Fr, 16:37 Uhr
09.06.2006
Jetzt geht’s los – das 38.
Nordhausen (nnz). Vor wenigen Minuten ist das Rolandsfest des Jahres 2006 eröffnet worden. Die Zeremonie hat Tradition, doch die Resonanz auf dem Rathausplatz war diesmal eine etwas andere. Und das lag nicht nur an der beginnenden Fußballweltmeisterschaft. Die nnz stand für Sie vor der Bühne.
Jetzt geht’s los – das 38. (Foto: nnz)
Und diese Bühne war im Vergleich zu den Vorjahren schon deutlich geschrumpft. Da hatte mal gerade das Nordhäuser Blasorchester Platz, davor die vier obligatorischen Mikrofone. Die gehörten dann auch dem Roland, der Hexe, der Ebersberg und Prof. Zwanziger. Die Rolandgruppe nahm – wie gewohnt – die kleinen und großen Probleme der Menschen aufs Korn. Klar, die heute eröffnete Fußball-WM gehörte ebenso dazu wie die Vogelgrippe (wie kann man beim Vögeln die Grippe bekommen? – Roland) oder die Gesundheitsreform, bzw. das, was man dafür hält. Kernstück dieser Reform sei der finale Blattschuß für ernsthaft Erkrankte, ob das jedoch im Krankengesundheitskombinat Pille auch der Fall sei, das ließ das Quartett offen.
Kurz wurde dann die Kommunalwahl berührt. So dachten die Vier, dass sie schon im April das Programm für das Rolandsfest in gedruckter Form in den Händen hielten. Wie sich beim genaueren Studieren herausstellte, war es jedoch nur die unkorrigierte Fassung des Wahlprogramms von Martin Höfer.
Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) war denn auch sichtlich froh, dass sie den Rathaus-Schlüssel für drei Tage abgeben konnte. Im Gegenzug war der Roland erfreut, dass Frau Rinke gut übers Frühjahr gekommen sei und er sich an seinem eigentlichen Platz am Rathaus nicht an einen neuen Namen gewöhnen musste.
Der Beifall für die Pointen der Rolandsgruppe hielt sich in diesem Jahr beim Publikum in Grenzen. Das lag auch daran, dass die Sketche des Quartetts wohl alles aufzuspießen versuchten, mit einer Ausnahme: Die lokale Politik. Und fast wieder schleicht sich das Gefühl einer Rathaus-Zensur ein. Waren es doch lokale Vorkommnisse, die in den Jahren eines Peter Schwarz oder einer Marion Probst mit herzhaftem Lachen bedacht wurden. Aber vielleicht kommen diese Programmteile ja noch in den folgenden Tagen...
Wie dem auch sei – Frau Rinke hängte dem Prof. Zwanziger noch eine Ehrenmedaille um den Hals. 25 Jahre ist er dabei und auch im Jubiläumsjahr ließ es sich Zwanziger nicht nehmen, seinen Marsch der alten Kameraden selbst zu dirigieren. Im nächsten Jahr wird wieder gefeiert, auch daran erinnerte man heute: 500 Kornbrand und 1080 Jahre Nordhausen. Warum wohl dieser Hinweis auf das Jahr 2007 und nicht auf die kommenden zwei Tage?
Autor: nnz
Jetzt geht’s los – das 38. (Foto: nnz)
Und diese Bühne war im Vergleich zu den Vorjahren schon deutlich geschrumpft. Da hatte mal gerade das Nordhäuser Blasorchester Platz, davor die vier obligatorischen Mikrofone. Die gehörten dann auch dem Roland, der Hexe, der Ebersberg und Prof. Zwanziger. Die Rolandgruppe nahm – wie gewohnt – die kleinen und großen Probleme der Menschen aufs Korn. Klar, die heute eröffnete Fußball-WM gehörte ebenso dazu wie die Vogelgrippe (wie kann man beim Vögeln die Grippe bekommen? – Roland) oder die Gesundheitsreform, bzw. das, was man dafür hält. Kernstück dieser Reform sei der finale Blattschuß für ernsthaft Erkrankte, ob das jedoch im Krankengesundheitskombinat Pille auch der Fall sei, das ließ das Quartett offen.
Kurz wurde dann die Kommunalwahl berührt. So dachten die Vier, dass sie schon im April das Programm für das Rolandsfest in gedruckter Form in den Händen hielten. Wie sich beim genaueren Studieren herausstellte, war es jedoch nur die unkorrigierte Fassung des Wahlprogramms von Martin Höfer.
Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) war denn auch sichtlich froh, dass sie den Rathaus-Schlüssel für drei Tage abgeben konnte. Im Gegenzug war der Roland erfreut, dass Frau Rinke gut übers Frühjahr gekommen sei und er sich an seinem eigentlichen Platz am Rathaus nicht an einen neuen Namen gewöhnen musste.
Der Beifall für die Pointen der Rolandsgruppe hielt sich in diesem Jahr beim Publikum in Grenzen. Das lag auch daran, dass die Sketche des Quartetts wohl alles aufzuspießen versuchten, mit einer Ausnahme: Die lokale Politik. Und fast wieder schleicht sich das Gefühl einer Rathaus-Zensur ein. Waren es doch lokale Vorkommnisse, die in den Jahren eines Peter Schwarz oder einer Marion Probst mit herzhaftem Lachen bedacht wurden. Aber vielleicht kommen diese Programmteile ja noch in den folgenden Tagen...
Wie dem auch sei – Frau Rinke hängte dem Prof. Zwanziger noch eine Ehrenmedaille um den Hals. 25 Jahre ist er dabei und auch im Jubiläumsjahr ließ es sich Zwanziger nicht nehmen, seinen Marsch der alten Kameraden selbst zu dirigieren. Im nächsten Jahr wird wieder gefeiert, auch daran erinnerte man heute: 500 Kornbrand und 1080 Jahre Nordhausen. Warum wohl dieser Hinweis auf das Jahr 2007 und nicht auf die kommenden zwei Tage?




