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So, 18:26 Uhr
10.03.2024
Forum:

Taurus – eine selbsterfüllende Prophezeiung

Mancher kennt es, ein Freitag der 13. rückt näher und damit verbunden die Sorge es könne ein Missgeschick passieren. Oft gehen diese Gedanken einher mit einer schwierigen aktuellen Lebenssituation, welche vermeintlich eine Grundlage für diese Annahme bietet. Ein Leserbrief...


Tausche ich Leben durch Krieg und den Taurus durch den Freitag aus, ergibt sich eine solche politische Situation aktuell. Denn, „wenn die Menschen Situationen als real definieren, sind sie in ihren Konsequenzen real.“.

Woher kommt diese real erlebte politische Situation in unserem Land? Aus meiner Sicht sind es die Narrative welche täglich durch Politik und Mainstream Medien vorgegeben und von Bürgern gelebt werden. Ein aktuelles Beispiel ist das abgehörte Interview von 4 Bundeswehrangehörigen, darunter 2 Generälen, welches einerseits als Desinformation benannt andererseits aber inhaltlich als echt bezeichnet wird. Ähnlich verhielt es sich mit dem Putin-Interview von Tucker Carlson. Auch hier ging es nicht um Inhalte, es reichte aus, dass es aus Russland kam um dies als nicht sehenswert und inhaltlich nicht relevant dem Bürger deutlich zu verstehen zu geben. Man vergleiche den Hype um die nunmehr hauptsächlichen Meinungsäußerungen von CORRECTIV zu einem privaten Treffen in Potsdam!

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Was würde passieren, wenn sich eben diese Politik und Medien mit den Inhalten öffentlich-rechtlich befassen würden und so den Bürger teilhaben lassen an einer pluralistischen Meinungsbildung. Dann würde der Bürger bspw. erfahren, dass Putin im Interview darauf hingewiesen habe, dass der Rückzug aus Kiew 2022 eine Forderung von Macron und Scholz gewesen sei, um den Friedensverhandlungen zu dieser Zeit Nachdruck zu verleihen. Das Narrativ bis heute ist jedoch, es gab keine Friedensverhandlungen und wenn dann nur ganz nebenbei und die Russen sind vor der Übermacht der Ukrainischen Streitkräfte geflohen …

Aber zurück zum Taurus-Gespräch, welches durch das verwendete Denglisch teils schwer zu verstehen, aber transkribiert durchaus lesenswert ist. Es ist spannend zu erfahren, dass bereits im Oktober 2023 der größte Bündnispartner (USA-Wilsbach-Schneider) in das Thema involviert war (nachzulesen in den ersten 5 Minuten des Gespräches) und ebenso, dass bereits im Vorfeld des Gespräches 3 mögliche Routen zum Angriff auf die „Krim-Brücke“ von einem Anwesenden durchgespielt wurden. Bedenklich stimmt dann noch, dass die Beteiligung der Bundeswehr durchaus als ein möglicher Kriegsgrund angesehen und zugleich darüber referiert wird, wie sich dies am besten verschleiern lässt.

Es gibt noch wesentlich mehr in diesem Gespräch zu entdecken, ähnlich wie im Putin-Interview. Aber erstens wird es uns als Bürger sehr schwer gemacht sich seine Informationen abseits der Mainstream Medien selbst zu besorgen und zweitens findet ein sachlicher Austausch zu den Inhalten nicht statt. So gesehen sind die Umfragen wie zuletzt zu Taurus veröffentlicht nur eingeschränkt verwertbar, denn sie fußen auf dem Informationsstand der Bürger, der per se bereits Einschränkungen unterliegt. Damit ist es auch deutlich einfacher den Einsatz von Taurus als etwas unvermeidbares hinzustellen mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen für Deutschland. Helmut Schmidt sagte: „Leute, Die keinen Krieg erlebt haben, wohl aber selbst Krieg führen oder provozieren, wissen nicht, was sie Furchtbares anrichten.“.

Ich habe vermehrt den Eindruck, dass sowohl Politik als auch Mainstream Medien den Bürgern die intellektuelle Reife absprechen selbst denkend einen Sachstand zu erfassen, um zu erkennen, dass weder der Einsatz von Taurus und die sich daraus ergebenden Konsequenzen noch Freitag der 13. eine selbsterfüllende Prophezeiung darstellen. Das, was versucht wird ist aus meiner Sicht „Betreutes Denken“, womit ich auch schon beim Demokratiefördergesetz und dem Digital Services Act bin. Was dann aber eine weitere Meinungsäußerung von mir wert wäre.

