Fr, 08:24 Uhr
14.12.2001
nnz-Rückspiegel: 14. Dezember 2000
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.
Klaus-Dieter Kerwitz stellt im Thüringer Landtag aus
Der Nordhäuser Künstler Klaus-Dieter Kerwitz stellt ab heute im Thüringer Landtag Ausschnitte aus seinem künstlerischen Schaffen aus. Zu sehen sind Werke der Malerei und Grafik. Mit der Personalausstellung beschließt der Thüringer Landtag seine diesjährigen Expositionen. Der 1940 geborene Kerwitz besuchte die Arbeiter- und Bauernfakultät und studierte an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst unter anderem bei Werner Tüpke und Wolfgang Mattheuer. Seit 1968 ist er freischaffend. Seine filigranen Blätter waren bereits in der DDR-Kunstszene bei den Ausstellungen zum Beispiel in Dresden ein Begriff.
Zeitarbeitsfirmen und Arbeitsamt wollen Zusammenarbeit in Zukunft ausbauen
Die Personaldiensleister der Region und das Nordhäuser Arbeitsamt wollen in Zukunft bei der Vermittlung von Arbeitnehmern zusammenarbeiten. Das ist das Ergebnis einer Beratung, die gestern mit Vertretern des Nordhäuser Amtes, darunter Direktorin Dr. Simone Simon, im Nordhäuser Ratskeller stattfand. Die Vertreter der Arbeitszeitfirmen bemängelten während der Aussprache die ungenügende Bereitschaft zur Mobilität, vor allem bei jugendlichen Arbeitslosen. Aus diesem Grund könnten mitunter auch attraktive Angebote nicht oder nur schwer vermittelt werden. So würden sich vom Arbeitsamt vermittelte Arbeitslose entweder überhaupt nicht bei den Personaldienstleistern melden oder es gebe keine Rückantwort seitens der Vermittler der Arbeitsämter. Klar, die Branche leidet immer noch unter den schlechten Image, verursacht durch schwarze Schafe der Branche. Doch die seriösen Anbieter würden mit einem deutlich höheren Niveau und Service aufwarten. Konkrete und übersichtliche Arbeitsverträge mit exakten Angaben würden dem potentiellen Arbeitnehmer eine relative Arbeitsplatzsicherheit geben. Hierbei würden sich die Personaldienstleister in vielen Fällen von anderen Arbeitgebern abheben. Für das Nordhäuser Arbeitsamt seien die Zeitarbeitsfirmen ein wichtiger und nicht mehr wegzudenkender Partner bei der Vermittllung von Arbeitslosen, bestätigte Dr. Simone Simon. Im nächsten Jahr soll für Personaldienstleister die Möglichkeit bestehen, sich sowohl im Hauptamt in Nordhausen als auch in den verschiedenen Dienststellen mit ihren Angeboten zu präsentieren.
Badehaus muß dem Wettbewerb standhalten
Hätte der Nordhäuser Stadtrat gestern nicht die Kreditaufnahme zur weiteren Finanzierung der Sanierung und des Umbaus des Hallenbades genehmigt, dann hätte Stadtwerke-Chef Mathias Hartung heute einen Baustopp verfügen müssen. Mit dem gestrigen Beschluß steht der Eröffnung des Badehauses in der Grimmelallee nichts mehr im Wege. Auch das bauausführende Unternehmen habe während einer heutigen Beratung vor Ort zugesagt, den Termin einhalten zu können. Abgelehnt hatten die Stadträte jedoch die Änderung des Gesellschaftszweckes der Stadtwerke Nordhausen-Versorgungs GmbH. In diesen Mantel sollte die eine neue Gesellschaft - die Badehaus GmbH - schlüpfen. Die Badehaus GmbH soll künftig für den Betrieb des Badehauses verantwortlich sein. Obwohl Mathias Hartung während der Stadtratssitzung eindringlich und emotional für das neue Modell der Betreibung plädierte, wollten die Mitglieder des Stadtrates Zeit zum Nachdenken. Hartung wird bis zum Januar die vier Fraktionen des Stadtrates mit weiteren Informationen, Argumenten und Hintergünden versorgen. Doch die Zeit drängt, eine Sondersitzung des Stadtrates im Januar ist unabdinglich.
