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Mo, 14:21 Uhr
26.06.2006

Andere müssen sich bewegen

Nordhausen (nnz). Am 6. Juli werden in Erfurt die Gespräche mit den Trägern der Thüringer Theater und Orchester beginnen. Mit welchen Zielen und Positionen die Rolandstadt in die erste Runde geht, das erfuhr die nnz in einem Gespräch mit Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD).


„Ganz oben auf unserer Gesprächsagenda steht der Erhalt des einzigen Theaterstandortes in Nordthüringen“, machte Rinke klar. Und dieser Standort müsse mittelfristig finanzierbar bleiben. Dazu gehören auch nach dem Jahr 2008 die Zuschüsse des Landes Thüringen. Das hatte bereits verdeutlicht, das Förderniveau um rund 10 Millionen Euro nach unten zu fahren. In den Schubladen des zuständigen Ministeriums soll es ein Gutachten geben, das bislang jedoch als höchst geheim eingestuft wird.

Ein Gutachten hat auch Barbara Rinke in Auftrag gegeben. Ex-Bürgermeister Klaus Wahluhl sollte Fakten recherchieren, die ein Überleben des Nordhäuser Theaters als Produktionsstandort möglich machen und als Argumentationshilfe herhalten können. Dabei wurde nach Informationen der nnz deutlich, dass eine Kooperation mit Häusern in Thüringen eindeutig favorisiert würde. Die künstlerischen Begehrlichkeiten in Richtung Sachsen-Anhalt sind vermutlich erst einmal vom Tisch. „Die Erfahrungen, die wir in der Kooperation mit dem Rudolstädter Theater gemacht haben, sind sehr positiv. Das hätte ich zu Beginn nicht so erwartet. Gott sei Dank habe ich mich hier getäuscht“, gesteht Rinke.

Die Gesellschafter des Nordhäuser Theater erwarten ein klares Signal aus Erfurt für den Nordthüringer Kulturstandort. Bislang sei man immer vorausgegangen. In Nordhausen wurde zusammen mit Sondershausen die erste Theater GmbH gegründet, in Nordhausen gab es die ersten Ideen einer Kooperation, jetzt sollen die anderen Standorte in Thüringen ihren Willen und Wege zur Einsparung darlegen. Für Oberbürgermeisterin Barbara Rinke sei der Blick auf die Landkarte sehr spannend. Entlang der Autobahn A 4 seien viele Theater sehr schnell erreichbar. Nur der Norden sei abgeschnitten. Was das Nordhausen Stadtoberhaupt nicht sagt: Es sind vielleicht zu viele entlang der betonierten Perlenkette...
Autor: nnz

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