Di, 09:29 Uhr
12.09.2006
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Nordhausen (nnz). Es ist ja noch einmal ein goldener Herbst geworden. In den zurückliegenden Tagen lockten vor allem an den Wochenenden zahlreiche Veranstaltungen Tausende Besucher an. Es könnten aber noch mehr sein.
Dorffest hier, Sportfest da – nahezu jede Kommune, jeder Verein, jede Interessensgemeinschaft plant ein Fest. Da wird viel Arbeit, viel Zeit und – manchmal auch – viel Geld verplant. In vielen Fällen wird an der Machbarkeit der Interessierten vorbei geplant. Noch immer ist es nicht möglich, dass sich rechtzeitig zuvor (vielleicht jetzt schon) alle Organisatoren an einen Tisch setzen und ihre Termine, zum Beispiel fürs nächste Jahr, abstimmen. So könnten Dopplungen vermieden werden. Zuschauer oder Gäste könnten sich auf ein Event am Wochenende konzentrieren.
Die Realität ist leider immer noch ein andere. In einem Ort ziehen die Schützen durch die Straße, im Nachbardorf wird irgendein Jubiläum gefeiert. Gewiß: Für einige Termine gibt es keine Alternative, einen Geburtstag kann eben nicht verschieben. Dennoch: Das Rolandsfest in Nordhausen wird immer am zweiten Juni-Wochenende gefeiert und fast stur gibt es am gleichen Wochenende zahlreiche andere Festivitäten. Synergien lassen sich nicht erzielen. Auch das Geld der Familien sitzt nicht mehr so locker. Für Papa zwei Bierchen, für Mama eine fruchtige Bowle, für die Kinder ein leckeres Eis oder ne Brause und für alle was deftiges zu Futtern – da kommen schnell 20 Euro und mehr zusammen, den Eintritt da und dort nicht einmal mitgerechnet.
Die Festivitäten in den Kommunen sind mitunter die eine Seite. Ein ähnliches Aneinander-Vorbei-Planen sieht man auch bei den Sportvereinen. Immer noch können sich zum Beispiel die verantwortlichen Herren Spielansetzer beim Fußball nicht verständigen. Wie schön wäre es, wenn die höherklassigen Mannschaften wie Wacker Nordhausen und (vielleicht in der nächsten Saison auch wieder Salza) an einem Tag des Wochenendes spielen, die Spiele im Kreis dann am anderen Tag angepfiffen werden. Doch davon ist man hier wie dort noch meilenweit entfernt.
Erst dann, wenn die Festgäste oder Zuschauer immer weniger werden, dann wachen die Verantwortlichen vermutlich auf. Dann aber ist es meist schon zu spät.
Autor: nnzDorffest hier, Sportfest da – nahezu jede Kommune, jeder Verein, jede Interessensgemeinschaft plant ein Fest. Da wird viel Arbeit, viel Zeit und – manchmal auch – viel Geld verplant. In vielen Fällen wird an der Machbarkeit der Interessierten vorbei geplant. Noch immer ist es nicht möglich, dass sich rechtzeitig zuvor (vielleicht jetzt schon) alle Organisatoren an einen Tisch setzen und ihre Termine, zum Beispiel fürs nächste Jahr, abstimmen. So könnten Dopplungen vermieden werden. Zuschauer oder Gäste könnten sich auf ein Event am Wochenende konzentrieren.
Die Realität ist leider immer noch ein andere. In einem Ort ziehen die Schützen durch die Straße, im Nachbardorf wird irgendein Jubiläum gefeiert. Gewiß: Für einige Termine gibt es keine Alternative, einen Geburtstag kann eben nicht verschieben. Dennoch: Das Rolandsfest in Nordhausen wird immer am zweiten Juni-Wochenende gefeiert und fast stur gibt es am gleichen Wochenende zahlreiche andere Festivitäten. Synergien lassen sich nicht erzielen. Auch das Geld der Familien sitzt nicht mehr so locker. Für Papa zwei Bierchen, für Mama eine fruchtige Bowle, für die Kinder ein leckeres Eis oder ne Brause und für alle was deftiges zu Futtern – da kommen schnell 20 Euro und mehr zusammen, den Eintritt da und dort nicht einmal mitgerechnet.
Die Festivitäten in den Kommunen sind mitunter die eine Seite. Ein ähnliches Aneinander-Vorbei-Planen sieht man auch bei den Sportvereinen. Immer noch können sich zum Beispiel die verantwortlichen Herren Spielansetzer beim Fußball nicht verständigen. Wie schön wäre es, wenn die höherklassigen Mannschaften wie Wacker Nordhausen und (vielleicht in der nächsten Saison auch wieder Salza) an einem Tag des Wochenendes spielen, die Spiele im Kreis dann am anderen Tag angepfiffen werden. Doch davon ist man hier wie dort noch meilenweit entfernt.
Erst dann, wenn die Festgäste oder Zuschauer immer weniger werden, dann wachen die Verantwortlichen vermutlich auf. Dann aber ist es meist schon zu spät.


