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So, 09:07 Uhr
16.12.2001

nnn-Rückspiegel: 16. Dezember 2000

Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.


Kreiselternsprecher wünschen weitere Informationen
Erfreut über die Aufbereitung und Zuarbeit der Daten für die Schulentwicklungsplanung der städtischen Grund- und Regelschulen zeigten sich der Kreiselternsprecher, Sven Lutze, und zwei weitere anwesende Schulelternspecher nach der Stadtratssitzung am Mittwoch. Diese Informationen seien als ordentlich gebundenes Werk, erstmals seitens der städtischen Schulverwaltung, für jeden Schulelternsprecher zur Verfügung gestellt worden. Das bedeute einen großen Fortschritt in der Öffentlichkeitsarbeit des Amtes. Nach erster Durchsicht fehlten jedoch noch ein paar wesentliche Ausarbeitungen zu den seitens der Elternvertretung gewünschten Informationen.


265 Mark für Deutschen Kinderschutzbund Nordhausen
Die diesjährige Weihnachtsfeier der Mitarbeiter der Nordhäuser Fachhochschule (FHN) erbrachte eine Spende von 265,50 Mark für den Deutschen Kinderschutzbund Nordhausen e.V. Neben dieser Aktion gab es natürlich auch eine Überraschung, das Verschenken der „grauseligsten“ Weihnachtsüberraschung. Als die Beschenkten ihr Päckchen bereits sicher wähnten, wurden die Geschenke nach einen ausgeklügelten Würfelsystem noch einmal getauscht. Mancher, der sich bereits über ein Puzzle für die Enkeltochter oder einen elektrischen Dosenöffner gefreut hatte, erhielt letztlich als Nichtraucher eine Packung Zigarillos. Wichtig war aber schließlich doch der Erlös dieser Feier, der auf Anregung einer Lehrkraft im Studiengang Sozialmanagement für den Kinderschutzbund gespendet wurde.


UAN: Großteil der künftigen Projekte soll in Leinefelde realisiert werden
Die Vereinsversammlung der Umweltakademie Nordthüringen verlief wohl doch nicht so, wie sich das der Vorstand vorgestellt hatte. Zwar hielt der scheidende „Chef“ der UAN, Prof. Horsch, sein Bilanzreferat und konnte dabei auch auf Erfolge der Arbeit hinweisen. Wie vor den Kopf geschlagen waren die Mitglieder anschließend von den beabsichtigten Satzungsänderungen, die jedoch mehrheitlich abgelehnt wurden. So soll unter anderen der Vereinssitz nach Leinefelde verlegt werden. Angeblich sei Leinefelde mehr als die Nordhäuser Region bereit, Projekte der Umweltakademie mit Eigenmitteln zu unterstützen. Als Argument für den Umzug wurde auch der Mietpreis im BIC-Nordthüringen genannt. Doch dann kommt der eigentliche Hammer: Im BIC mußte die UAN im Jahr weniger als 40.000 Mark Miete inklusive Betriebskosten hinlegen. Im kommenden Jahr plant die UAN jedoch mit Mietkosten in Höhe von 40.000!! Betrachtet man sich die beiden Standorte näher, dann fällt ein Niveauunterschied deutlich ins Auge. Die Vorteile des BIC-Nordthüringen wurden in einem nnz-Gespräch mit Geschäftsführer Nüchter bereits dargestellt. In Leinefelde selbst stellt sich die Szenerie doch schon etwas pikanter dar. In einem unsanierten Plattenbau sind dort die Räumlichkeiten am Bonifatiusplatz untergebracht. Selbst bei der Betrachtung der Klingelanlage kommt ungewollt triste DDR-Nostalgie auf. Hier sollte man doch von einem Niveauverlust sprechen.

