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Mo, 11:17 Uhr
10.07.2006

Fast 12.000 Mal: Tschüss Thüringen!

Nordhausen (nnz). Die Menschen in Thüringen werden immer weniger. Im vergangenen Jahr hat der Abwanderungstrend wieder verstärkt zugenommen. Die aktuellen Zahlen wie immer mit einem einzigen Klick.


Am 31. Dezember 2005 hatte Thüringen 2 334 575 Einwohner, 1 149 515 Personen männlichen und 1 185 060 weiblichen Geschlechts. Damit verringerte sich nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik die Bevölkerungszahl im Jahr 2005 um 20 705 Personen bzw. rund 0,9 Prozent.
Der Bevölkerungsverlust nahm gegenüber 2004 um 2 828 Personen zu. Erstmalig seit 2001 verstärkte sich wieder der Prozess des Einwohnerrückgangs und übertraf nach 1991 erstmalig die absolute Größe von 20 000 Menschen.

Die Bevölkerungsabnahme resultierte aus einem Wanderungsverlust von über 11.800 sowie einem Sterbefallüberschuss (bzw. Geburtendefizit) von fast 9.000 Personen. Im Jahr 2004 hatte der Wanderungsverlust noch ca. 9.900 und der Sterbefallüberschuss 8.000 Personen betragen. Täglich 'verlor' Thüringen auf diese Weise im Jahr 2005 durchschnittlich 57 Einwohner: 25 Männer und 32 Frauen (davon 15 Männer bzw.17 Frauen durch Wanderungsverlust).

Im vergangenen Jahr gab es 16 713 Lebendgeborene sowie 25 695 Sterbefälle. Da einerseits 597 Thüringer Babys weniger zur Welt kamen und andererseits 370 Personen mehr starben, fiel das Geburtendefizit um 967 bzw. 12,1 Prozent höher aus als im Jahr 2004.

Im Jahr 2005 standen den 31 117 Zuzügen (2004: 33 160) nach Thüringen 42 937 Fortzüge (2004: 43 059) über die Landesgrenzen gegenüber. Damit ist der Anstieg des Wanderungsverlustes in erster Linie auf das Ausbleiben der Zuzüge - vor allem aus dem Ausland - bei nahezu konstant gebliebener Zahl der Fortzüge aus Thüringen zurückzuführen. Die Wanderungsbilanz Thüringens gegenüber dem Ausland war die geringste seit 1991 (+ 180 Personen).
Autor: nnz

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