Mi, 15:31 Uhr
12.12.2001
Leben Totgesagte wirklich länger?
Nordhausen/Bleicherode (nnz). Silvester knallen die Korken. In Bleicherode wird an diesem Tag die Entwicklungsgesellschaft des Landkreises Nordhausen (EGN) zu Grabe getragen. Der Kreistag - einst der Geburtshelfer - fungiert dabei als Sargträger.
Geschäftsführer Ullrich Fiedler wird die Lichter am Kehmstedter Weg in Bleicherode für die EGN ausknipsen. Das Gebäude hat indes einen neuen Besitzer gefunden. Es wurde an den Abwasserzweckverband Bleicherode verkauft. Dort, wo jahrelang Maßnahmen für den zweiten Arbeitsmarkt geplant und durchgeführt wurden, wo unzählige Firmen mehr oder weniger erfolgreich ausgegründet wurden, dort werden künftig Gebührenbescheide bearbeitet.
Die EGN als Gesellschaft mit beschränkter Haftung bleibt jedoch bestehen. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Entscheidet man sich seitens des Gesellschafters, des Landkreises Nordhausen, für eine Feuerbestattung, dann wird die GmbH liquidiert, wählt man die Erdbestattung ist die Einleitung eines Insolvenzverfahrens unumgänglich. Ein dritter Weg ins wirtschaftliche Niemandsland wäre schließlich noch die Verschmelzung mit einer anderen Gesellschaft. Vielleicht der Service GmbH? Zwischen beiden Unternehmen bestehen schließlich immer noch ausgezeichnete, vor allem aber ungeklärte Finanzbeziehungen als Kreditgeber und -nehmer.
Geld vom Gesellschafter hat die EGN hingegen nicht mehr zu erwarten. Im Haushalt der Kreisverwaltung für das kommende Jahr ist nicht ein einziger Euro als Zuschuß eingestellt worden. Der Kreistag wird sich aber vermutlich auch noch im kommenden Jahr mit der toten EGN beschäftigen müssen.
Autor: nnzGeschäftsführer Ullrich Fiedler wird die Lichter am Kehmstedter Weg in Bleicherode für die EGN ausknipsen. Das Gebäude hat indes einen neuen Besitzer gefunden. Es wurde an den Abwasserzweckverband Bleicherode verkauft. Dort, wo jahrelang Maßnahmen für den zweiten Arbeitsmarkt geplant und durchgeführt wurden, wo unzählige Firmen mehr oder weniger erfolgreich ausgegründet wurden, dort werden künftig Gebührenbescheide bearbeitet.
Die EGN als Gesellschaft mit beschränkter Haftung bleibt jedoch bestehen. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Entscheidet man sich seitens des Gesellschafters, des Landkreises Nordhausen, für eine Feuerbestattung, dann wird die GmbH liquidiert, wählt man die Erdbestattung ist die Einleitung eines Insolvenzverfahrens unumgänglich. Ein dritter Weg ins wirtschaftliche Niemandsland wäre schließlich noch die Verschmelzung mit einer anderen Gesellschaft. Vielleicht der Service GmbH? Zwischen beiden Unternehmen bestehen schließlich immer noch ausgezeichnete, vor allem aber ungeklärte Finanzbeziehungen als Kreditgeber und -nehmer.
Geld vom Gesellschafter hat die EGN hingegen nicht mehr zu erwarten. Im Haushalt der Kreisverwaltung für das kommende Jahr ist nicht ein einziger Euro als Zuschuß eingestellt worden. Der Kreistag wird sich aber vermutlich auch noch im kommenden Jahr mit der toten EGN beschäftigen müssen.

