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Sa, 17:00 Uhr
08.07.2006

Stolpern und erininern

Nordhausen (nnz). Ende dieses Monats verlegt Gunter Demnig in Nordhausen weitere zehn Stolpersteine“. Was es mit diesen Steinen auf sich hat, das hat jetzt die nnz erfahren.

Stolpern und erininern (Foto: nnz) Stolpern und erininern (Foto: nnz)

Treffpunkt für das Setzen des 1. Steines ist um 8.30 Uhr in der Meyenburgstraße. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Mit dem „Stolperstein“-Projekt schafft Demnig Mahnmale in Form von Messing überzogenen Pflastersteinen, um an das Schicksal der Menschen zu erinnern, die von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet wurden.

Die Steine versieht er mit dem Schriftzug „Hier wohnte“, dem Namen, Geburtsjahr und dem Schicksal des Menschen, meist das Datum der Deportation oder des Todes. Dann lässt er sie jeweils bündig in den Bürgersteig oder die Straße direkt vor der Haustür zur letzten Wohnung desjenigen ein. Nordhausen war im Herbst 2004 die erste Thüringer Stadt, in der auf diese Art an die Opfer erinnert wurde. Damals wurden vier Steine verlegt.

Bei der aktuellen Aktion werden die Steine gesetzt in der Meyenburg-, Nebelung-, Jüden-, Rauten- und Halleschen Straße sowie an der Johannistreppe. Seit seiner Ursprungsidee 1992/93 hat Gunter Demnig ca. 7500 Steine in 130 Städten gesetzt. Ermöglicht wird das Projekt in Nordhausen durch den Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.“, das Kinderheim „Frohe Zukunft“ und zwei private Paten, Andreas Lesser und Gert Bufe
Autor: nnz

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