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Mi, 13:58 Uhr
30.08.2006

Heiße Phase beginnt

Nordhausen (nnz). Das Bundeskabinett hat gestern beschlossen, dass sich die Bundesrepublik Deutschland an der EU-Zensusrunde 2010/2011 beteiligt. Auch in Thüringen wird jetzt vorbereitet...


Im Unterschied zu früheren traditionellen Volkszählungen wird der Zensus 2010/2011 registergestützt durchgeführt, d.h. die benötigten Daten werden hauptsächlich durch Auswertungen vorhandener Verwaltungsregister - insbesondere der Einwohnermeldeämter und der Bundesagentur für Arbeit - gewonnen.

Darüber hinaus besteht Bedarf an Daten, für die es keine flächendeckenden Verwaltungsregister gibt. So werden Informationen zu Gebäuden und Wohnungen postalisch direkt bei den Gebäude- und Wohnungseigentümern erhoben. Andere Fragen, wie etwa zur Ausbildung und Bildung, sollen über eine ergänzende Stichprobe beantwortet werden. Diese werden jedoch nur an einen kleinen Teil der Bürgerinnen und Bürger per Interview gestellt.

Der registergestützte Zensus wird wie eine traditionelle Volkszählung aussagekräftige Ergebnisse erzielen. Zugleich werden die Bürgerinnen und Bürger weniger belastet. Insgesamt werden durch dieses moderne Verfahren geringere Kosten bei Bund, Ländern und Gemeinden anfallen. Eine traditionelle Volkszählung würde ca. 1,4 Milliarden Euro kosten; der registergestützte Zensus ca. 450 Millionen Euro.
Autor: nnz

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