Neuer Autobahnabschnitt der A 38 für Verkehr frei gegeben
Die Umgehungsstraße für Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) ist komplett. Der Abschnitt der neuen Autobahn 38 von Sangerhausen nach Wallhausen wurde am Donnerstag frei gegeben. Damit ist das dritte Teilstück der A 38 in Sachsen-Anhalt fertig. Bereits im August 1997 wurde der Abschnitt Leuna-Lützen mit dem Autobahnkreuz Rippachtal und am Montag die anschließende Strecke von Lützen nach Leipzig-West in Betrieb genommen. In Thüringen ist die Umfahrung von Nordhausen fertig. Die Südharzautobahn soll 2005 eröffnet werden. Im Juli war bereits die Ortsumgehung Sangerhausen im Zusammenhang mit der B 80/B 86 frei gegeben worden. Sie dient zugleich als Autobahnzubringer. Der neue Autobahnabschnitt ist 8,5 Kilometer lang. Die Kosten dafür betragen 86,7 Millionen Mark. Baubeginn war im September 1996. Zum Streckenabschnitt gehören zwölf Brücken. Außerdem wurden auf rund einem Kilometer Strecke Lärmschutzwände errichtet. Die A 38 ist auch von Sangerhausen nach Lutherstadt Eisleben im Bau. Der Beginn an der westlich anschließenden Strecke von Wallhausen nach Roßla steht nach Angaben des Verkehrsministeriums bevor.
Lange Dienstwege verfügten auf Petersberg einen Baustop
Die Dienstwege in den kommunalen Verwaltungen sind mitunter recht lang, auch die in der Nordhäuser Stadtverwaltung. Da ist die Stadt Nordhausen nicht unerheblich an der Landesgartenschau 2004 GmbH beteiligt. Diese hatte jetzt mit der Umgestaltung auf dem Petersberg begonnen (siehe auch nnz weiter unten). Ein zentrales gestalterisches Thema sind sogenannte Gambionen. Diese stellen sowohl ein gestalterisches Element dar, dienen darüber hinaus aber auch der Sicherung der Hänge.
Zum Anlegen der Gambionen muß zum Teil tief geschachtet werden. Ab 1,5 Meter benötigt man dann eine Baugenehmigung, vor allem für Bereich Ecke Hintere Rautenstraße/Weberstraße. Seit zwei Wochen wird am Petersberg gearbeitet, vorgestern erschien der Leiter des städtischen Bauordnungsamtes, Andreas-Johannes Czwak. Der nahm den Zollstock und kontrollierte und verhängte einen Baustop. Der Auftraggeber versäumte es, für diesen kritischen Bereich eine Baugenehmigung zu beantragen. Keine Genehmigung von Herrn Czwak, keine Umgestaltung. Wäre an sich nicht so schlimm, wenn Herr Czwak den Baustop nur für die klitzekleine Ecke verhängt hätte. Betroffen von der behördlichen Entscheidung ist jedoch der gesamte Petersberg. Also ruhen dort die Arbeiten. Wie lange, daß werden die internen Gespräche zeigen. Aber auch hier gilt: Der Dienstweg im Rathaus ist oftmals sehr lang, auch wenn bei einigen Beteiligten der Kurzschluß kurz bevor steht.
Immer noch gespanntes Verhältnis zwischen Kommunen und Landrat
Der Kreisverband des Gemeinde- und Städtebundes (GStB) hat sich nach kontroverser Diskussion für die Weiterführung des Dialogs mit Landrat Joachim Claus (CDU) ausgesprochen. Anfang des kommenden Jahres soll der Landrat Gastgeber eines solchen Gesprächs sein, bei dem der Entwurf einer Tagesordnung jedoch maßgeblich vom Kreisvorstand vorgegeben werden soll. Während der gestrigen Sitzung des GStB-Kreisvorstandes wurde auch der vorgesehenen Erhöhung der Kreisumlage um 3,5 Millionen Mark vehement widersprochen. Die Kommunen könnten diese Erhöhung neben den vorgesehenen Kürzungen der Landeszuweisungen nicht verkraften. Der als Gast anwesende ehrenamtliche Beigeordnete der Kreisverwaltung, Winfried Theuerkauf, sagte zu, die Bedenken der Städte und Gemeinden in den nächsten Beratungen der Gremien des Kreistages einzubringen. Auf Kriegsfuß stehen die Vertreter des kommunalen Spitzenverbandes dennoch mit dem Landrat. Hier geht es konkret um seine Äußerungen zu den Abwasserzweckverbänden, wo er vor allem die Vorsitzenden der Verbände verunglimpft haben soll. Hierzu verlangen die Vertreter des Gemeinde- und Städtebundes eine öffentliche Korrektur der Aussagen, die Landrat Joachim Claus während des Oktober-Kreistages gemacht habe.
