Mi, 11:48 Uhr
12.07.2006
nnz-Doku: Für unser Theater (3)
Nordhausen (nnz). Nach den vielen Willensbekundungen zum Erhalt des Nordhäuser Theaters ab dem Jahr 2009, haben sich auch die Stadträte mit diesem Thema beschäftigt. Was die sagen, das hat jetzt die nnz erfahren.
Die Mitglieder des Stadtratsausschusses für Schulen, Kultur, Soziales und Sport haben sich gestern Abend für den Erhalt des Nordhäuser Theaters in seiner jetzigen Form ausgesprochen - und gegen die vorgesehenen Kürzungen von Kultusminister Goebel, gibt Ausschussvorsitzende Christa Biesenbach (CDU) das Votum der Mitglieder wieder.
Die krasse Benachteiligung Nordthüringens ist für uns nicht nachvollziehbar - zumal es gerade die Nordthüringer Bühnen waren, die schon in den frühen 90-iger Jahren mit der Fusion und der Gründung einer modernen und schlanken GmbH- und vor wenigen Jahren mit der schmerzhaften Preisgabe der Schauspielsparte - quasi in Vorleistung gegangen sind. Dies wird in keiner Weise honoriert, heißt es in der Entschließung weiter.
Hinzu komme, dass die Mitarbeiter des Theaters mit dem Verzicht auf Teile ihres Gehaltes einen Beitrag zur Konsolidierung geleistet hätten. Darüber hinaus ist es Intendanz und Mitarbeitern gelungen, die Auslastung der Nordhäuser Bühne innerhalb weniger Jahre auf über 75 Prozent zu steigern - auch dies hätte eigentlich in Erfurt zur Kenntnis genommen werden müssen, zumal sich diese Zahl im Thüringer Vergleich sehen lassen kann. Und letztlich muss uns erklärt werden, wie es ins Konzept eines Tourismuslandes Thüringen passt, dass wir mit der Aufgabe des Theaters ganze Besucherströme aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt praktisch verprellen.
Die Ausschussmitglieder fordern alle Beteiligten zu fairen Gesprächen auf, die der Region Nordthüringen gerecht werden.
Autor: nnzDie Mitglieder des Stadtratsausschusses für Schulen, Kultur, Soziales und Sport haben sich gestern Abend für den Erhalt des Nordhäuser Theaters in seiner jetzigen Form ausgesprochen - und gegen die vorgesehenen Kürzungen von Kultusminister Goebel, gibt Ausschussvorsitzende Christa Biesenbach (CDU) das Votum der Mitglieder wieder.
Die krasse Benachteiligung Nordthüringens ist für uns nicht nachvollziehbar - zumal es gerade die Nordthüringer Bühnen waren, die schon in den frühen 90-iger Jahren mit der Fusion und der Gründung einer modernen und schlanken GmbH- und vor wenigen Jahren mit der schmerzhaften Preisgabe der Schauspielsparte - quasi in Vorleistung gegangen sind. Dies wird in keiner Weise honoriert, heißt es in der Entschließung weiter.
Hinzu komme, dass die Mitarbeiter des Theaters mit dem Verzicht auf Teile ihres Gehaltes einen Beitrag zur Konsolidierung geleistet hätten. Darüber hinaus ist es Intendanz und Mitarbeitern gelungen, die Auslastung der Nordhäuser Bühne innerhalb weniger Jahre auf über 75 Prozent zu steigern - auch dies hätte eigentlich in Erfurt zur Kenntnis genommen werden müssen, zumal sich diese Zahl im Thüringer Vergleich sehen lassen kann. Und letztlich muss uns erklärt werden, wie es ins Konzept eines Tourismuslandes Thüringen passt, dass wir mit der Aufgabe des Theaters ganze Besucherströme aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt praktisch verprellen.
Die Ausschussmitglieder fordern alle Beteiligten zu fairen Gesprächen auf, die der Region Nordthüringen gerecht werden.