Ich halte es mit Immanuel Kant: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ und möchte hinzufügen, erkenne dabei Deine Selbstwirksamkeit bei der Umsetzung in praktisches Handeln. Ich wünsche dies allen, auch wenn ich weiß, dass es in unserer Zeit manchmal sehr anstrengend sein kann und eher seltener erwünscht ist.

Und wie immer gilt, lesen bildet und sei es „nur“ ein Transkript, oder zwei oder …
Alexander Rathnau
Autor: psg

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
rudi2
10.03.2024, 19:30 Uhr
Zu Taurus...
Chapeau Hr. Rathnau, entspricht voll und ganz meiner Meinung !!!
Klausi-NDH
10.03.2024, 19:39 Uhr
Sehr guter Artikel
Vielleicht sollte man noch ergänzen, daß der polnische Außenminister in einer Veranstaltung zum 25. jährigen NATO Mitgliedschaft Polens sich wie folgt geäußert hat:" NATO- Truppen sind bereits in der Ukraine präsent......" Er wolle nur nicht sagen welche Länder diese stellen.
( Ist auch nur ein Geheimnis für die Qualitätsmedien)
Bedeutet eigentlich nur, daß man die Bevölkerung in Salamitaktik auf einen Krieg vorbereiten will.
Übrigens hat die USA schon 2022 darauf hingewiesen, dass der Einsatz von Truppen in der Ukraine eine souveräne Entscheidung der einzelnen Länder sei und dies aber nicht den Beistandspackt nach Artikel 5 des NATO-Vertrages einschließt.
Ich hoffe, daß die Kriegsgeilen das verstanden haben.
Schönen Abend noch.
Wyatt Earp
10.03.2024, 20:15 Uhr
Manch einer befindet sich immer im Zustand des "betreuten Denkens"
zum Beispiel die, die immer noch nicht begriffen haben, dass die Briten und die Franzosen die Marschflugkörper schon lange liefern. Die machen halt kein sog. Gewese darum und haben vergessen, die deutschen Putin Peace Pigeons in Zeitungskommentaren zu fragen. Die sind halt schlau. Shit happens.
Leser X
10.03.2024, 20:24 Uhr
Volle Zustimmung
Sehe ich auch so. Ich fürchte, dieser nach meiner Wahrnehmung vom Westen bereits 2013/14 angestachelte Konflikt hat längst alle Zutaten für den dritten und letzten Weltenbrand.

Symptomatisch war heute in dem Zusammenhang die harsche Reaktion von Grünen-Funktionären gegenüber den zum Frieden aufrufenden Papst.
Elge61
10.03.2024, 21:23 Uhr
Danke,
sehr guter und augenöffnender Beitrag. Leider sind bei vielen Deutschen (besonders bei der Jugend) die Augen schon zu verklebt um zu sehen - diese lassen sich lieber bereitwillig das Gehirn waschen als selbst zu denken . . . (und drücken daher protestierend auf den Daumen nach unten).
DAS ist bedrohlich!
PandaR
11.03.2024, 08:22 Uhr
Betreutes Denken - sehe ich auch so
… frage mich allerdings wer diesem mehr verfallen ist?
Wenn der Verfasser den Aussagen von Putin aus einem Interview tatsächlich Glauben schenkt, dann fällt mir die Antwort sehr leicht!
Das dies den Dauerkommentatoren hier, die auf wirklich allen Themenfeldern Experten sind, gefällt, ist nicht weiter verwunderlich, steht Ihre Meinung doch felsenfest:
Der kleine, alte Mann wird durch hiesige Politiker nur belogen und um den Lohn seines Arbeitslebens betrogen. Der aufrichtige Staatsmann Putin jedoch, der handelt ausschließlich zum Wohle seines Volkes und was er sagt, auch in Interviews, muss doch schon deshalb die Wahrheit sein, weil dies von unseren Politikern kritisiert und bezweifelt wird. Das kann gar nicht anders sein!
Nehmt doch mal Eure rosarote und von der „Deutsch-Sowietischen Freundschaft“ getrübte Brille ab! Putin hat auch kurz vor dem völkerrechtswidrigen Einmarsch in ein souveränes Nachbarland mehrfach öffentlich beteuert, dass dies niemals seine Absicht sei und in dem angesprochenen Interview gibt er dem globalen Westen die alleinige Schuld an diesem Krieg.
Da hat die Informationspolitik aus Moskau ganze Arbeit geleistet. Hört weiter Eure unabhängigen Medien wie z.B. „Russia Tuday“ und plappert es anschließend jedem der es hören will, in Eurer Blase ins Ohr. So geht freie Meinungsbildung.
Leser X
11.03.2024, 08:47 Uhr
Panda
Ich finde, Sie machen es sich mit der Typisierung hiesiger Kommentatoren doch ein wenig leicht.

