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Mi, 16:46 Uhr
13.03.2024
Autobahnpolizei

Zu schwer für die Waage

Gestern führten Beamte der Kontrollgruppe der Autobahnpolizei Nordhausen schwerpunktmäßige Kontrollen für gewerblichen Personen- und Güterverkehr in Katharinenberg durch. Hierbei wurde gegen 13:00 Uhr ein Holztransport kontrolliert. Dieser war mit Buche beladen...

Bei der Inaugenscheinnahme der Ladung ergab sich schnell der Verdacht, dass der Transport überladen sein könnte. Die Beamten fuhren mit dem LKW zu einem nahegelegenen Steinbruch, um auf einer dortigen Brückenwaage das genaue Gewicht festzustellen.

Lkw mit Rekordgewicht (Foto: LPI) Lkw mit Rekordgewicht (Foto: LPI)


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Dies führte jedoch nicht zum gewünschten Erfolg. Die Beamten staunten nicht schlecht, als die Mitarbeiterin sagte, dass die Waage nur bis 50 Tonnen funktioniert und der Transport mehr wiegen muss. Somit wurde das Fahrzeug selbst mittels eigener Radlastwaage verwogen. Die Fahrzeugkombination erreichte hierbei einen traurigen Rekordwert von 55,52 Tonnen.

Die Weiterfahrt wurde untersagt und die Umladung angeordnet. Gegen den deutschen Fahrer, sowie auch gegen das Unternehmen wurde ein entsprechendes Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.
Autor: red

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Kommentare
Paulinchen
13.03.2024, 22:05 Uhr
Der Fahrer ist...
.. bestimmt der Adolf Hennecke unter seinen Kollegen.

Man verdient sich nur die Anerkennung beim Chef, wenn man die Norm mehr als nur erfüllt....
P.Burkhardt
13.03.2024, 22:13 Uhr
gerade bei Langholz...
...ist das Gewicht schwer abzuschätzen... ein Stamm zu viel kann schon zu so einer Überladung führen.... und mitten im Wald, wo nunmal aufgeladen wird, gibt es keine Waagen. Ob man das jetzt dem Fahrer oder überhaupt jemandem anlasten kann, wa(a)ge ich zu bezweifeln.

Ich würde das vielleicht einfach unter "dumm gelaufen" verbuchen. In Ordnung ist die Überladung deswegen natürlich nicht.

Die "Norm", liebes Paulinchen, wird in diesem Fall von der StVZO geregelt....und nicht vom Plan oder Arbeitgeber. Falls dieser Kommentar witzig sein sollte - dann hat der Witz einen bald 30jahre alten Bart.
Kobold2
14.03.2024, 06:08 Uhr
Entschuldigung,
Im Wald braucht es schon länger keine Waage mehr. Die entsprechende Technik ist in den Fahrzeugen verbaut und man die Daten bequem vom Fahrersitz aus ablesen.
Hier wollte man sich wohl eher eine Tour sparen.
Wenn das Auge der Behörden schon eine Überladung vermuten lässt, dann ist das dem Fahrer erst recht bewußt. Der Trick, das mit 530PS und mehr, etwas kaschieren zu wollen, ist ebenso alt, wie der Holzfahrerspruch, das Holz nachts nur die Hälfte wiegt.
Eine leistungsabhängige Entlohnung ist übrigens nicht zulässig. Henneckes Nachfolger kann man hier nicht werden.
E20
14.03.2024, 08:48 Uhr
alles richtig Kobold
aber bitte nicht vergessen, daß der LKW beim Beladen im Wald nicht auf einer ebenen
Betonfläche steht
Kobold2
14.03.2024, 10:04 Uhr
Das erklärt
In diesem Fall aber nicht die "kleine Abweichung " von ~15t. Bei der Verwiegung an der Abladestelle fallen die Abweichungen dann auf und danach kann man sich richten.
Fönix
14.03.2024, 10:45 Uhr
Da muss ich dem Kobold ausnahmsweise mal
Recht geben. Selbst wenn die Kranwaage mal ausfallen sollte kann jeder halbwegs erfahrene Langholzfahrer bei frischgeschlagener Buche (Dichte nahezu 1) das Gewicht auf Basis der geladenen Raummeter problemlos ermitteln. Und was der übermäßige LKW-Verkehr anrichtet, können wir demnächst wieder auf den Umleitungsstrecken der B4 erleben. Jeder LKW richtet hier mehr Schaden an als 1 Mio. PKW. Und überladene LKW potenzieren das Problem...

