Mi, 11:20 Uhr
16.08.2006
Minderjährig – na und?
Nordhausen (nnz). Es kommen zu wenige Kinder zur Welt. Es wird aber oft behauptet, dass es immer mehr Entbindungen minderjähriger Mütter gibt. Was besagt die Statistik für Thüringen? Die Antwort gibt es mit einem einzigen Klick.
Im Jahr 2005 erblickten in Thüringen nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 16 713 Kinder das Licht der Welt. 277 bzw. 1,7 Prozent dieser Kinder wurden von Frauen geboren, die das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht hatten. Im Jahr zuvor kamen 17 310 Babys zur Welt. Darunter befanden sich 272 bzw. 1,6 Prozent Lebendgeborene, deren Mütter noch minderjährig waren. Damit hat sich der Anteil Lebendgeborener junger Mütter unter 18 Jahren im Vergleich zum Jahr 2004 leicht erhöht.
Minderjährige Mütter stellen insgesamt eine sehr kleine Gruppe dar. In Thüringen lag die Zahl von Geburten von Minderjährigen in den Jahren von 2000 bis 2005 zwischen 272 (2004) und 335 (2002). Bezogen auf alle Geburten des jeweiligen Jahres schwanken die Anteile der Geburten minderjähriger Mütter zwischen 2,0 Prozent im Jahr 2002 und 1,6 Prozent im Jahr 2004. Somit ist ein Trend in Richtung Zunahme der Geburten von unter 18-jährigen Müttern auf der Basis dieser Zahlen nicht erkennbar. In allen Jahren von 2000 bis 2005 wurden zwei von 100 Kindern von Frauen geboren, die jünger als 18 Jahre alt waren.
Ein Blick auf die Altersgruppe der unter 15-Jährigen zeigt, dass die Werte im Betrachtungszeitraum ebenfalls schwanken und somit keine Aussage zur Entwicklungsrichtung zulassen.
Die meisten Geburten von Müttern unter 15 Jahren gab es mit 16 Kindern im Jahr 2003, die niedrigste Zahl mit 9 Kindern im Jahr 2001.
Die Daten für die kreisfreien Städte und Landkreise im Jahr 2005 weisen dagegen deutlichere Unterschiede auf. Sichtbar wird dies durch die Betrachtung des Anteils der Kinder minderjähriger Mütter an allen Lebendgeborenen des jeweiligen Landkreises. Vergleichsweise hoch ist dieser Anteil mit 2,7 Prozent im Kyffhäuserkreis und Unstrut-Hainich-Kreis. Den vorletzten Platz in dieser Rangliste nimmt die kreisfreie Stadt Jena mit 0,7 Prozent ein. Nur in der kreisfreien Stadt Suhl waren alle Mütter der im Jahr 2005 geborenen Kinder volljährig.
Autor: nnzIm Jahr 2005 erblickten in Thüringen nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 16 713 Kinder das Licht der Welt. 277 bzw. 1,7 Prozent dieser Kinder wurden von Frauen geboren, die das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht hatten. Im Jahr zuvor kamen 17 310 Babys zur Welt. Darunter befanden sich 272 bzw. 1,6 Prozent Lebendgeborene, deren Mütter noch minderjährig waren. Damit hat sich der Anteil Lebendgeborener junger Mütter unter 18 Jahren im Vergleich zum Jahr 2004 leicht erhöht.
Minderjährige Mütter stellen insgesamt eine sehr kleine Gruppe dar. In Thüringen lag die Zahl von Geburten von Minderjährigen in den Jahren von 2000 bis 2005 zwischen 272 (2004) und 335 (2002). Bezogen auf alle Geburten des jeweiligen Jahres schwanken die Anteile der Geburten minderjähriger Mütter zwischen 2,0 Prozent im Jahr 2002 und 1,6 Prozent im Jahr 2004. Somit ist ein Trend in Richtung Zunahme der Geburten von unter 18-jährigen Müttern auf der Basis dieser Zahlen nicht erkennbar. In allen Jahren von 2000 bis 2005 wurden zwei von 100 Kindern von Frauen geboren, die jünger als 18 Jahre alt waren.
Ein Blick auf die Altersgruppe der unter 15-Jährigen zeigt, dass die Werte im Betrachtungszeitraum ebenfalls schwanken und somit keine Aussage zur Entwicklungsrichtung zulassen.
Die meisten Geburten von Müttern unter 15 Jahren gab es mit 16 Kindern im Jahr 2003, die niedrigste Zahl mit 9 Kindern im Jahr 2001.
Die Daten für die kreisfreien Städte und Landkreise im Jahr 2005 weisen dagegen deutlichere Unterschiede auf. Sichtbar wird dies durch die Betrachtung des Anteils der Kinder minderjähriger Mütter an allen Lebendgeborenen des jeweiligen Landkreises. Vergleichsweise hoch ist dieser Anteil mit 2,7 Prozent im Kyffhäuserkreis und Unstrut-Hainich-Kreis. Den vorletzten Platz in dieser Rangliste nimmt die kreisfreie Stadt Jena mit 0,7 Prozent ein. Nur in der kreisfreien Stadt Suhl waren alle Mütter der im Jahr 2005 geborenen Kinder volljährig.

