Di, 15:20 Uhr
12.09.2006
Auto am Kran
Nordhausen (nnz). Ein Auto hängt am Kran in elf Metern Höhe mitten auf dem Hof einer Berufschule. Was es mit dem Fahrzeug in der Luft auf sich hatte, konnte die nnz live erleben.
Auto am Kran (Foto: nnz)
Rund um den abgesperrten Platz standen die Jungs, die sonst in solchen ollen Kisten oder entsprechend aufgemotzten Artgenossen unterwegs sind. Sie alberten rum und wunderten sich über das komische Auto am Kran. Olaf Salomon und Landrat Joachim Claus begrüßten die Jugendlichen. Da war viel von Verantwortung die Rede und davon, keine unnötigen Risiken einzugehen. Abneigung machte sich in den Gesichtern breit, Moralkeulen schwingende Erwachsene, wie öde. Doch dann ging`s los. In elf Metern Höhe wurde die Schrottkarre vom Kranhaken fallengelassen. Mit einer Geschwindigkeit von 40 km/h prallte sie auf den Baumstamm. Der Stamm ist zerbrochen, das Auto total zerstört. Die Jungs sind sprachlos, die meisten häufig mit mindestens der dreifachen Geschwindigkeit unterwegs. Wenn schon bei 40 solche Schäden am Auto entstehen, wie siehts dann erst bei 80 oder 120 aus? Was wäre wohl passiert, wenn da jemand drin gesessen hätte? Der Schock hat gewirkt, jetzt ist das Interesse der Jugendlichen geweckt. Der Aktionstag für Junge Fahrer konnte beginnen.
Verkehrssicherheit ist ein wichtiges, aber auch ein schwieriges Thema. Junge Leute wissen oft, daß es nicht in Ordnung ist zu rasen und sämtliche Verkehrsregeln zu mißachten, aber es macht ihnen Spaß. Man kann vor der Freundin und den Kumpels angeben. Gruppenzwang und kaum Erfahrung als Autofahrer verführen besonders Jungs immer wieder zu unüberlegten Handlungen. Bei den Aktionstagen der Kreisverkehrswacht soll den 18 bis 25 jährigen deutlich gemacht werden, welchen Risiken sie sich und andere aussetzen. Überraschende Effekte verfehlen ihre Wirkung nie. Fliegende Autos und computergestützte Fahrsimulatoren sprechen die Interessen der Jugendlichen an.
Heute fand die erste Aktion dieses Schuljahrs auf dem Gelände der Berufsschule in der Straße der Genossenschaften statt. Über 300 Teilnehmer nutzten die zahlreichen Angebote von Polizei, DRK und Verkehrswacht, sowie dem Berufsbildungszentrum für den Straßenverkehr, welches die Unfallsimulation durchführte. Das Motto Erleben, Erfahren, Erkennen soll anregen mitzudenken und mitzuhelfen die aktuelle Situation auf den Straßen zu verändern. Projektleiter Dieter Köhler freute sich über das große Interesse der Jugendlichen und möchte sich auf dem Weg bei allen Helfern bedanken.
Wer diesen Aktionstag verpaßt hat, muß nicht traurig sein. Am 26.09. findet von 8.00 bis 15.30 Uhr eine weitere Veranstaltung beim IKL Bildungszentrum in der Freiherr-von-Stein-Straße statt. Gegen 8.15 Uhr fliegt noch mal ein Auto mit 40 km/h durch die Luft.
Autor: wf
Auto am Kran (Foto: nnz)
Rund um den abgesperrten Platz standen die Jungs, die sonst in solchen ollen Kisten oder entsprechend aufgemotzten Artgenossen unterwegs sind. Sie alberten rum und wunderten sich über das komische Auto am Kran. Olaf Salomon und Landrat Joachim Claus begrüßten die Jugendlichen. Da war viel von Verantwortung die Rede und davon, keine unnötigen Risiken einzugehen. Abneigung machte sich in den Gesichtern breit, Moralkeulen schwingende Erwachsene, wie öde. Doch dann ging`s los. In elf Metern Höhe wurde die Schrottkarre vom Kranhaken fallengelassen. Mit einer Geschwindigkeit von 40 km/h prallte sie auf den Baumstamm. Der Stamm ist zerbrochen, das Auto total zerstört. Die Jungs sind sprachlos, die meisten häufig mit mindestens der dreifachen Geschwindigkeit unterwegs. Wenn schon bei 40 solche Schäden am Auto entstehen, wie siehts dann erst bei 80 oder 120 aus? Was wäre wohl passiert, wenn da jemand drin gesessen hätte? Der Schock hat gewirkt, jetzt ist das Interesse der Jugendlichen geweckt. Der Aktionstag für Junge Fahrer konnte beginnen.Verkehrssicherheit ist ein wichtiges, aber auch ein schwieriges Thema. Junge Leute wissen oft, daß es nicht in Ordnung ist zu rasen und sämtliche Verkehrsregeln zu mißachten, aber es macht ihnen Spaß. Man kann vor der Freundin und den Kumpels angeben. Gruppenzwang und kaum Erfahrung als Autofahrer verführen besonders Jungs immer wieder zu unüberlegten Handlungen. Bei den Aktionstagen der Kreisverkehrswacht soll den 18 bis 25 jährigen deutlich gemacht werden, welchen Risiken sie sich und andere aussetzen. Überraschende Effekte verfehlen ihre Wirkung nie. Fliegende Autos und computergestützte Fahrsimulatoren sprechen die Interessen der Jugendlichen an.
Heute fand die erste Aktion dieses Schuljahrs auf dem Gelände der Berufsschule in der Straße der Genossenschaften statt. Über 300 Teilnehmer nutzten die zahlreichen Angebote von Polizei, DRK und Verkehrswacht, sowie dem Berufsbildungszentrum für den Straßenverkehr, welches die Unfallsimulation durchführte. Das Motto Erleben, Erfahren, Erkennen soll anregen mitzudenken und mitzuhelfen die aktuelle Situation auf den Straßen zu verändern. Projektleiter Dieter Köhler freute sich über das große Interesse der Jugendlichen und möchte sich auf dem Weg bei allen Helfern bedanken.
Wer diesen Aktionstag verpaßt hat, muß nicht traurig sein. Am 26.09. findet von 8.00 bis 15.30 Uhr eine weitere Veranstaltung beim IKL Bildungszentrum in der Freiherr-von-Stein-Straße statt. Gegen 8.15 Uhr fliegt noch mal ein Auto mit 40 km/h durch die Luft.