Ich erkläre Ihnen mal, wie ich persönlich etwas gegen die Vereinseitigung tue: ich höre mir immer die Lügen beider Seiten an, gleiche sie mit meiner Lebenserfahrung und meinem Interesse an Politik ab, und... komme dann zu meiner ganz persönlichen Einschätzung. Ohne sie in den Rang der absoluten Wahrheit zu heben.

Aus Ihrem Kommentar habe ich herausgelesen, dass Sie offenbar nicht so viel Aufwand betreiben wollen. Das ist natürlich auch Ihr gutes Recht. Man hat ja noch anderes zu tun. Aber die Verkürzung "böser Putin - guter Westen" führt unweigerlich in die Irre und spiegelt genau das Zerrbild, das unsere Regierenden ihrem vermeintlich dummen Volk einzureden versucht.
Anmerkung techn. Support:
Vielleicht hat »PandaR« ja genau diesen Aufwand betrieben und danach seinen Kommentar verfasst. ;-)
hannes07
11.03.2024, 09:00 Uhr
Mal was positives ...
Persönlich fände ich es sehr gut wenn Deutschland Taurus-Marschflugkörper in die Ukraine liefert. Wenn die bis Moskau fliegen, so what?.
Putin zerstört die Ukraine. Jeden Tag. Er tötet Menschen. Jeden Tag. Er hat diesen Krieg begonnen. Er hat ein anderes Land angegriffen. Warum soll die Ukraine sich nicht, mit allem was sie bekommen kann, wehren?
Wir liefern noch viel zu wenig. Denkt hier wirklich irgend jemand, wenn die Ukraine fällt hört Putin einfach auf?
Die Forderung an die Ukraine, aufzugeben ist doch nur dem Wunsch geschuldet in Ruhe weiter in der deutschen Komfortblase zu existieren. Die gibt es nämlich noch, auch wenn viel das hier jeden Tag weg schreiben wollen.
Bifiwurst
11.03.2024, 09:13 Uhr
Prophezeiung
Egal wie aber diese Regierung wird uns noch den 3, Weltkrieg bringen weil sie sich überall einmischt.
Tauben52
11.03.2024, 12:43 Uhr
Naivität lässt grüßen!
Die 40 Jahre kommunistische Diktatur in Ostdeutschland hat offenbar ausgereicht, um ein objektives Bild über den tatsächlichen Zustand des Putin Regimes wahrzunehmen. Wie naiv muss man sein, um zu glauben, dass mit der Einstellung der militärischen Unterstützung der Ukraine der Weltfrieden gesichert ist. Damit wäre für Putin endgültig der Weg frei, sich weitere Länder in seiner Eroberungsstrategie vorzunehmen. Frieden in Europa wird es erst dann geben, wenn Putin endlich seine Grenzen aufgezeigt bekommt. Dazu gehört auch die Lieferung von Taurus. Hat man schon einmal darüber nachgedacht, dass mit Einnahme der Ukraine durch Putin ein riesiger Flüchtlingsstrom auf Europa zurollt. Es dürfte nach den vielen Gräueltaten der Russen im Angriffskrieg klar sein, dass die überwiegende Mehrzahl der Ukrainer nicht mehr in ihrem Land leben können. Die Rolle des Vatikans im 3. Reich zu Hitlers Angriffskriegen ist hinreichend bekannt. Die jetzige Forderung von Papst Franziskus an die Ukraine ist eine Frechheit.
G.Auer
11.03.2024, 13:43 Uhr
Wer
die Geschichte aufmarksam verfolgte, dem ergeben sich doch große Parallelen zwischen Putin und dem sowjetischen Diktator Stalin vor hundert Jahren. Erst die inneren Kritiker ausschalten und das Volk mit einem strengen Unterdrückungsapparat nieder halten. Alle auf eine Staatslinie bringen. Dann kommen die Expansionen und Einverleibungen strategisch günstig gelegener Nachbarländer (einst schon das Baltikum). Damals hat die Welt die Russen gewähren lassen, weil Keinem fremdes Schicksal interessiert und jeder vor seiner eigenen Tür gefegt hat. Ist doch genau der Ansatz, den Putin verfolgt, einfach imperialistisches Großmachtgehabe. Der lacht sich über die Uneinigkeiten seiner Gegnerschaft ind Fäustchen und streut immer weiter Desinformationen zur Verwirrung, um Einigkeiten auszuschließen. Die DSF gibt es schon lange nicht mehr und man muss nicht mehr den Russen sonswohin kriechen, wie es mal war.
Elge61
11.03.2024, 14:38 Uhr
au weia!
Oh je - ich bin entsetzt, wie weit es (siehe oben) bei manchen schon fortgeschritten ist . . .
Waldemar Ceckorr
11.03.2024, 15:54 Uhr
Dann kommen die Expansionen und Einverleibungen strategisch günstig gelegener Nachbarländer.
genau diese strategie verfolgt die NATO, also mit anderen worten, der WESTEN ist keinen deut besser.
immer schön waffen und munition liefern und wenn's geht auch marschflugkörper.
wundert euch dann aber nicht, wenn über london, paris und berlin die eine oder andere zusätzliche sonne aufgeht.
dazu könnt ihr ja " Besuchen Sie Europa " von geier sturzflug spielen.

