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Do, 11:13 Uhr
04.04.2024
Hochschule Nordhausen

Förderung für Null-C02-Forschung geht weiter

An der Hochschule Nordhausen geht die Erforschung des klimafreundlichen Umbaus der Thüringer Wirtschaft mit Fördergeldern des Energieministeriums weiter...

Nach einer ersten Förderphase für Forschung (2019–2022) und deren Umsetzung wurde eine weitere Fördersumme (rund 500.000 Euro) für zwei weitere Jahre (bis Ende Juli 2026) bewilligt. Ziel des ZO.RRO-Projekts (Zero Carbon Cross Energy System) ist es, die CO2-freie Energieversorgung für die Industrie zu simulieren und zu demonstrieren, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Das Projekt erforscht, wie die Transformation des Energiesystems am Beispiel Thüringens durchgeführt werden kann, wobei der Schwerpunkt auf der Dekarbonisierung der Energieversorgung liegt und darauf, wie Erzeuger und Verbraucher in einem optimalen System interagieren und Verbraucher untereinander Synergien heben können. Im Zeitraum bis 2026 rückt die Thüringer Glasindustrie in den Fokus.

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Dazu erklärt Energieminister Stengele: „Für die Herausforderungen der Energiewende brauchen wir gute Forschung. ZO.RRO zeigt, wie sich Wirtschaftskraft und Klimaschutz verbinden. Für die Wirtschaft geht es auch um Versorgungssicherheit, Preisstabilität und regionale Wertschöpfung in einem klimaneutralen Energieversorgungssystem.“

In der zweiten Phase des Projekts, ZO.RRO II, werden konkrete Umsetzungen der erarbeiteten Konzepte in Zusammenarbeit mit den beteiligten Unternehmen angestrebt. Diese Phase konzentriert sich auf die Entwicklung von individuellen Konzepten für die Reduktion von CO2-Emissionen in den Unternehmen. Dabei werden unter anderem flexible Produktionsprozesse und der CO2-optimale Betrieb erprobt. Dabei arbeitet die Hochschule Nordhausen eng mit dem Thüringer Erneuerbare Energien Netzwerk ThEEN e.V. zusammen. Das Projekt leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende in Thüringen und unterstützt die regionale Industrie auf dem Weg zur Klimaneutralität. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, die einen bedeutenden Anteil an der thüringischen Wirtschaft haben, können von den Forschungsergebnissen und entwickelten Technologien profitieren, um ihre Produktion CO2-frei zu gestalten und sich somit auch im Wettbewerb abzuheben.

Auch in der zweiten Phase des Projektes gibt es neben dem ZO.RRO-II-Projekt des Landes einen vom Bund (BMWK) geförderten Teil, ZO.RRO II Glas. Beide Teile sind eng miteinander verzahnt. Der vom Bund geförderte Projektteil wird unter Konsortialführung der TU Ilmenau durchgeführt und soll am Beispiel der Thüringer Glasindustrie und der metallverarbeitenden Industrie zeigen, wie eine hochverfügbare, nachhaltige und wirtschaftliche Elektroenergieversorgung umgesetzt werden kann.
Autor: red

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Kommentare
Kritiker2010
04.04.2024, 13:41 Uhr
Als nächstes bitte das Perpetuum Mobile
Es ist immer gut zu forschen, auch ergebnisoffen – einfach mal spinnen. Schon so manche Lösung war ein Zufallsfund oder Abfallprodukt der eigentlich geplanten Forschung.

Wenn ich aber schon "Null-CO2" im Titel lese, sträuben sich mir die Haare. Nicht nur, dass es in der Gesamtschau praktisch unmöglich ist, ohne (CO2-) Emissionen zu produzieren. Es ist auch der mit zahlreichen Scheuklappen behaftete CO2-Fetisch, der solche Projekte ins Kraut schießen lässt, während andere Potenziale ignoriert werden.

Forschungsprojekte sind auf Geld angewiesen und das fließt heute besonders üppig, wenn man im Förderantrag/Projekttitel Trigger-Worte verwendet, z.B. CO2, Klima, Gender, Kolonialismus, Antifaschismus und irgendwas mit Gerechtigkeit. Und irgendwie muss man das vorhandene Personal ja auch beschäftigen und bezahlen.

Nun, warten wir ab, ob und was am Ende dabei herauskommt und ob es den Weg in die Wirtschaft oder ins Archiv findet. Ich lasse mich gern überraschen – aber nur mit robusten Ergebnissen und tragfähigen Lösungen!

Zur allgemeinen Erheiterung erinnere ich an Jeremiah Thoronka, einen jungen Mann aus Sierra Leone, der es neulich geschafft hat, sich von "Fachleuten" für eine erfundene Erfindung zur emissionsfreien Stromerzeugung auszeichnen zu lassen. Leider war diese tolle Erfindung dann aber nicht auffindbar.

Und am Ende hieß es mal wieder: Nicht das Erreichte zählt, sondern das Erzählte reicht!
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