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So, 09:56 Uhr
10.03.2024
Gewerkschaft der Polizei

Polizeigewerkschaft will Gesichtserkennung

Journalisten soll es gelungen sein, die mutmaßliche RAF-Terroristin Daniela Klette schon Ende letzten Jahres mithilfe von Gesichtserkennungssoftware aufzuspüren. Von den Sicherheitsbehörden wurde sie jedoch erst jüngst festgenommen. Die Gewerkschaft der Polizei fordert nun, den Einsatz deutschlandweit zu ermöglichen...

Schuld daran dürften auch rechtliche Restriktionen bei der Anwendung solcher Tools durch die Polizeibehörden sein. Darauf reagiert der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) mit Unverständnis.

„Dass die Polizei im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz, Automatisierung und Digitalisierung solch hilfreiche Software nicht nutzen darf, ist uns Polizistinnen und Polizisten nicht mehr vermittelbar“, kritisierte Jochen Kopelke.

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Gesichtserkennungssoftware wurde in der Vergangenheit erfolgreich an Brennpunkten und gefährdeten Orten getestet, aber nicht in den Alltag der Polizeiarbeit zur Gefahrenabwehr und Strafverfolgung überführt. Mittlerweile hat sich die Technik, Software und Geschwindigkeit weiterentwickelt und ist noch sicherer und professioneller geworden.

„In Deutschland wird schon so lange und intensiv über Videokameras und die gesetzlichen Grundlagen gestritten, dass wir den Anschluss an moderne einfache Verbrechensbekämpfung verpassen. Andere Polizeibehörden in anderen EU-Nachbarstaaten sind schon viel weiter“, kritisiert Kopelke.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert die Bundesregierung auf, das damalige Pilotprojekt am Berliner Bahnhof Südkreuz schnellstmöglich zu reaktivieren und den Einsatz von Videotechnik und Gesichtserkennungssoftware an Bahnhöfen, Flughäfen und auch Fußballstadien zum Einsatz zu bringen. Mit Blick auf die anstehende Europameisterschaft in diesem Jahr fordert Kopelke: „Technik und Software kann Polizisten entlasten, nicht ersetzen. Wir müssen diesen gigantischen deutschlandweiten Polizeieinsatz aber nicht nur mit Menschen, sondern auch mit moderner Software bewältigen“.
Autor: red

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Kommentare
G.Auer
10.03.2024, 10:33 Uhr
Völlig unverständlich
warum diese moderne Technik nicht zum Einsatz kommt. Diejenigen, welche sich ständig dagegen wehren und ihre Persönlichkeitsrechte missachtet sehen, haben doch was zu verbergen. Sicher müsste ein Missbrauch soweit wie möglich ausgeschlossen sein. Aber ich würde mich auf alle Fälle sicherer fühlen, wenn dadurch Straftaten schneller aufgeklärt werden und etliche Strolche aus dem Verkehr genommen würden.
Jäger53
11.03.2024, 08:46 Uhr
Gesichtserkennung
Ich hoffe nur das diese Gesichtserkennung nicht nur bei den deutschen angewendet wird
sondern auch bei allen Flüchtlingen, egal wo diese her kommen.
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