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Mo, 10:28 Uhr
18.12.2023
BUND Thüringen krtitisiert geplante Subventionsstreichung

Wichtige Debatte zur schlechtmöglichsten Zeit

Heute machen sich Tausende Landwirte auf den weg nach Berlin, um bei der Bundesregierung unter anderem gegen die geplante Streichung der Agrardiesel-Subvention zu protestieren. Unterstützung erhalten sie verbal auch vom Thüringer BUND...

Dienstwagenprivileg und Kerosinsteuerbefreiung: Es gibt viele klimaschädliche Subventionen, die man sofort abbauen könnte. Doch die Regierung hat sich für die Abschaffung der Agrardieselrückvergütung entschieden. Ein theoretisch richtiger Schritt zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, stellt Sebastian König, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen, fest: „Die Bäuerinnen und Bauern sind in den letzten Jahrzehnten in eine ‚Subventionsspirale‘ hineingezogen worden, aus der man nicht von heute auf morgen wieder herauskommt. Die Agrardieselrückerstattung ist eine klimaschädliche Subvention, aber wie kann man hier vorrangig die fiskalpolitische Axt ansetzen und gleichzeitig Kerosin weiter steuerlich begünstigen oder das Dienstwagenprivileg beibehalten?“

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Es braucht einen Paradigmenwechsel in der Agrarpolitik: Weg von Subventionen, hin zu marktorientierten Lösungen und langfristiger Planungssicherheit, welche auf dem Weg zu einer ökosozialen Marktwirtschaft auch Transferzahlungen enthält. Die Betriebe stehen vor immensen Herausforderungen durch den Klimawandel und die Umstellung auf mehr Tierwohl. Auch hier konnte noch keine Einigung über die Finanzierung von Stallumbauten erzielt werden. Ein Grund mehr, die Landwirtschaft nicht unverhältnismäßig und vor allem kurzfristig zu belasten.

Die Agrardieselrückvergütung hat bisher den Einsatz von Pflanzenöl und Biogas bei Traktoren verhindert. Wie in Bayern gibt es auch in Thüringen noch dezentrale Pflanzenölmühlen. Mit dem Wegfall der Agrardieselvergütung muss der Einsatz von Pflanzenöl und Biogas in Traktoren gefördert werden.

„Ich habe Verständnis für die Landwirtinnen und Landwirte, die sich heute auf den Weg nach Berlin machen. Den gleichen Eifer würden wir uns aber auch wünschen, wenn es wieder einmal kein Geld für Agrarumweltmaßnahmen gibt oder wenn es immer noch keine Prämie für echten Naturschutz in der Landwirtschaft gibt. Wenn aber eine pauschale Förderung wegfällt, dann machen sich die Leute zu Hunderten auf den Weg nach Berlin. Auch hier werden die Prioritäten verzerrt“, so König weiter.

Unter dem Strich bleibt ein Verlust von bis zu rund 25 Euro pro Hektar. „Thüringen könnte hier beispielsweise helfen, indem es die klimaschädliche Subventionierung des Flughafens Erfurt-Weimar beendet und das Geld den Betrieben zur Verfügung stellt, die bisher vergeblich auf eine Förderung von Agrarumweltmaßnahmen warten“, so König abschließend.
Autor: red

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Kommentare
Fritze 2024
18.12.2023, 10:45 Uhr
Demonstrieren ??
hilft schon lange nicht mehr um "dämliche Poltik" zu verhindern.Richtig wählen hilft.
Die wollen nicht wissen,dass das Volk der Arbeitgeber für hohe Diäten ist.
Strengt euch an und wählt richtig Leute !
Kritiker86
18.12.2023, 12:28 Uhr
Die..
Menschen wollen doch die Grünen, SPD, und die FDP. Jetzt bekommen sie genau das was sie gewählt haben. Danach kommt dann die CDU wieder. So das die es dann auch wieder vergeigen können. Den Wechsel gibt es seit mehreren Jahrzehnten. Jetzt wird der Rest noch zerschlagen, der noch da ist. Wählt ruhig weiter die, die ihr immer wählt. Irgendwann kommt das böse Erwachen. Wer nicht Blind durch Deutschland geht... Weiß was ich meine. Andere Länder sind da schlauer...
grobschmied56
18.12.2023, 14:31 Uhr
Wirr, hochgradig wirr, BUND ...
... anders kann man das nicht mehr nennen. 'Klimaschädliche Subvention' - so nennen es Dampfplauderer, welche selbst von fragwürdigen 'Spenden' und Steuerknete abhängig sind.
Lieber BUND, daß Landwirte für die Arbeit auf ihren Feldern ein paar Cent weniger Steuer für den Dieselkraftstoff blechen müssen, ist keine 'Subvention'. Sie bekommen schließlich nichts geschenkt, sondern nur etwas weniger abgezwackt als andere.
Ebenso gut könnte man einen Kinderfreibetrag als Subvention betrachten.

