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28.08.2006

Weiter anziehend

Unverändert hohes Niveau
Nordhausen (nnz). Am Ende eines Monat bleibt immer weniger Geld in den Börsen der Thüringer. Wofür wieder mal mehr Geld ausgegeben werden musste, das hat jetzt die nnz erfahren.


Die Verbraucherpreise in Thüringen gingen nach Berechnungen des Thüringer Landesamtes für Statistik von Mitte Juli bis Mitte August 2006 um 0,1 Prozent auf einen Indexstand von 111,4 (Basisjahr 2000 = 100) zurück. Einen maßgeblichen Anteil an diesem Ergebnis hatte die Preisentwicklung für saisonabhängige Nahrungsmittel (- 4,6 Prozent).

Die Preise für Obst und Gemüse sanken gegenüber Juli um 2,2 Prozent. Obst war um 4,4 Prozent preiswerter, darunter besonders Weintrauben (- 18,3 Prozent), Bananen (- 10,0 Prozent) und Tafelbirnen (- 9,3 Prozent). Mehr bezahlen mussten die Käufer u.a. für Grapefruits (+ 9,6 Prozent) und Zitronen (+ 6,9 Prozent). Die Preise für Gemüse (einschließlich Kartoffeln) sanken gegenüber Juli um 3,6 Prozent. Allerdings gab es bei den einzelnen Gemüsearten deutliche Unterschiede. Preissenkungen u.a. für Speisekartoffeln (- 19,6 Prozent), Kohl (- 14,6 Prozent) und Zucchini (- 13,0 Prozent) standen Preissteigerungen für Blumenkohl (+ 85,6 Prozent), Kopf- oder Eisbergsalat (39,9 Prozent), Gurken (10,0 Prozent) und Tomaten (7,0 Prozent) gegenüber.

Die rückläufige Preisentwicklung gegenüber Juli 2006 ist weiterhin auf saisonalbedingte Preisnachlässe für Pauschalreisen (- 0,6 Prozent; Vormonat noch + 14,7 Prozent) und Ferienwohnungen (- 1,8 Prozent; Vormonat + 28,1 Prozent) sowie für Beherbergungsdienstleistungen (- 0,4 Prozent; Vormonat + 10,7 Prozent) und die Personenbeförderung im Luftverkehr (- 3,8 Prozent; Vormonat + 11,2 Prozent) zurückzuführen. Letztendlich hatten die rückläufigen Kraftstoffpreise (- 0,7 Prozent) einen nicht unbedeutenden Einfluss auf die Preisentwicklung.

In 4 der 12 Warenhauptgruppen stiegen die Preise im letzten Monat. Im Einzelnen waren das u.a. die Bereiche 'Bekleidung und Schuhe' (+ 0,8 Prozent), 'Alkoholische Getränke, Tabakwaren' sowie 'Gesundheitspflege' mit jeweils 0,3 Prozent.
Überdurchschnittliche Preisanstiege wurden u.a. für Damenjacken (+ 9,5 Prozent), Kindersporthosen (+ 6,0 Prozent) sowie für Mädchenkleider, -kostüme oder -hosenanzüge (+ 5,1 Prozent) ermittelt.

Alkoholische Getränke verteuerten sich im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Prozent; darunter Wein um 1,2 Prozent, Spirituosen um 1,0 Prozent und Bier um 0,4 Prozent. Der Preisanstieg im Bereich 'Gesundheitspflege' resultierte insbesondere aus höheren Aufwendungen für stationäre Gesundheitsdienstleistungen (+ 1,8 Prozent).

Die Jahresteuerungsrate blieb in Thüringen den achten Monat in Folge auf hohem Niveau. Hauptursache für die abermals hohe Jahresteuerungsrate (+ 2,0 Prozent) waren die binnen Jahresfrist um 8,0 Prozent gestiegenen Preise für Haushaltsenergie und Kraftstoffe. Mit 9,3 Prozent lag der Preisanstieg für Haushaltsenergie noch deutlich über dem für Kraftstoffe mit 6,2 Prozent. Bei Kraftstoffen stiegen u.a. die Preise für Normalbenzin um 6,8 Prozent und für Superbenzin um 6,7 Prozent.

Die um 9,3 Prozent höheren Preise für Haushaltsenergie resultierten u.a. aus Preiserhöhungen für Gas (+ 14,5 Prozent), Zentralheizung, Fernwärme u.a. (+ 13,4 Prozent) leichtes Heizöl (+ 7,5 Prozent) und für Strom (+ 4,9 Prozent). In Verbindung mit der Preisentwicklung u.a. für die Müllabfuhr (+ 20,8 Prozent), die Wasserversorgung (+ 6,6 Prozent) sowie der Abwasserentsorgung (+ 4,9 Prozent) ergab sich für das Wohnen in Thüringen binnen Jahresfrist ein Preisanstieg um 3,0 Prozent. Ohne Energie läge Jahresteuerungsrate in Thüringen bei 1,3 Prozent.

Eine höhere Jahresteuerungsrate gab es nur in den Bereichen 'Bildungswesen' und 'Alkoholische Getränke, Tabakwaren' mit jeweils 3,9 Prozent, insbesondere beeinflusst durch den Preisanstieg für Tabakwaren um 6,0 Prozent. Die Preise für alkoholische Getränke zogen um 0,5 Prozent an; darunter Spirituosen um 3,2 Prozent und Wein um 2,8 Prozent.

Wie bereits im Vormonat, gab es Preisnachlässe im Vergleich zum August 2005 nur in den Bereichen 'Nachrichtenübermittlung' (- 3,7 Prozent) sowie 'Bekleidung und Schuhe' (- 0,1 Prozent).
Autor: nnz

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