Auch auf meiner Lieblingsausweichstrecke von der A14 (wo derzeit abschnittsweise die Reparaturtrupps gewaltige Risse sanieren müssen, in denen ich problemlos meine Hand versenken könnte) über Alsleben, Siersleben und Eisleben zur A38 ist die ehemals perfekte Straße vollkommen demoliert, so dass ich gestern mehr Slalom als geradeaus gefahren bin...

Aber der selbsternannte Statistikexperte P. Burghardt überblickt ja vom vollgefu..ten Sessel aus alle vergegenständlichten Arbeiten bis in's Detail. Genau so wie bei seiner Milchmädchenrechnung zum Gewinn der Landwirte vor ein paar Wochen hier in der nnz. Da hat er nur Idealwerte angenommen und einen Mondpreis erfunden, der ohne jeglichen Praxisbezug alles abbildet aber nicht durchschnittliche Werte über einen längeren Zeitraum.

Weder wurden die gravierenden Schwankungen der Weltmarktpreise (aktuell z.B. aufgrund der Getreideschwemme aus der Ukraine) berücksichtigt noch die Tatsache, dass die optimale Ernte von ausschließlich A-Weizen längst nicht die Regel ist. Von erheblichen Ertragseinbußen z. B. durch Trockenheit, wo bestenfalls Futterweizen geerntet werden kann bis hin zum Totalausfall z.B. durch Hochwasser ist alles möglich und regelmäßig Realität.
Dass weitere negative Einflüsse wie Krankheiten und Schädlingsbefall sowie deren Bekämpfung genau so eine Rolle spielen wie die Tatsache, dass ein Landwirt nicht jedes Jahr auf jeder Fläche Weizen anbauen kann, sei nur am Rande erwähnt.

Jeder seriöse Statistiker definiert erst einmal die Randbedingungen mit den dazugehörigen Bandbreiten. Aber Statistikprofi P. Burghardt weiß davon nichts oder setzt sich großherzig darüber hinweg. Was ich von so einer Herangehensweise halte, schreibe ich hier jetzt lieber nicht, sonst schlägt der Zensurprofi wieder zu...
P.Burkhardt
14.03.2024, 14:40 Uhr
Ah okay, Kobold...
...das wusste ich nicht, aber klar.. es liegt ja nahe, dass der LKW seine Beladung selber misst. In dem Fall hat es wohl doch der Fahrer zu vertantworten.

Was sich der Fönix jetzt hier wieder abarbeiten muss, erschließt sich mir nicht....aber jeder gerne wie er mag.
Kobold2
14.03.2024, 18:40 Uhr
Einer der Wenigen
der hier die Grösse besitzt, Hinweise zum Thema dankend anzunehmen. Da ist das Niveau noch nicht ganz verloren, während andere lieber Meinungen über die Fakten stellen. Ich hätte auch gern gewusst, wo die Fakten zum 1 zu 1Mio Vergleich zu finden sind, oder ob das doch nur eine Milchmädchenrechnung ist. Da die Branche sehr vielseitig ist, denke ich eher letzteres.
Bei Ihren bisherigen Kommentaren habe ich mit einer derartigen Reaktion gerechnet.
Danke dafür!
Iltis
14.03.2024, 19:50 Uhr
Kostendruck, geplatzte Kreditlinien,...
führen eben auch zu solchen Verstößen gegen geltendes Recht. Wer sich als Spediteur oder Lohnunternehmer aufgrund des boomenden Holzgeschäftes in USA und China teure Maschinen und Fahrzeuge angeschafft hat, steht jetzt vor den Trümmern seiner Entscheidung. Die Marx'sche Dialektik hat hier gnadenlos funktioniert. Die Immo Krise vor allem im kommunistischen China hat alle eingeholt.
Das soll kein Gutheißen von Verstößen gegen geltendes Recht sein. Es könnte aber erklären, warum so gehandelt wird und dass so etwas passiert. Denn Paulinchen bezahlt ja auch keinen Cent für ihre Holzvertäfelung mehr, als sie muss.😉

Was der überladene Holzlaster in ellenlangen Monologen nun wieder mit Weizen aus der Ukraine, mit deutschen Landwirten, Futterweizen, persönlichen Befindlichkeiten gegen andere Kommentatoren, ...zu tun hat, erschließt sich mir als Kenner der Holzbranche auch nicht.😜
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