der waldi
Anmerkung techn. Support:
Der Beitritt zur NATO war und ist freiwillig. Kein Land wurde überfallen, damit es Mitglied wird.
Jaquar
11.03.2024, 17:19 Uhr
Anmerkung für den technischen Support
"Der Beitritt zur NATO war und ist freiwillig. Kein Land wurde überfallen, damit es Mitglied wird."
Erklären Sie das bitte den Ländern die völkerrechtswidrig von der Nato angegriffen wurden und dann teilweise besetzt wurden oder dann (zwangsweise) der Nato beigetreten sind.
Waldemar Ceckorr
11.03.2024, 17:19 Uhr
anmerkung waldi:
ich habe nichts über den nato-beitritt geschrieben.
aber wer den krieg so toll findet kann ja mal für ein viertel jahr mitmachen.
jede gelieferte granate verlängert nur den konflikt.
mittlerweile ist es zum stellvertreterkrieg geworden und die ukrainer merkens nicht oder wollen es nicht merken.

der waldi
Leser X
11.03.2024, 18:48 Uhr
Mit der Freiwilligkeit ist das manchmal nicht so eindeutig
Ich denke dann immer an den Schulhof in meiner Kindheit. Da gab es eine Gang mit Jungs, die schon im Stimmbruch waren. Daraus folgerten sie, dass sie die Leithammel auf dem Platz waren. Die meisten mochten sie nicht sonderlich. Sie hatten halt die große Klappe... Aber viel mehr war da nicht...
Kobold2
11.03.2024, 19:03 Uhr
Tatsachenverdrehung
Aus den bekannten Richungen....
Woher kommt die Unterstellung, das man den Krieg hier toll findet. In dem Fall wenden sie sich lieber an den Verursacher.
Hier ist ein weiteres Land von Russland angegriffen worden und bekommt nach UN Carta 51 Internationale Hilfe. Was hier einge verlangen erfüllt den Tatbestand der unterlassenen Hilfeleistung.
Nichts gegen die russische Aggressivität zu tun haben wir jahrelang gemacht. Das billige Gas war ja so wichtig. Das Ergebnis haben wir nun schon seit 2014. Der Faden zieht sich mindesten seit 2008 durch Putins Politik.
Manch einer versteht es immer noch nicht.
Bei den ganzen Debatten wünsche ich mir mehr Konsequenz und Geschlossenheit.
So spielt man Moskau nur in die Hände.
Bei den Panzerlieferungen lief es ähnlich.
Das ist einfach nur ungeschickt.
Jaquar
11.03.2024, 19:13 Uhr
Technischer Support und Selbstsabotage
Kann sich noch wer erinnern , dass es hier bis zu 30-40 likes/dislikes oder 30 unterschiedliche Kommentatoren gab? Inzwischen sind es Dank Selbstsabotage nur noch 10 likes für die "technische" Supportunterstützte Seite und nur noch Kommentare von der naja "Intellektuell-Überlegenen" Seite. Kann sich jeder selber eine Meinung bilden, ob das von der Allgemeinheit unterstützt wird oder auch nicht.
Jaquar
11.03.2024, 19:35 Uhr
@Kobold
Welches Land hat Ihrer Meinung nach die meisten Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen bzw. wo sind die meisten freiwillig hin geflüchtet? Thüringen? Deutschland?
Eher nicht. Die meisten sind zu dem "Aggressor" Russland/Putin geflüchtet.
Denk er mal drüber nach!
Leser X
