Do, 20:36 Uhr
06.07.2006
Theaterluft schnuppern
Nordhausen(nnz). 13 Männer wollten Theater-Statisten werden. Heute kamen sie zum Casting. Ihnen erging es nicht besser, als den Bewerbern einschlägiger Fernsehshows.
Theaterluft schnuppern (Foto: nnz)
Regisseur Kai Link stellte die Bewerber auf eine harte Probe. Zur Schnulze Wann wird mal wieder richtig Sommer mußten sie sich im Raum bewegen und kleine Pantomimen spielen. Er wollte sehen, was sich die Leute trauen, ob sie aus sich herausgehen und spielen können. Die Musik muß dabei nichts mit dem Stück zu tun haben, Rudi Carell im Freischütz, das paßt beim besten Willen nicht. Zehn Männer zwischen 30 und 50 Jahren stellten sich dieser Probe. Einer sagte besser gleich ab, er hatte erkannt, daß es nichts für ihn war. Die anderen hielten durch, vier entsprachen den Vorstellungen des Regisseurs. Kostüme und Solisten sind schon bekannt. Nun suche ich interessante Gesichter, die zu ihnen passen. Erklärte er seine Wahl. Von den anderen Freiwilligen wurden die Kontaktdaten ebenfalls aufgenommen. Vielleicht passen sie in ein anderes Stück.
Für die Ausgewählten steht eine Menge Arbeit vor dem Ruhm. Schon in dieser Woche beginnen die Proben. Dann sind vier Wochen Theaterferien. Ab Ende August bis zur Premiere am 29. September müssen auch die Statisten regelmäßig zu den Proben erscheinen. Langfristig planbar sind die Termine nicht. So ist Theater. Sie lassen sich auf ein großes Abenteuer ein. Versicherte der Regisseur.
Neben vier jüngeren Männern wurde auch noch ein rüstiger Rentner gesucht. Drei Kandidaten bewarben sich um die Rolle des Chorleiters im Gesangsverein. Gepaßt hätten alle drei, ihre Darbietungen als Dirigenten wirkten glaubhaft, aber auch sehr humorvoll. Zwei Herren bleiben dabei, einer sagte dann doch wegen seines langen Anfahrtsweges ab. Eine Ersatzbesetzung schadet nie. Auch der Sonderling des Ortes wurde mit zwei Kandidaten besetzt. Die Begleiter des Erbförsters Kuno müssen immer zur Stelle sein, für sie gibt’s keinen Ersatz. Eventuell werden aus zwei der drei Männer auch noch Jäger, da will sich Regisseur Link noch nicht festlegen. Talente unter den Statisten möchte er aber gern fördern. Die Rollen für zwei Kinder und eine Gastwirtin konnten ohne Casting besetzt werden.
Für die zukünftigen Kleindarsteller hat sich die Teilnahme am Casting gelohnt. Auch wer nun noch nicht mitmachen darf, konnte zumindest schon einmal Theaterluft proberiechen. Einmal auf der Bühne stehen, und das unter den kritischen Augen eines Regisseurs, war mit Sicherheit ein spannendes Erlebnis.
Autor: wf
Theaterluft schnuppern (Foto: nnz)
Regisseur Kai Link stellte die Bewerber auf eine harte Probe. Zur Schnulze Wann wird mal wieder richtig Sommer mußten sie sich im Raum bewegen und kleine Pantomimen spielen. Er wollte sehen, was sich die Leute trauen, ob sie aus sich herausgehen und spielen können. Die Musik muß dabei nichts mit dem Stück zu tun haben, Rudi Carell im Freischütz, das paßt beim besten Willen nicht. Zehn Männer zwischen 30 und 50 Jahren stellten sich dieser Probe. Einer sagte besser gleich ab, er hatte erkannt, daß es nichts für ihn war. Die anderen hielten durch, vier entsprachen den Vorstellungen des Regisseurs. Kostüme und Solisten sind schon bekannt. Nun suche ich interessante Gesichter, die zu ihnen passen. Erklärte er seine Wahl. Von den anderen Freiwilligen wurden die Kontaktdaten ebenfalls aufgenommen. Vielleicht passen sie in ein anderes Stück.
Für die Ausgewählten steht eine Menge Arbeit vor dem Ruhm. Schon in dieser Woche beginnen die Proben. Dann sind vier Wochen Theaterferien. Ab Ende August bis zur Premiere am 29. September müssen auch die Statisten regelmäßig zu den Proben erscheinen. Langfristig planbar sind die Termine nicht. So ist Theater. Sie lassen sich auf ein großes Abenteuer ein. Versicherte der Regisseur.
Neben vier jüngeren Männern wurde auch noch ein rüstiger Rentner gesucht. Drei Kandidaten bewarben sich um die Rolle des Chorleiters im Gesangsverein. Gepaßt hätten alle drei, ihre Darbietungen als Dirigenten wirkten glaubhaft, aber auch sehr humorvoll. Zwei Herren bleiben dabei, einer sagte dann doch wegen seines langen Anfahrtsweges ab. Eine Ersatzbesetzung schadet nie. Auch der Sonderling des Ortes wurde mit zwei Kandidaten besetzt. Die Begleiter des Erbförsters Kuno müssen immer zur Stelle sein, für sie gibt’s keinen Ersatz. Eventuell werden aus zwei der drei Männer auch noch Jäger, da will sich Regisseur Link noch nicht festlegen. Talente unter den Statisten möchte er aber gern fördern. Die Rollen für zwei Kinder und eine Gastwirtin konnten ohne Casting besetzt werden.
Für die zukünftigen Kleindarsteller hat sich die Teilnahme am Casting gelohnt. Auch wer nun noch nicht mitmachen darf, konnte zumindest schon einmal Theaterluft proberiechen. Einmal auf der Bühne stehen, und das unter den kritischen Augen eines Regisseurs, war mit Sicherheit ein spannendes Erlebnis.


