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Sa, 08:26 Uhr
08.07.2006

Hopfen, Gerste und Fußball

Nordhausen (nnz). Bei diesen spannenden Spielen der Fußball-WM und den hochsommerlichen Temperaturen steigt nicht nur der Bierdurst der Fußballfans. Auch der Nicht-Fußball-Fan öffnet da schon mal gern ein Fläschchen oder zapft sich selbst ein „Kühles Blondes“.


Die Thüringer Brauereien und Bierlager setzten im Mai 2006 im Vorfeld der Fußball-WM 367.000 Hektoliter Bier ab. Das waren, trotz unfreundlicher Witterung im Mai, 19.000 Hektoliter bzw. 5,3 Prozent mehr als im absatzstarken Mai 2005 (348.000 Hektoliter). Es ist gleichzeitig das beste Mai-Ergebnis der letzten Jahre. Somit dürften die üblichen witterungsbedingten Einflüsse auf den Bierkonsum für den aktuellen Anstieg des Bierabsatzes nicht im Vordergrund stehen.

In Deutschland stieg der Bierabsatz im Mai 2006 um 8 Prozent auf 10,8 Millionen Hektoliter Bier. Im Vergleich zum durchschnittlichen Bierabsatz im Monat Mai der letzten fünf Jahre ergab sich ein Plus von 7,9 Prozent. Allein 57 Prozent des gesamtdeutschen Bierabsatzes entfielen im Mai 2006 auf Nordrhein-Westfalen (2,7 Millionen Hektoliter), Bayern (2,3 Millionen Hektoliter) und Niedersachsen/Bremen (1,3 Millionen Hektoliter). Die Thüringer Brauereien und Bierlager hatten im Mai 2006 einen Anteil von 3,4 Prozent am Bierabsatz der Bundesrepublik bzw. 16,3 Prozent am Bierabsatz der neuen Bundesländer einschließlich Berlin.

Die Thüringer Absatzmenge vom Mai 2006 - rein theoretisch - auf Halbliterflaschen umgerechnet, ergibt 73,3 Millionen Flaschen köstliches Thüringer Bier. Das sind fast 3,7 Millionen Flaschen mehr als im Mai 2005. Verpackt in Kästen zu je 20 Halbliterflaschen ergibt es die stattliche Summe von 3,6 Millionen Kästen. Nach Angaben des Deutschen Brauerbundes trinken die Deutschen aber immer weniger Bier. So sank der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland von 1980 bis 2005 von 142,7 auf 115,2 Liter. Wird das Ergebnis für 2006 wieder höher ausfallen?

Im Jahr 2005 setzten die 44 Thüringer Brauereien und Bierlager 3,7 Millionen Hektoliter Bier ab. Neben den Biertrinkern profitierte auch der Landeshaushalt. Die Biersteuer - als Landessteuer - brachte dem Freistaat im vergangenen Jahr Einnahmen in Höhe von 28,7 Millionen Euro. Das waren im Durchschnitt 4,2 Cent je Halbliterflasche.

Biermischungen, d.h. Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen, waren im Mai 2006 mit einem deutlichen Plus von 23,6 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat am gesamtdeutschen Bierabsatz beteiligt (0,4 Millionen Hektoliter).

Die Endrunde ist eingeläutet. Deutschland als Mannschaft und Land hat eine wunderbare Fußball-Weltmeisterschaft geboten. Heute hoffen alle auf einen dritten Platz unserer Mannschaft im Spiel gegen Portugal. Am Sonntag steht der Fußball-Weltmeister 2006 fest. Wird es Italien oder Frankreich sein? Darauf ein kühles Bier oder ein anderes Getränk.
Autor: nnz

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