11.03.2024, 19:43 Uhr
Kobold
Ach wenn es mit gut und böse nur so einfach wäre wie in ihren Zeilen. Am besten selbst an die Front gehen und für US-Interessen kämpfen...
Kobold2
11.03.2024, 20:49 Uhr
Oha,
Was haben jetzt Flüchtlingsströme damit zutun, wer den Krieg begonnen hat und völkerrechswidrig Gebiete annektiert?
Ja Leser X hier muss man sich halt hin und wieder der schwarz weiß Denkweise anpassen....
Am besten wäre es gewesen, sich vorher zu überlegen, wen man hofiert und stärkt.
In dem Bereich haben wir noch mehrere Baustellen, die uns jetzt schon beschäftigen.
Jaquar
11.03.2024, 22:05 Uhr
@Kobold
"Was haben jetzt Flüchtlingsströme damit zutun, wer den Krieg begonnen hat und völkerrechtswidrig Gebiete annektiert?"
Ist das Ihr Ernst? Flüchtlinge strömen also freiwillig zu den vermeintlich Bösen statt in die Sicherheit?
Als Ukrainer würde ich auch lieber nach Russland(zu Verwandten) fliehen, statt zu den psychopathischen selbst hassenden "Nazis" in "Deutschland" zu ziehen.
nur_mal_so
11.03.2024, 23:37 Uhr
@Jaquard
Wir hatten heute in unserer Firma ein Vorstellungsgespräch mit einer Ukrainerin. Sie trug schwarz. Im Vorstellungsgespräch ergab sich durch vorsichtige Nachfrage, dass sie, wie sie uns in gebrochenem, weil erst kürzlich gelerntem Deutsch erzählte, mit ihren zwei Kindern nach Deutschland geflohen sei, nachdem sie ihren Mann durch einen russischen Angriff verloren habe.

Ich kann den Kontakt gerne herstellen: vielleicht erklären Sie ihr persönlich, warum es Ihrer Meinung nach besser gewesen wäre, statt nach Deutschland in das Land der angriffskriegsführenden Nation zu fliehen, das in einem Angriffskrieg mit als erstes ihren Ehemann umbrachte.

Diese ständige Relativierung eines Angriffskrieges finde ich nur schwer ertragbar, sorry. Jetzt stellen Sie sich hin und behaupten allen Ernstes - was? Die Ukrainer sollten eigentlich dankbar für diesen ihnen aufgezwungen Krieg sein, denn nun hätten sie einen Grund, zu ihren Verwandten nach Russland zu ziehen?
Fönix
12.03.2024, 06:31 Uhr
@ hannes07 u.a.
Zitat hannes07:
"Persönlich fände ich es sehr gut wenn Deutschland Taurus-Marschflugkörper in die Ukraine liefert. Wenn die bis Moskau fliegen, so what?."

Denkt hier wirklich irgend jemand, wenn deutsche Marschflugkörper in den Moskauer Ministerien detonieren (frei nach Roderich Kiesewetter), hört Putin einfach auf?

Was in so einem Fall als Reaktion tatsächlich zu erwarten wäre, will ich mir lieber nicht ausmalen. Das wäre genau der Vorwand, den Putin braucht!

Da bin ich (zumindest in der Taurus-Frage) doch eher bei Bundeskanzler Scholz ...
Leser X
12.03.2024, 09:24 Uhr
Nur mal so...
Ihr Ansatz bei jeder diesbezüglichen Diskussion ist, vereinfacht formuliert: Da sitz in Moskau ein böser Mann. Vor gut zwei Jahren hatte er mal wieder eine neue grauenvolle Idee: Eigentlich könnte man ja die Ukraine überfallen.

