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Do, 07:10 Uhr
13.12.2001

nnz-Rückspiegel: 13. Dezember 2000

Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.


Autobahnbau geht weiter ­ Gesamtstrecke nicht vor 2005 befahrbar
Die Planungen für die Autobahn A 38 liegen im Soll, betonte am Nachmittag Landrat Joachim Claus (CDU). So soll bereits am Freitag mit den Bauarbeiten für den Abschnitt Werther ­ Wipperdorf begonnen werden. Hier geht Claus von der Fertigstellung im Jahr 2002 aus. Auch zwischen Heringen und Görsbach könne im kommenden Jahr begonnen werden. Die Kilometer zwischen Bleicherode und südlich von Wipperdorf werden in drei Jahren befahrbar sein. Das längste Teilstück wird zwischen Bleicherode und Breitenworbis in Angriff genommen. Hier ergeben sich aufgrund geologischer Besonderheiten komplizierte Aufgaben für Planer und bauausführende Unternehmen. Das vermutlich letzte Teilstück im Thüringer Teil der A 38 wird nicht vor dem Jahr 2005 fertig sein.


Bike Systems: Gläubiger beschlossen Insolvenzplan
Für das Nordhäuser Unternehmen Bike Systems gibt es wieder Licht am Ende des „Insolvenztunnels“ Die Gläubiger stimmten gestern in Schweinfurt dem Insolvenzplan zu und verzichten damit auf einen Großteil ihrer Forderungen. Wenn binnen der nächsten zwei Wochen kein Widerspruch gegen den Plan eingelegt wird, dann tritt er in Kraft. Der drittgrößte deutsche Fahrradhersteller war vor Monaten in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Wegen Zulieferproblemen stockte zeitweise die Produktion, die mittlerweile wieder auf vollen Touren läuft. Bei Bike Systems sind 210 Mitarbeiter beschäftigt.


ZAN tagte: Anlage soll ausgeschrieben werden
Bis zum März kommenden Jahres sollen die Modalitäten für die Ausschreibung einer Restabfallentsorgungsanlage durch den Zweckverband Abfallentsorgung Nordthüringen (ZAN) auf den Weg gebracht werden. Die Ausschreibung soll europaweit erfolgen. Auch in seiner Beratung zu Beginn dieser Woche blieb der ZAN bei den bisher favorisierten Standorten einer solchen Anlage in Menteroda im Unstrut-Hainich-Kreis und bei Nentzelsrode im Landkreis Nordhausen. Für die ab 2005 gesetzlich vorgeschriebene Entsorgung des Restabfalls gibt es nach dem heutigen technologischen Stand mehrere Verfahren, darunter die thermische Variante.


Mehr oder weniger Personal im Landratsamt?
„Wir sind zu einem Kompromiß bereit“, sagte gestern CDU-Fraktionsvorsitzender Egon Primas der nnz am Rande der Kreistagssitzung. Das bedeutet doch im Klartext, daß die CDU als zahlenmäßig stärkste Fraktion auch ein wenig an der zweiten Machtebene teilhaben will. Doch bislang sind in der höchsten Satzung des Landkreises ja lediglich zwei hauptamtliche Beigeordnete vorgesehen. Vielleicht besteht bei einem Kompromiß ja auch noch die Möglichkeit, einen Dezernentenposten „abzustauben“. Dann hätten wir ja wohl eine paritätische Verteilung zwischen SPD, PSD und schließlich auch CDU. Voraussetzung wäre die Aufhebung der SPD-Klage und eine „erfüllbare“ Neuausschreibung der Beigeordneten. Wie das allerdings Landrat Joachim Claus (CDU) verkraften wird, steht in den kommunalpolitischen Sternen, denn er beteuerte gestern erneut, daß er nur einen hauptamtlichen Beigeordneten brauche ­ Kosteneinsparung sei angesagt. Nun munkelt man, daß im Landratsamt bereits eifrig an neuen Strukturen gebastelt werde. Diese sehen bislang keinen Dezernenten vor, dafür wird der/die Fachbereichsleiter/-in installiert. Inwieweit diese konspirativen Strukturen wirklich durchgesetzt werden können, hängt unter anderem von der Geschlossenheit der CDU-Fraktion im Kreistag und ihrem nicht mehr ganz untadeligen Verhältnis zum Landrat ab. Hier könnte vielleicht ein weiterer Nebenkriegsschauplatz entstehen, über den sich andere politische Kräfte im Landkreis durchaus die Hände reiben würden.
Autor: nnz

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