Autor: nnzKlaus-Dieter Kerwitz stellt im Thüringer Landtag aus
Der Nordhäuser Künstler Klaus-Dieter Kerwitz stellt ab heute im Thüringer Landtag Ausschnitte aus seinem künstlerischen Schaffen aus. Zu sehen sind Werke der Malerei und Grafik. Mit der Personalausstellung beschließt der Thüringer Landtag seine diesjährigen Expositionen. Der 1940 geborene Kerwitz besuchte die Arbeiter- und Bauernfakultät und studierte an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst unter anderem bei Werner Tüpke und Wolfgang Mattheuer. Seit 1968 ist er freischaffend. Seine filigranen Blätter waren bereits in der DDR-Kunstszene bei den Ausstellungen zum Beispiel in Dresden ein Begriff.
Zeitarbeitsfirmen und Arbeitsamt wollen Zusammenarbeit in Zukunft ausbauen
Die Personaldiensleister der Region und das Nordhäuser Arbeitsamt wollen in Zukunft bei der Vermittlung von Arbeitnehmern zusammenarbeiten. Das ist das Ergebnis einer Beratung, die gestern mit Vertretern des Nordhäuser Amtes, darunter Direktorin Dr. Simone Simon, im Nordhäuser Ratskeller stattfand. Die Vertreter der Arbeitszeitfirmen bemängelten während der Aussprache die ungenügende Bereitschaft zur Mobilität, vor allem bei jugendlichen Arbeitslosen. Aus diesem Grund könnten mitunter auch attraktive Angebote nicht oder nur schwer vermittelt werden. So würden sich vom Arbeitsamt vermittelte Arbeitslose entweder überhaupt nicht bei den Personaldienstleistern melden oder es gebe keine Rückantwort seitens der Vermittler der Arbeitsämter. Klar, die Branche leidet immer noch unter den schlechten Image, verursacht durch schwarze Schafe der Branche. Doch die seriösen Anbieter würden mit einem deutlich höheren Niveau und Service aufwarten. Konkrete und übersichtliche Arbeitsverträge mit exakten Angaben würden dem potentiellen Arbeitnehmer eine relative Arbeitsplatzsicherheit geben. Hierbei würden sich die Personaldienstleister in vielen Fällen von anderen Arbeitgebern abheben. Für das Nordhäuser Arbeitsamt seien die Zeitarbeitsfirmen ein wichtiger und nicht mehr wegzudenkender Partner bei der Vermittllung von Arbeitslosen, bestätigte Dr. Simone Simon. Im nächsten Jahr soll für Personaldienstleister die Möglichkeit bestehen, sich sowohl im Hauptamt in Nordhausen als auch in den verschiedenen Dienststellen mit ihren Angeboten zu präsentieren.
Badehaus muß dem Wettbewerb standhalten
Hätte der Nordhäuser Stadtrat gestern nicht die Kreditaufnahme zur weiteren Finanzierung der Sanierung und des Umbaus des Hallenbades genehmigt, dann hätte Stadtwerke-Chef Mathias Hartung heute einen Baustopp verfügen müssen. Mit dem gestrigen Beschluß steht der Eröffnung des Badehauses in der Grimmelallee nichts mehr im Wege. Auch das bauausführende Unternehmen habe während einer heutigen Beratung vor Ort zugesagt, den Termin einhalten zu können. Abgelehnt hatten die Stadträte jedoch die Änderung des Gesellschaftszweckes der Stadtwerke Nordhausen-Versorgungs GmbH. In diesen Mantel sollte die eine neue Gesellschaft - die Badehaus GmbH - schlüpfen. Die Badehaus GmbH soll künftig für den Betrieb des Badehauses verantwortlich sein. Obwohl Mathias Hartung während der Stadtratssitzung eindringlich und emotional für das neue Modell der Betreibung plädierte, wollten die Mitglieder des Stadtrates Zeit zum Nachdenken. Hartung wird bis zum Januar die vier Fraktionen des Stadtrates mit weiteren Informationen, Argumenten und Hintergünden versorgen. Doch die Zeit drängt, eine Sondersitzung des Stadtrates im Januar ist unabdinglich.
