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Mi, 17:50 Uhr
06.09.2006

Mit göttlichem Segen

Nordhausen/Görsbach (nnz). In der Goldenen Aue brodelt es. Neue Gebietsstrukturen stehen an. Und die Stadtverwaltung Nordhausen mischt kräftig mit.


Mit göttlichem Segen (Foto: nnz) Mit göttlichem Segen (Foto: nnz) Im nichtöffentlichen Teil der heutigen Sitzung des Hauptausschusses wird den Stadträten der Entwurf zum Eingemeindungsvertrag mit den Gemeinden Urbach und Görsbach vorgestellt. Während die Eingemeindung von Rodishain und Stempeda weitestgehend geräuschlos über die kommunalpolitische Bühne gehen wird, ist das in der Goldenen Aue nicht der Fall. Morgen sollen in einer Einwohnerversammlung die Bürger von Görsbach ihre Meinung sagen. Vertreter der Stadtverwaltung Nordhausen werden ihrerseits die Argumente für eine Eingemeindung darlegen. Es wird da auch gesagt werden, dass nicht die Stadt Nordhausen auf „Einkaufstour“ war, sondern dass die beiden Orte sich eine Option für Nordhausen offen ließen.

So ist es auch in den „Regionalen Bürgernachrichten“ der Goldenen Aue zu lesen. In einem Beitrag widmet sich das Kreistagsmitglied Maik Schröter (CDU) dem Abwanderungswillen von Görsbach und Urbach und macht auf die Offerten der Rolandstadt aufmerksam. „Die Stadt Nordhausen hat natürlich an Görsbach und Urbach verlockende Angebote unterbreitet. Nur ist es rechtlich nicht haltbar und politisch nicht vertretbar, Ortsteile einer Stadt mit unterschiedlichen Steuersätzen zu belegen“, schreibt Schröter.

Vielmehr spricht der Vorsitzende des CDU-Regionalverbandes den Wunsch aus, in einer „Einheitsgemeinde Heringen Partner auf Augenhöhe mit vergleichbarem Mitbestimmungsrecht zu sein. Eine Ehe mit der Stadt Nordhausen hält bestenfalls den Vergleich Goliath und David stand.“ Letztlich endet das Plädoyer des Maik Schröter für eine Einheitsgemeinde Heringen mit Görsbach und Urbach mit dem Aufruf „Laßt Euch nicht blenden und entscheidet mit dem größtmöglichen Sinn für Verantwortung und Objektivität.“

Um 19 Uhr wird morgen die Bürgerversammlung in der Görsbacher Kirche geben. Bürgermeister Siegfried Junker hofft dementsprechend auf göttlichen Beistand. Für wen? Die Antwort auf diese Frage ließ Junker offen.
Autor: nnz

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