Ein weiterer Punkt, der in der Satzung des Vereins geändert werden sollte, betraf künftige Beteiligungen. So darf sich der eingetragene Verein an Unternehmungen beteiligen, die den Vereinszweck fördern, gleiches sollte für Unternehmensgründungen gelten. Vielleicht, so munkelt man in Leinefelde, stehen einige Unternehmen da schon in den Startlöchern und warten nur auf eine Beteiligung der Umweltakademie an ihrem unternehmerischen Handeln. Der Blick auf die oben erwähnte Klingelleiste in der Leinefelder Südstadt könnte weitere Schlußfolgerungen nach sich ziehen. Bislang haben nach Informationen der nnz nur wenige Eingeweihte in Leinefelde Kenntnis von einer Verlagerung des Vereinssitzes. Während der jüngsten Sitzung des Leinefelder Stadtrates war in der Tagesordnung zwar die UAN Thema, doch dieser Punkt wurde zurückgezogen, da die notwendigen Gelder (271.000) für das Projekt „Stadtteilmanagement Leinefelde“ noch nicht im Eichsfeld angekommen sind. Übrigens wird der Umzug nach Leinefelde verständlich, wenn man sich die Einnahmeseite des Haushaltsplanes der UAN für das kommende Jahr ansieht. Von 1,8 Millionen Mark sind allein rund 1,1 Millionen Mark für Projekte in Leinefelde und Umgebung verplant. Auf den bescheidenen Rest Nordthüringen entfallen 134.000 Mark, zuzüglich 13.000 Mark für das Projekt „Umweltschulen in Europa“.


Vermißtes Kind: Auch Suche mit Polizeihubschrauber blieb erfolglos
Die Nordhäuser Polizei hat immer noch keine Spur von Markus Heinrich aus Niedergebra. Der Junge wird seit über einer Woche vermißt. Er hatte nach einem Streit mit seinen Eltern die Wohnung verlassen und ist seit dem nicht mehr zurückgekehrt. Für die Beamten ist aufgrund des langen Verschwindens ein mittlerweile „bedrohlicher“ Zustand eingetreten. Am Mittwoch wurden die Region um Niedergebra nochmals intensiv abgesucht, dabei kam auch ein Poizeihubschrauber zum Einsatz. Die Kripo hat eine Arbeitsgruppe gebildet, die allen bisherigen Hinweisen aus der Bevölkerung nachgegangen ist, bisher jedoch ohne greifbaren Erfolg.


A 38: zehn Brückenbauwerke zwischen Werther und Wipperdorf
Zu einer sogenannten „Anlaufbesprechung“ zum weiteren Bau der Autobahn A 38 trafen sich am Vormittag Vertreter der DEGES, des Planungsbüros aus Breitenworbis und kommunale Politiker in Werther. Dabei wurde seitens der DEGES erläutert, daß der Auftrag für den 9,6 Kilometer langen Abschnitt von Werther bis Wipperdorf in drei großen Losen vergeben worden sei. Auch Unternehmen der Region sollen bei der Vergabe mit berücksichtigt worden sein. Die fast zehn Kilometer Autobahn werden sich als kompliziert erweisen, vor allem wegen der zehn vorgesehenen Brückenbauwerke. Die Bauexperten rechnen mit der Fertigstellung dieses Abschnitts im September 2002. Bereits im Januar soll mit Landwirten der Region ein Flurgang entlang der vorgesehenen Trasse durchgeführt werden, bei dem Probleme „vor Ort“ erörtert und auf den Weg der Lösung gebracht werden sollen.


Abfallabfuhr am Töpfer- und Handwege nicht von zentralen Plätzen
Die Grundstückseigentümer im Nordhäuser Wohnungsbaugebiet können aufatmen. Nach nnz-Informationen soll sich an der Abfuhr des Restabfalls und der Bio-Tonnen nichts ändern. Das Umweltamt der Kreisverwaltung und die Stadtwerke werden in den nächsten Tagen nach konkreten Lösungen suchen, wie eine Abfuhr an den Grundstücken aus technischer Sicht erfolgen kann. Ebenfalls soll dann eine Variante für die Abholung gelben Säcken vorgestellt werden. Die Bürger des Wohngebietes hatten gegen eine Ankündigung des Umweltamtes protestiert, in dem die Abholung der Tonnen nur noch an zentralen Plätzen im Wohngebiet vorgesehen war. Stadtwerke-Geschäftsführer Mathias Hartung hatte bereits auf einer Anwohnerversammlung eine entsprechend positive Reaktion des städtischen Unternehmens auf die berechtigten Einwände der Grundstücksbesitzer angekündigt.
Autor: nnz

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