Di, 15:32 Uhr
18.07.2006
Wie weiter mit dem Landkreis?
Nordhausen (nnz). Diese Frage war zwar heute während der Sitzung des Kreisausschusses nicht gestellt worden. Sie wurde demzufolge auch nicht beantwortet. Im Grunde genommen steht es um den Landkreis schlecht. Sehr schlecht.
Mit fünf Millionen Euro wird im August der Kassenkredit der Landkreisverwaltung überzogen sein. Das kostet richtig Zinsen, aber egal: Jetzt liegt der erste Entwurf eines Konsolidierungskonzeptes vor. Im Landesverwaltungsamt und im Innenministerium hat man sich das Papier angesehen und darauf geantwortet, dass der Landkreis Nordhausen seine hausgemachten Probleme selbst klären solle und nicht auf eine große Geldtüte vom Land warten dürfe. Vielleicht sollte man auch in diesem Jahr noch einen Haushalt beschließen? Die eingeplante Erhöhung der Kreisumlage ist jedenfalls pfutsch.
Und so schlägt mit all den anderen Nicklichkeiten ein Minus von drei Millionen Euro zu Buche, die woanders reingeholt werden müssen. Fehlbeträge abbauen, Rücklagen aufbauen, so simpel ist die Rechnung der ersten Beigeordneten Jutta Krauth (SPD). Und sie kündigte bereits an, im kommenden und in den nächsten Jahren die Kreisumlage erhöhen zu müssen. Was sie nicht sagte – die Umlage wird kräftig erhöht werden müssen, die Daumenschrauben aus Weimar und Erfurt werden Kompromisse kaum zulassen.
Bevor das Konsolidierungskonzept bis zum Jahr 2012 abgearbeitet werden kann, muss die Liquidität der Verwaltung sichergestellt sein. Immer noch soll es einen Zeitverzug bei der Begleichung von Rechnungen geben, wurde heute verkündet. Im Klartext: Es muß gewartet werden, dass Geld reinkommt, bevor Handwerker bezahlt werden.
Was denn in dem Konsolidierungskonzept alles drin steht, wollten einige Kreistagsmitglieder heute wissen? Konkret sei man geworden, so Landrat Joachim Claus (CDU). Zum Beispiel sollen die Personalkosten um 900.000 Euro gesenkt werden – allerdings bis zum Jahr 2011.
Autor: nnzMit fünf Millionen Euro wird im August der Kassenkredit der Landkreisverwaltung überzogen sein. Das kostet richtig Zinsen, aber egal: Jetzt liegt der erste Entwurf eines Konsolidierungskonzeptes vor. Im Landesverwaltungsamt und im Innenministerium hat man sich das Papier angesehen und darauf geantwortet, dass der Landkreis Nordhausen seine hausgemachten Probleme selbst klären solle und nicht auf eine große Geldtüte vom Land warten dürfe. Vielleicht sollte man auch in diesem Jahr noch einen Haushalt beschließen? Die eingeplante Erhöhung der Kreisumlage ist jedenfalls pfutsch.
Und so schlägt mit all den anderen Nicklichkeiten ein Minus von drei Millionen Euro zu Buche, die woanders reingeholt werden müssen. Fehlbeträge abbauen, Rücklagen aufbauen, so simpel ist die Rechnung der ersten Beigeordneten Jutta Krauth (SPD). Und sie kündigte bereits an, im kommenden und in den nächsten Jahren die Kreisumlage erhöhen zu müssen. Was sie nicht sagte – die Umlage wird kräftig erhöht werden müssen, die Daumenschrauben aus Weimar und Erfurt werden Kompromisse kaum zulassen.
Bevor das Konsolidierungskonzept bis zum Jahr 2012 abgearbeitet werden kann, muss die Liquidität der Verwaltung sichergestellt sein. Immer noch soll es einen Zeitverzug bei der Begleichung von Rechnungen geben, wurde heute verkündet. Im Klartext: Es muß gewartet werden, dass Geld reinkommt, bevor Handwerker bezahlt werden.
Was denn in dem Konsolidierungskonzept alles drin steht, wollten einige Kreistagsmitglieder heute wissen? Konkret sei man geworden, so Landrat Joachim Claus (CDU). Zum Beispiel sollen die Personalkosten um 900.000 Euro gesenkt werden – allerdings bis zum Jahr 2011.