Wenn Sie nicht bereits sind, die unheilvolle Rolle des Westens bei der "Bösewerdung" Putins geistig zu durchdringen, bleibt wirklich nur, ein tragisches Einzelschicksal zu beklagen.

Seit 2014 gibt es solche Schicksale zuhauf im Osten der Ukraine. Aber egal, die Täter waren andere. Reden wir nicht drüber.
Kobold2
12.03.2024, 10:47 Uhr
Ja das gut und böse Denken
hilf bei den einseitigen Betrachtungen ungemein.
Da ist sogar noch der Ami Schuld an Putins Vision von der größten geopolitischen Katastrophe. In meinem Berufsleben habe ich mehrere Spätaussiedler als Praktikanten angelernt, ebenso habe ich Kollegen Kunden und Betriebe mit Inhabern, und Angestellten von dort.
Gespräche und Erzählungen von diesen Menschen, lassen das Konstrukt vom gebeutelten Putin, dem Vermittelten aus der Schulzeit und der deutsch- sowjetischen Freundschaft recht schnell zusammenbrechen.
Nur werden die Gespräche bei den entsprechenden Kommentatoren nicht stattfinden, da es mehrheitlich auch diejenigen sind, die Ausländer pausch ablehnen.
Sich könnte die Ukraine die russische Zivilbevölkerung genauso mit Angriffen überziehen, aber die größere Blamage wäre es für Putin, wenn er die Krim verliert.
nur_mal_so
12.03.2024, 10:48 Uhr
Nur wenn man auf Einzelschicksale herunterbricht,
anstatt zu sagen, "warum tun die oder jene nicht einfach dies oder das" kann man das menschliche Ausmaß ermessen.
Hier nun ist tatsächlich meine Entgegnung: erwarten die Kommentatoren mit "warum fliehen die Ukrainer nicht lieber nach Russland" die Entgegnung: erwartet wirklich jemand von dieser Frau, als Einzelschicksal repräsentativ für das, was in einem, in diesem Krieg geschieht, dass sie in das Land "flieht", das verantwortlich für den Tod ihres Mannes ist?

Hätte es 1939 internet gegeben, hätten die Kommentatoren dann geschrieben, "Wieso fliehen die Polen in diesem Angriffskrieg nicht einfach nach Deutschland"?
Ungefähr so ist es, wenn man auf Einzelschicksale mit der Pauschalantwort kommt, "Wieso fliehen die Ukrainer nicht nach Russland? Was wollen die hier?"
M. Bergmann
12.03.2024, 11:27 Uhr
Zuerst einmal eine Richtigstellung
Die meisten ukrainischen Kriegsflüchtling hat Polen aufgenommen.

Ich wünsche auch niemanden, einschließlich des Autors, einen Einsatz an der ukrainischen Front.

Ich empfehle allerdings ein praktisches Jahr in Putins Friedensreich. Vielleicht klappt es dann besser mit dem Verständnis für Begriffe wie "informative Einschränkungen" und "betreutem Denken". Wobei ich allerdings fest davon überzeugt bin, dass bei Äußerungen in gleicher Art, es ein sehr, sehr langes russisches Jahr wird.
E20
12.03.2024, 13:25 Uhr
falsch Peter Lustig
Sie dürfen nicht immer nur Statistiken wie "Statista" bemühen, sondern auch aktuelle Berichte wie z.B. Focus online von gestern. Dort können Sie nachlesen, daß 2,8 Mio Ukrainer nach Russland geflüchtet sind. Bei "Statista" ist Russland gar nicht erst aufgeführt - soviel zu einer korrekten Statistik.
Anmerkung techn. Support:
Das stimmt so nicht ganz. Russland steht bei Statista ganz unten. Man muß nur auf »Statistik ausklappen« gehen - soviel zu einer korrekten Statistik.
Quelle: de.statista.com
Jaquar
12.03.2024, 16:29 Uhr
nachgelesen -- Danke an tech. support
de. statista 1,28 Mio Russland(ausklappen) 1,13Mio Deutschland 0,9Mio Polen registrierte ukrainische Flüchtlinge
M. Bergmann
12.03.2024, 17:26 Uhr
Meine Info ist nicht von Statistika
Auch von mir herzlichen Dank an techn. Supp. für diese Information.

