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Mi, 14:54 Uhr
05.07.2006

Ein Gespräch zur "Sommerreise"

Nordhausen (nnz). Bereits seit einigen Tagen lächelt die Opernsängerin Anja Daniela Wagner von vielen Plakaten Fußgänger und Autofahrer an. Sie freut sich auf einen Liederabend, den sie erstmals den Nordhäusern und ihren Gästen am Freitag im Foyer des Theaters Nordhausen präsentieren möchte. Vorher hat sie ein kleines Interview gegeben.

Ein Gespräch zur "Sommerreise" (Foto: nnz) Ein Gespräch zur "Sommerreise" (Foto: nnz)

Jetzt überrascht die Opernsängerin mit einem eigenen Liederabend – bleibt dafür noch Muße in einer arbeitsreichen Spielzeit?

Wenn Zeit und Chance sich bieten für solch einen Liederabend, dann nutze ich sie. Da ich nicht beim neuen Musical „Anything Goes“ mitspiele und es momentan etwas ruhiger ist, hat es gepasst. Ich kann nicht herumsitzen und nichts tun. Die Idee zum Liederabend hatte ich schon lange. In den vergangenen Jahren konnte ich schon des öfteren solch einen Abend gestalten, beispielsweise in Halle.
Ich finde es auch unglaublich spannend, solch einen Liederabend vorzubereiten. Zuerst überlegt man, welches Thema mir am Herzen liegt und was das Publikum ansprechen könnte. Dann werden viele Noten gewälzt, um zu sehen, was zu diesem Thema passt. Während der Proben wird dann auch manchmal noch etwas geändert, so dass auch durch solch einen Liederabend ein Leitfaden geht.

Der Liederabend steht unter dem Motto „Eine romantische Sommerreise“ – worauf kann sich der Besucher freuen?

Es ist Sommer, der Urlaub steht kurz bevor und die Lieder, die ich singen werde, sind für diese Jahreszeit und das Wetter genau das Richtige – u.a. gehören dazu: „Die Lotusblume“, „Du bist wie eine Blume“ und „Die Widmung“ von Robert Schumann sowie „Von ewiger Liebe“ und „Vergebliches Ständchen“ von Johannes Brahms. Auch werde ich die Zigeunerlieder von Brahms singen, die die „zigeunergeprägte“ Spielzeit (Oper „Carmen“) abrunden. Die beiden Komponisten Robert Schumann und Johannes Brahms verbindet nicht nur der romantische Kompositionsstil, sondern auch die Liebe zur selben Frau – Clara Schumann.

Warum gerade Lieder von Brahms und Schumann?

Beide zählen zu meinen Lieblingskomponisten in der romantischen Liedliteratur. Ich finde Romantik in jeglicher Form gehört zum Leben und ist immer wieder aktuell. Die Lieder sind zeitlos und sprechen einfach für sich. Die weltberühmte Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter hat einmal gesagt: „Ich mag das Lied-Repertoire wegen seines Reichtums – in wirklich jeder Beziehung“. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Zu Ihrem ersten Nordhäuser Liederabend haben Sie sich Gäste eingeladen?

Kirsten Rauschning, eine Kollegin aus dem Opernchor des Theaters Nordhausen, wird mit mir gemeinsam Schumann- und Brahms-Duette singen. Als Pianistin konnte ich Anna Böhm aus Dresden gewinnen. Eine ganze Stunde lang können sich unsere Zuschauer von Gesang und Musik verzaubern lassen.
Autor: nnz

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