat mit 5,7 Prozent sehr gering. Der Schwerpunkt liegt nach nnz-Informationen eindeutig im Bereich der Polizeidirektion Erfurt. Hier wurden knapp 36,4 Prozent aller Heroindelikte registriert. In absoluten Zahlen: In Thüringen zählte die Polizei im vergangenen Jahr 349 Delikte, davon 135 in der Stadt Erfurt (38,7 %), als einzige Nordthüringer Stadt taucht da Leinefelde/Worbis mit sieben Delikten (2 %) auf, Nordhausen wird überhaupt nicht erwähnt.