Meine Info habe ich von polnischen Freunden, die ich über unsere Städtepartnerschaft kenne. Die haben das aus den polnischen Medien.
Für das Land ist das eine Mega-Aufgabe.

Aber selbst bei Statistika kann man sehen, dass mehrere Millionen Menschen in die EU Staaten geflohen sind. Von Russland als Hauptfluchtland kann hier keine Rede sein. Zahlen von Lawrow und Putin sind auch immer politisch zu werten, wer daran glaubt soll es halt tun. Mir geht es auch nicht darum, dass Deutschland inzwischen hundertausend Flüchtlinge mehr aufgenommen hat als Polen. Schaut man sich die Bevölkerungszahl von Polen an, wird es jedem der rechnen kann klar sein, wer die meisten Menschen aufgenommen hat und die größte Aufgabe bewältigt.
Jaquar
12.03.2024, 19:05 Uhr
de.statista
de. statista ist ein deutsches Unternehmen. mit Sitz in Hamburg und nicht im Kreml.
1,28 Mio und so mit erster Platz der aufgenommen Flüchtlinge soll ihrer Meinung nach nicht Hauptfluchtziel sein? Lassen wir mal so stehen.
Keiner hat behauptet, das es für Polen einfach wäre. Aber 1,28 Mio Flüchtlinge sind doch anscheinend in Russland untergekommen. Und die werden ja nicht grundlos dort hingegangen sein.
Wyatt Earp
12.03.2024, 21:25 Uhr
"Aber 1,28 Mio Flüchtlinge sind doch anscheinend in Russland untergekommen..."
Schon möglich. Was macht Sie da so sicher? Werden da die ukrainischen Kinder mitgezählt, die nachweislich den Eltern entzogen wurden? Was ist mit den Krim Tataren, die dort eigentlich leben, passiert ? Werden die deportiert? Sie scheinen ja gut informiert zu sein und können diese Fragen sicher beantworten.
Jaquar
13.03.2024, 06:52 Uhr
Angaben von de statista
Die Angabe 1,28 Mio ist nach Hinweis des techn. supports auf de statista von mir übernommen worden.
Bodo Bagger
13.03.2024, 11:44 Uhr
also ich habe ja gehört,
dass diese 1,28 Millionen Flüchtlinge gar nicht existieren. Die Kinder, von denen hier gesprochen wurde, sind offenbar die selben, die seinerzeit im Irak aus den Brutkästen genommen wurden.
Ach Quatsch der Iwan hat se jefressen, kam in der aktuellen Kamera.

Wenn man sich die tönenden Wochenschauen so anschaut, könnte man fast meinen man wäre irgendwo im tiefsten Vorderasien.
Berserkertom63
13.03.2024, 18:24 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verbreiten Sie keine Verschwörungsmythen.
Iltis
13.03.2024, 19:45 Uhr
Der Baggerfahrer hat zum Teil recht
In den Köpfen vieler Russen gibt es diese 1,28 Millionen geflohene Ukrainer gar nicht. Wer seinen Putin gelesen hat und das einfach ohne Nachdenken weiterverbreitet kommt zu dem Schluss, dass Russen nicht nach Russland fliehen können, wenn sie schon in Russland sind. Denn nach Anordnung Putins gibt es ja gar keine Ukraine. Selbst das Baltikum hat keine Existenzberechtigung, außer zum russischen Völkergefängnis zu gehören. Wo Russen mal waren, müssen laut Putins letzter Erklärung der Welt schließlich Russen wieder hin. Mit der Schlagfertigkeit der Mongolen, der Chinesen, der Schweden,... hat die hellste Kerze Russlands allerdings nicht gerechnet. Die haben sein Reich mit seiner eigenen Begründung mal eben auf die Größe von Luxemburg reduziert. ;-)

Über Kinder, die ihren Eltern weggenommen wurden und für die Putin sogar eine allseits bekannte Matroschka zur Betreuung eingesetzt hat, die per Haftbefehl vom internationalen Gerichtshof gesucht wird, macht man keine Witze Baggerfahrer! Seien Sie froh, dass Ihnen ein anderes Schicksal widerfahren ist.
P.Burkhardt
13.03.2024, 21:20 Uhr
ist es nicht egal ...
... wohin die mit Krieg überzogenen Ukrainer geflüchtet sind ? Ich finde es bewundernswert, wie ihnen geholfen wird ! ...und beklagenswert, dass es überhaupt diesen Krieg gibt !
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