Landwirte bringen mit ihren Traktoren und Mähdreschern einen großen Teil der Betriebszeit auf dem Feld zu und nicht wie andere Dieselfahrer fast ausschließlich auf öffentlichen Straßen und Plätzen. Deshalb ist es durchaus angemessen und opportun, ihnen weniger Mineralölsteuer abzuknöpfen.

Die Erzeugung von Nahrungsmitteln als 'klimaschädlich' zu bezeichnen, wirft ein bezeichnendes Licht auf den Geisteszustand in welchem sich manche BUND- Mitglieder befinden. Mein Vorschlag: Gewöhnt Euch doch einfach die 'klimaschädliche' Marotte des Essens ab. Vielleicht rettet ihr damit das 'Klima'!
free Gigi
18.12.2023, 14:53 Uhr
"marktorientierten Lösungen"
wäre, die Lebensmittel (am) günstig(sten) vom anderen Ende der Welt zu beschaffen aber ist das im Sinne einer regionalen Wertschöpfung und Nachhaltigkeit sinnvoll???
diskobolos
18.12.2023, 19:09 Uhr
Es geht ums Geld und ums Klima
"Die Erzeugung von Nahrungsmitteln als 'klimaschädlich' zu bezeichnen . . ."
Das macht doch niemand, Grobschmied. Obwohl es natürlich wie ganz viele menschliche Aktivitäten (z. B. Reisen oder Heizen) tatsächlich Klimaschädlich ist. Das Ergebnis kann man bemerken, wenn man nicht den Kopf in den Sand steckt.

Hier geht es aber um klimaschädliche Subventionen, also solche, die z. B. den Verbrauch von fossilen Brennstoffen noch fördern. Davon gibt es noch weitere: Dienstwagenprivileg, Steuerbefreiung von Flugbenzin und die Pendlerpauschale um nur mal die bekanntesten aufzuzählen.

Die Landwirtschaft wird nicht untergehen, wenn sie einige Privilegien verliert. Ein Höfesterben gibt es schon seit den 50-er Jahren (grüner Plan, hatte nichts mit der gleichnamigen Partei zu tun).Die Flächen werden durch die anderen mitbewirtschaftet

Was wird erst passieren, wenn die EU-LW-Subventionen nur noch in die Ukraine fließen, wie einige prognostizieren?
grobschmied56
18.12.2023, 23:59 Uhr
'Klimaschädliche Subvention' - wat'n Stuß! ...
... Wenn man dem Diskobolos eine Monatskarte für die Straßenbahn günstiger verkauft, als zwanzig Einzelfahrscheine, dann ist das keine Subvention.

Die Ideen des Herrn König hatten wir alle schon mal und sie haben sich durchweg als Schmarrn erwiesen. Kann der Mann überhaupt bis drei zählen?

Biogas könnte man natürlich für Landmaschinen nutzen - nur würde dann entsprechend weniger Biogas für die damit betriebenen Biogas-Kraftwerke übrigbleiben, weniger Strom aus Biogasanlagen bedeutet, man müßte noch ein weiteres altes Kohlekraftwerk wiederanfahren, um den fehlenden Strom zu ersetzen. Sehr geistreich!

Nicht besser ist die Idee mit den Ölmühlen. Man müßte dann vermehrt Ölsaaten anbauen, um den 'Biodiesel' für den Traktor zu gewinnen. Da ist es dann wieder das alte nette Problemchen:
Tank oder Teller?
Erkläre mal der einfallsreiche Herr König den Hungernden auf der Welt, warum man massenhaft Anbaufläche für Energie-Pflanzenbau belegt, statt für die Nahrungsmittelproduktion. Vom Schreibtisch aus und in der Theorie geht das noch ganz gut.

Ich möchte das 'G'scheithaverl' aber mal sehen, wie er die Notwendigkeit, von Nahrungspflanzenanbau auf Energiepflanzenanbau umzustellen einer Meute hungriger Menschen erklärt, die mit knurrendem Magen den Löffel in leeren Blechnäpfen klappern lassen...
Werter Herr König: Klima-Geschwätz 1+ logisches Denken - leider mangelhaft bis ungenügend! Wegtreten!
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