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Mo, 13:54 Uhr
14.08.2006

Nachgeholt

Nordhausen (nnz). Fordern und fördern – so lautet eigentlich der Auftrag der Gesetzlichkeiten, die gemeinhin als „Hartz IV“ bekannt sind. Die nnz verdeutlicht mit einem Beispiel, wie im Landkreis Nordhausen nicht nur „gefordert“, sondern auch gefördert wird.


Am 1. August 2006 ist in der Arbeitsgemeinschaft des Landkreises Nordhausen (ARGE) ein neues Projekt zur Integration gestartet worden. Partner der ARGE ist dabei die Kreisvolkshochschule Nordhausen. Das Projekt richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die über keinerlei Schulabschluss verfügen. Sie werden gemeinsam mit beiden Partnern auf den Erwerb eines externen Hauptschulabschlusses vorbereitet. Eingeschlossen darin ist eine individuelle Förderung der Kursteilnehmer.

Die entsprechenden Kandidaten waren zuvor durch die Mitarbeiter der ARGE getestet worden, für 20 hatte am 1. August der Kurs begonnen. Der hat eine Dauer von einem Jahr und endet mit dem Ablegen der mündlichen und schriftlichen Prüfungen. Hier will die Geschäftsführung der ARGE noch einen zusätzlichen Anreiz schaffen. „Wer die Prüfungen erfolgreich absolviert, wird bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz intensiv unterstützt“, so ARGE-Geschäftsführer Hans-Georg Müller.

Die Teilnehmer des Kurses erhalten während ihrer „Schulzeit“ die Leistungen der Grundsicherung, die Kosten der Unterkunft sowie das Fahrgeld vom Wohnort nach Nordhausen erstattet. Außerdem werden von der Arbeitsgemeinschaft die Lehrgangskosten übernommen.

Mit dieser Maßnahme will Müller die Bedeutung der Weiterbildung innerhalb der Integration von Langzeitarbeitslosen herausstellen. Ein Schulabschluss ist die Grundvoraussetzung, um auf dem Arbeits- oder Ausbildungsmarkt überhaupt noch eine Chance zu haben. Bildung lohnt sich immer, so die Devise. Selbst vor dem Hintergrund der drastischen Kürzung der Mittel seitens des Bundes. Nach Angaben der Nordhäuser ARGE stehen nur noch 75 Prozent der am Jahresanfang angekündigten Mittel aus Berlin zur Verfügung.
Autor: nnz

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