Neuer Autobahnabschnitt der A 38 für Verkehr frei gegeben
Die Umgehungsstraße für Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) ist komplett. Der Abschnitt der neuen Autobahn 38 von Sangerhausen nach Wallhausen wurde am Donnerstag frei gegeben. Damit ist das dritte Teilstück der A 38 in Sachsen-Anhalt fertig. Bereits im August 1997 wurde der Abschnitt Leuna-Lützen mit dem Autobahnkreuz Rippachtal und am Montag die anschließende Strecke von Lützen nach Leipzig-West in Betrieb genommen. In Thüringen ist die Umfahrung von Nordhausen fertig. Die Südharzautobahn soll 2005 eröffnet werden. Im Juli war bereits die Ortsumgehung Sangerhausen im Zusammenhang mit der B 80/B 86 frei gegeben worden. Sie dient zugleich als Autobahnzubringer. Der neue Autobahnabschnitt ist 8,5 Kilometer lang. Die Kosten dafür betragen 86,7 Millionen Mark. Baubeginn war im September 1996. Zum Streckenabschnitt gehören zwölf Brücken. Außerdem wurden auf rund einem Kilometer Strecke Lärmschutzwände errichtet. Die A 38 ist auch von Sangerhausen nach Lutherstadt Eisleben im Bau. Der Beginn an der westlich anschließenden Strecke von Wallhausen nach Roßla steht nach Angaben des Verkehrsministeriums bevor.
Lange Dienstwege verfügten auf Petersberg einen Baustop
Die Dienstwege in den kommunalen Verwaltungen sind mitunter recht lang, auch die in der Nordhäuser Stadtverwaltung. Da ist die Stadt Nordhausen nicht unerheblich an der Landesgartenschau 2004 GmbH beteiligt. Diese hatte jetzt mit der Umgestaltung auf dem Petersberg begonnen (siehe auch nnz weiter unten). Ein zentrales gestalterisches Thema sind sogenannte Gambionen. Diese stellen sowohl ein gestalterisches Element dar, dienen darüber hinaus aber auch der Sicherung der Hänge.
Zum Anlegen der Gambionen muß zum Teil tief geschachtet werden. Ab 1,5 Meter benötigt man dann eine Baugenehmigung, vor allem für Bereich Ecke Hintere Rautenstraße/Weberstraße. Seit zwei Wochen wird am Petersberg gearbeitet, vorgestern erschien der Leiter des städtischen Bauordnungsamtes, Andreas-Johannes Czwak. Der nahm den Zollstock und kontrollierte und verhängte einen Baustop. Der Auftraggeber versäumte es, für diesen kritischen Bereich eine Baugenehmigung zu beantragen. Keine Genehmigung von Herrn Czwak, keine Umgestaltung. Wäre an sich nicht so schlimm, wenn Herr Czwak den Baustop nur für die klitzekleine Ecke verhängt hätte. Betroffen von der behördlichen Entscheidung ist jedoch der gesamte Petersberg. Also ruhen dort die Arbeiten. Wie lange, daß werden die internen Gespräche zeigen. Aber auch hier gilt: Der Dienstweg im Rathaus ist oftmals sehr lang, auch wenn bei einigen Beteiligten der Kurzschluß kurz bevor steht.
Immer noch gespanntes Verhältnis zwischen Kommunen und Landrat
Der Kreisverband des Gemeinde- und Städtebundes (GStB) hat sich nach kontroverser Diskussion für die Weiterführung des Dialogs mit Landrat Joachim Claus (CDU) ausgesprochen. Anfang des kommenden Jahres soll der Landrat Gastgeber eines solchen Gesprächs sein, bei dem der Entwurf einer Tagesordnung jedoch maßgeblich vom Kreisvorstand vorgegeben werden soll. Während der gestrigen Sitzung des GStB-Kreisvorstandes wurde auch der vorgesehenen Erhöhung der Kreisumlage um 3,5 Millionen Mark vehement widersprochen. Die Kommunen könnten diese Erhöhung neben den vorgesehenen Kürzungen der Landeszuweisungen nicht verkraften. Der als Gast anwesende ehrenamtliche Beigeordnete der Kreisverwaltung, Winfried Theuerkauf, sagte zu, die Bedenken der Städte und Gemeinden in den nächsten Beratungen der Gremien des Kreistages einzubringen. Auf Kriegsfuß stehen die Vertreter des kommunalen Spitzenverbandes dennoch mit dem Landrat. Hier geht es konkret um seine Äußerungen zu den Abwasserzweckverbänden, wo er vor allem die Vorsitzenden der Verbände verunglimpft haben soll. Hierzu verlangen die Vertreter des Gemeinde- und Städtebundes eine öffentliche Korrektur der Aussagen, die Landrat Joachim Claus während des Oktober-Kreistages gemacht habe.

